ZG-Rückblick: Verschwörungstheorien?

ZG-RückblickIn Afrika wütet der Ebola-Virus. Manche behaupten, er komme aus den Regenwäldern, von Tieren, Pflanzen oder Kadavern. Wurde er vielleicht doch als biologische Waffe in EU– oder US-Laboren hergestellt und dann zum Testen in Afrika freigelassen?

Im Gaza-Streifen herrscht Krieg, weil angeblich drei israelische Jugendliche von Hamas-Mitgliedern entführt und ermordet wurden. Gab es in der Geschichte der Menschheit jemals einen Krieg, der nicht auf Lügen basierte? War womöglich der Mossad im Spiel?

Seit Edward Snowden´s Enthüllung der NSA-Total-Überwachung, sollte man Ideenspiele vielleicht nicht allzu schnell als »Verschwörungstheorie« diffamieren, oder? Weiterlesen

Filmtipp: Planet der Affen – Revolution

Affen_PlakatDer zweite Teil der neu aufgelegten Planet der Affen – Reihe ist kein Action-, sondern ein Antikriegsfilm. Er ist voll gepackt mit aktuellen Vergleichen (beispielsweise zur Ukraine-Krise) und einer derben Zivilisationskritik. Der Film ist ein Plädoyer für den Pazifismus – ein für Hollywood eher seltenes Projekt, in Zeiten der weltweit geführten US-Kriege um Rohstoffe und Rohstoffwege (Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Ukraine etc.). Ganz im Gegenteil fungieren heutzutage viele Blockbuster als Anheizer und Einpeitscher von Kriegen wie beispielsweise die Transformers-Reihe (großzügig vom US-Militär gesponsert).
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Die Illusion der Ehe

»Nach den derzeitigen Scheidungsverhältnissen werden etwa 36 % aller in einem Jahr geschlossenen Ehen im Laufe der nächsten 25 Jahre geschieden. Die durchschnittliche Dauer der im Jahr 2013 geschiedenen Ehen betrug 14 Jahre und 8 Monate.«

- Statistisches Bundesamt

Anmerkung: Liebe und Vertrauen hängen nicht von Eheringen oder einem Ehevertrag ab. Eine Ehe ist genauso wie die Liebe kein Zustand, den man einmal (käuflich) erwirbt und dann besitzt, sondern ein stetig schöpferischer Prozess, der durch Ehrlichkeit, Vertrauen, Empathie und Kompromissen gefestigt wird. Weder Eheringe noch Hochzeitsfotos im Glasschrank halten die Liebe fest. Allein der Glaube, ein Gefühl bzw. einen Menschen konservieren und einsperren zu können, um ihn für immer zu »haben« ist naiv und destruktiv. Nur Selbstreflektion, Toleranz, Respekt und Aufgeschlossenheit können stets neue Liebes-Augenblicke erschaffen.

Alltägliche Doppelmoral

doppelmo_titelEinfühlungsvermögen, Solidarität und Mitmenschlichkeit als Sozialromantik diffamieren, aber im Namen des Volkes sprechen und handeln wollen.

Romantic Comedys, Soaps und Pornos konsumieren, aber keine zwischenmenschliche Zärtlichkeit mehr leben können.

Bei Fragen Wikipedia und Google nutzen, aber keine Geduld und Konzentration für Bücher mehr aufbringen können.

In Milliardenhöhe Geld verzocken und Steuern hinterziehen, aber härtere Strafen für Sozialbetrug und Schwarzarbeit fordern.

Mit dem smartphone in der ganzen Welt kommunizieren wollen, aber seinen Mitmenschen nicht mehr zuhören können.

Sich moralisch über Massentierhaltung empören, aber massenhaft Tiere in einen goldenen Zuhause-Käfig sperren.

Millionen Euro erben, aber Geringverdienern und Erwerbslosen etwas von »Leistung« und »Eigenverantwortung« erzählen wollen.

Presseblick (28)

Kindheit
Im Jahr 2013 wurden von den Behörden in Berlin fast 10.000 Verfahren  wegen Kindeswohlgefährdung eingeleitet, berichtet die Berliner Morgenpost. Bei zwei Drittel der akuten Fälle geht es vor allem um Vernachlässigung. Kinder leiden demnach eben nicht am häufigsten unter Missbrauch (3,9 Prozent), Gewalt oder Drogen (wie es RTL und die Springer-Medien so gerne skandalisieren), sondern schlicht daran, dass sie ständig wegorganisiert und allein gelassen werden. Lohnarbeit, Konsum und Karriere stehen bei den meisten Erwachsenen an erster Stelle. Für die Kinder bleibt dann wenig Zeit. Weiterlesen

Neusprech: Sozialkompetenz

ZG-Artikel: Neusprech HeuteIn der Wirtschaft definiert sich die soziale Kompetenz über folgende Charaktereigenschaften: Team-, Konflikt-, Kommunikations-, Kompromiss– und Kritikfähigkeit. Die Bereiche der Pädagogik und der Psychologie gehen jedoch weiter und umfassen hierbei auch Empathie, rücksichts– und respektvolles Verhalten, ethische Wertvorstellungen, Solidarität und Toleranz. Die Definition des Schlagwortes ist hierbei schwammig und nicht eindeutig festgelegt, da der Begriff viele gesellschaftliche Bereiche des zwischenmenschlichen Miteinanders umfasst. Weiterlesen

Filmzitate raten VII

Aus welchem dystopischen Science-Fiction-Film (Ja, ich mag das Genre!) aus dem Jahre 1981 stammt dieser Dialog?

»Jetzt sind sie wieder draußen. Aber es sind ne Menge Leute dabei drauf gegangen. Ich möchte gern wissen, wie Sie darüber denken?«

US-Präsident: »Wissen Sie, ich möchte denen Dank sagen. Die ganze Nation wird Ihr Opfer zu schätzen wissen.«

 

Vergiss mein nicht

vergiss_titelEs gefällt mir, wenn Du mir gefällst und ich Dir ein gefällt mir geben kann. Dann gefällt es mir umso mehr, wenn Du mir einen Gefallen erweist, und mir auch ein gefällt mir gibst, auch wenn es Dir nicht gefällt. Denn ich bin dem gefällt mir verfallen, nicht dem aufrichtigen Interesse.

Die Matrix ist der Fehler

»Selbst ein Kapitalismus mit mehr Einkommensgerechtigkeit wird in der Katastrophe enden, wenn er weiterhin auf Konsumsteigerungen und kurzfristiges Wachstum setzt.«

- Chandran Nair. »Die Mutter allen Kapitals«. Le Monde Diplomatique. Ausgabe Juli 2014. S. 3

Anmerkung: Viele Alt-Sozis, Gewerkschafter und SPD-Anhänger glauben daran, den Kapitalismus zähmen zu können. Eine vermeintlich bessere Verteilung von Brotkrumen der Reichen, führt jedoch nicht zu einem besseren gesellschaftlichen Entwurf, sondern verfestigt nur die ohnehin schon vorhandenen Ungerechtigkeiten (Konsum als Lebenszweck, Ausbeutung von Menschen und der Natur, Umwelt– und Klimaverschmutzung etc.). Was wir wirklich brauchen, sind Alternativen zum menschlichen Abgrund. Und wer die liefern will, wird lächerlich gemacht.