Nachhaltige Lügen

»Grün grün grün sind alle meine Kleider...«

Inspiriert vom hervorragenden Dokumentarfilm »die grüne Lüge« von Werner Boote und Kathrin Hartmann -der endlich auf den Punkt bringt, dass nicht die vermeintlich falsche Umweltpolitik das Problem ist, sondern der Kapitalismus mit seinem Wachstumsdogma‐ stelle ich mir folgende Fragen:

  • Warum muss die bewertete (Kauf-)Entscheidung, ob ein Produkt ökologisch, sozial und nachhaltig produziert, verarbeitet und transportiert wurde, individuell getroffen werden?
  • Weshalb gibt es keine globalen, gesetzlichen Regelungen die Umweltzerstörung, Lohnarbeitausbeutung und Landvertreibung verbieten?
  • Warum ist der Glaube, man könne mit dem »bewussten Einkaufswagen« die Welt retten, immer noch so unverwüstlich?

Schöne Grüne Welt
»Veganer retten die Welt!«

»BER? Ha! Ha! Ha!«

»Auf Dauer wird es langweilig, über den BER zu witzeln.«
(BER‐Chef Engelbert Lütke Daldrup in der Berliner Zeitung vom 17. Dezember 2019)

Dann fange ich gleich mal an...

»Chuck Norris übernimmt morgen um 8 Uhr die Bauleistung des neuen Berliner Flughafens… Um 10 Uhr ist Eröffnung.«

»Was ist der Unterschied zwischen Martin Schulz und dem Berliner Flughafen? Martin Schulz ist fertig.«

»Für das Geld, das der BER bisher gekostet hat, hätte man jedem Menschen in Deutschland inzwischen 82 Kugeln Straciatella‐Eis kaufen können.«

Hahahahaha! Also ich finde das lustig, Herr Lütke Daldrup! Sie nicht? Deutsche Inkompetenz Ingenieurskunst sollte man doch gebührend feiern, oder etwa nicht?

Werbemüll

Startseite der PC Games vom 20. Dezember 2019. Gleich vier Advertorials direkt in die Fresse.

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2019 beginnt der Konsumterror. Kaufen. Kaufen. Kaufen. Konsumverzicht ist ein Kapitalverbrechen. Bescheidenheit ist wettbewerbsschädigend. Besonders nervig sind die »Advertorials« oder euphemistisch »Native Advertising«. Dabei hat der Bundesgerichtshof (BGH) bereits im Jahr 2014 entschieden:

»Redaktionelle Pressebeiträge, für die ein Unternehmen ein Entgelt bezahlt, müssen als Anzeige gekennzeichnet werden.«

Und wen interessiert das? Keine Sau! Sie machen einfach überall weiter. Müllen uns mit ihrem Werbedreck zu, vergiften unsere Hirne, benebeln unser Denken, beuten unsere Emotionen aus und wollen uns Bedürfnisse einimpfen, die uns unglücklich machen, damit wir immer und immer und immer wieder neue Scheisse kaufen. Ich habe erst vor kurzem meine Wohnung komplett entrümpelt und ohne Ende Zeug weggeworfen. Neues wird nicht mehr hinzukommen. Ein tolles Gefühl. :JAJA:


Kommerzielle Propaganda
Ziegenjournalismus (1): Advertorials
Werbung – die Geißel der Menschheit

The Outer Worlds

© Obsidian Entertainment

Das Action‐Rollenspiel »The Outer Worlds« ist am 25. Oktober 2019 für PC und Konsole erschienen. Entwickelt wurde es von Obsidian Entertainment, die vor allem für »Fallout: New Vegas«, »Star Wars Knights of the Old Republic II« und »Pillars of Eternity« bekannt geworden sind. Die Sci‐Fi‐Dystopie »The Outer Worlds« ist größtenteils solide, hat aber auch eklatante spielmechanische Schwächen. Das Spiel ist aber deswegen hervorzuheben, weil es erzählerisch, eine ätzende, zynische und bissige Kapitalismuskritik bietet, bei der sich der Kapitalismus zu Tode gesiegt hat. Weiterlesen

Sprachlosigkeit

»Das Problem aller gegenwärtigen Propaganda ist, dass man dem Imperialismus, der mehr Grund zu Vorwürfen bietet als jede Gesellschaftsform sonst, gar nichts vorwerfen kann: weil ihm gelungen ist, den Leuten alle Kriterien für recht und unrecht, wahr und falsch, schön und hässlich aus den Hirnen zu waschen. Nichts gilt mehr, und wie argumentieren, wo nichts gilt? Das Waschmittel ist der Positivismus, die Wäscherei das Fernsehen. Es gibt Ausbeutung, es gibt Elend, es gibt Arbeitslosigkeit, es gibt Verweigerung von Gesundheit, es gibt Mietwucher, es gibt Bürokratie, es gibt die Gewohnheit der öffentlichen Lüge, es gibt Krieg. Alle wissen es, keiner bezweifelts, und keinen störts.«

(Peter Hacks, Schriftsteller)

Anmerkung: Die breite Masse will keine echten Veränderungen. Sie wollen schnulzig‐schmalzige Popsongs (2,5 Milliarden Aufrufe), dümmliche Casting‐Shows sowie Pseudo‐Social‐Doku‐Soaps, Gehirn‐Aus‐Superhelden‐Filme und einen weltverleugnenden Biedermeier Familien‐Bunker, wo sie den Rest der Welt ignorant von sich schieben können. Solange das so bleibt, werden Aufklärer zu Querulanten und wird Unrecht zu Recht.


Massenindividualität
Die Leidenschaften der Masse

»Konzerne sind unsere Freunde!«

Der Links‐ und Rechtspopulismus sind sich, nach der Extremismustheorie, in mehr inhaltlichen Punkten einig, als beiden politischen Richtungen wohl lieb ist. Beispielsweise schimpfen beide Strömungen ständig gegen »die da oben«, gegen »das Kapital« oder »die Reichen«. Das ist (laut unabhängigen Experten) purer Populismus! Nur die bürgerliche Mitte‐Mainstream‐Mentalität aka CDU/CSU/SPD/FDP/GRUENE ist menschenfreundlich! Außerdem haben die Extremisten nicht verstanden, das Unternehmen, Banken und Konzerne unsere Freunde sind! Ohne sie gebe es keine Gerechtigkeit, keinen Frieden, keine Arbeitsplätze und kein Glück auf dieser Welt! Wir brauchen sie! Sie machen unseren Planeten schöner! :JAJA:   Weiterlesen

In naher Zukunft...

...wird der Selbstmord eines Konzernmitarbeiters als »mutwillige Beschädigung von Konzerneigentum« eingestuft. Deshalb werden bei dieser Form von Vandalismus die Angehörigen auf Schadensersatz verklagt werden.

...wird jeder, der kein smartphone, kein Facebook‐, Twitter‐, Instagram‐ oder whatsapp‐Account vorweisen kann, präventiv für 30 Tage in die Sicherheitsverwahrung eingeknastet.

...wird es Therapiezentren für Menschen geben, die wieder lernen sollen, ohne smartphone und offline (über-)leben zu können.


Bankokratie 2500
Digitale Dystopien

Radioaktivität

Depleted Uranium (DU). Uranwaffen. Todesstaub. Ist weiterhin kein Thema in der Öffentlichkeit. Dabei wurden diese hochgiftigen Waffen unter anderem in Serbien, Kosovo, Afghanistan, Somalia, Irak und Syrien eingesetzt. DU besitzt eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahre und die radioaktive Strahlung wird durch Wind und Wetter auf der ganzen Erde verteilt. Im Irak wurden 320 Tonnen verschossen. Das US‐Militär bezeichnete die radioaktiv verseuchten Soldaten, zynisch‐euphemistisch als Menschen, die an einem »Golfkriegssyndrom« leiden würden. Mindestens 18 Staaten setzen heute Uranwaffen ein.

Die größte Gefahr für alle Atomkraftwerke auf dieser Welt ist zudem nicht der Terrorismus, sondern der Kapitalismus. Sparzwänge, Profitdenken und Kosten‐Nutzen‐Habitus sorgen langfristig immer dafür, dass Reaktoren und Bestandteile verschleißen und nicht mehr regelmäßig gewartet werden. Da machen Kernkraftwerke leider keine Ausnahme. Es gibt unzählige Beispiele für »Zwischenfälle« und »Unfälle«, die an die Öffentlichkeit gelangt sind.

Dennoch wird weltweit weiter an der Atom‐Technologie festgehalten, die vom Menschen nicht beherrschbar ist und langfristig den gesamten Planeten verseucht (illegal entsorgter Atommüll in Böden und Meeren). Einen Zusammenhang zwischen der weltweiten Zunahme an Krebserkrankungen und der radioaktiven Verseuchung durch DU, Atommüll und »Zwischenfällen« wird auch weiterhin »nicht festgestellt werden« können.


Das China‐Syndrom (1978)
Chernobyl (HBO‐Serie)
Chernobyl 3828
Uranatlas 2019

Echte Menschenfreunde

»Waschen und rasieren, dann finden Sie auch einen Job!«
— Kurt Beck (SPD) im Dezember 2006

»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!«
— Franz Müntefering (SPD) im Mai 2006

»Es gibt kein Recht auf Faulheit!«
— Gerhard Schröder (SPD) im Frühling 2001

»Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.«
— Guido Westerwelle (FDP) im Februar 2010

»Es geht um einen niederschwelligen Einstieg in die Altersvorsorge.“
— Brigitte Zypries (SPD) im Oktober 2010 zu ihrer Idee Pfandbons via App auf ein Renten‐Fonds einzuzahlen

»Eine große Anzahl der Türken und Araber hat keine produktive Funktion, außer für den Obst‐ und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln.“
— Thilo Sarrazin (SPD) im Oktober 2009

»Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen.«
— Henner Schmid (FDP) im Dezember 2008

»Ich halte nichts davon, wenn 85‐Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen.«
- Philipp Mißfelder (CDU) im Jahr 2003


»10 Aussagen von Menschenfreunden«