Über uns
Der ZG-Blog versteht sich als Ergänzung zum Zeitgeist-Magazin. Die Redaktion besteht aus drei Autoren, mit jeweils eigenen thematischen Schwerpunkten, die sich hin und wieder überschneiden. Während das Online-Magazin meist zeitlose Themen behandelt, so wendet sich der Blog eher dem tagesaktuellen Geschehen zu. Blog und Magazin haben es sich zur Aufgabe gemacht, durch medien- und gesellschaftskritische Themen, zum Nachdenken anzuregen. Aber auch der Alltag soll nicht zu kurz kommen. Aspekte des Lebens, die uns bei Filmen, Spielen und Musik begegnen oder auch einfach was täglich auf der Straße beobachtet werden kann, soll nicht unerwähnt bleiben.
Die Redaktion besteht aus:
epikur
Als epikur fünfzehn war, beobachtete er im Altweibersommer, voller Faszination, frisch geschlüpfte Spinnenbabys. Er war nachhaltig davon beeindruckt, wie die Spinnenmama, den Spinnenpapa für die Kinder als Nahrung zur Verfügung stellte. Mit sechzehn war ihm das auf einmal wieder zu blöd und er fing an zu schreiben: Tagebuch, Briefe, Fragmente, Gedichte, Kurzgeschichten und son Zeugs.
Bis heute konnte ihn kein Achtbeiner überzeugen mit dem Kritzeln wieder aufzuhören. Sein Interessenshorizont umfasst Themen wie die Moral von Tieren, die Sprache von Strohpuppen oder auch die Armut von Ackermann. Vor über 2300 Jahren gab es in Griechenland einen gleichnamigen Philosophen. Der ist mit einer Zeitmaschine in die Zukunft gereist, hat unserem ZG-Autor den Namen geklaut und ist daraufhin berühmt geworden.
jtheripper
jtheripper hat sein Pseudonym von der Jack the Ripper-Verfilmung von 1988 (TV-Film/UK) mit Michael Caine. Seit dem nannte er sich in Videospielen, wo man jeden Buchstaben einzeln aus dem Alphabet auswählen muss auch nur »Ripper«. Wird aber auch mal »Ripperle« oder »Rippchen« gennant.
Zum Schreiben ist er durch den Zusammenschluss vom ZG-Team gekommen. Am Anfang war es noch größenteils <html><body><p>Hello World</p></body></html>, aber mit der Zeit wurden es vollständige Sätze. Jedoch ist es für ihn immer noch ein großer Kampf seine wirren Gedanken in eine verständliche Struktur zu bringen. Deswegen ist er auch sehr stolz auf seinen Abschluss in der »Schreibwerkstatt«. Dagegen ist er in seinem Element, wenn es um visuelle Eindrücke geht: Ob bunt und schnelle Bewegungen oder schwarz/weiß und Stillstand spielt da keine Rolle.
todesglupsch
In grauer Vorzeit war nicht alles besser, aber vieles schlechter. So begab es sich, dass die Lokalisation eines digitalen Unterhaltungsproduktes, angesiedelt im Phantastischen, eine sehr eigene Qualität aufwies. Eine ohnehin schon recht groteske Kreatur die im original Wortlaut oft als »Beholder« bezeichnet wird und so etwas wie eine schwebende Kugel mit einem riesen Auge im Zentrum darstellt, wurde so elegant in die deutsche Sprache integriert, dass dies einer besonderen Würdigung bedurfte. »Todesglupsch« sollte fortan der Name sein unter dem unser junger Protagonist seine weiteren Abenteuer bestreiten würde. Die Jugendlichkeit relativierte sich alsbald, die Identifikation mit einem schwebenden, abgrundtief bösen Riesenauge blieb erhalten.
Das die Kunst des Schreibens mit solch deutlichen körperlichen Einschränkungen nicht gerade der natürlichen Begabung eines solchen Wesens entspricht sollte einleuchten, doch wer tödliche Strahlen emitiert, wird wohl auch dies noch bewältigen. So oder so ähnlich wird wohl der Gedankengang gewesen sein, der unseren todesglupsch dazu animierte die Schreibfeder auch ohne passende Triebfeder in die nicht vorhandene Hand zu nehmen. Nach der Überwindung all der Widrigkeiten stand ohnehin die Erkenntnis, dass das Schreiben, neben vielen Dingen, vor allem eine Frage des Willens ist.
So war, vor allem Anfangs, die digitale Unterhaltung häufig Anlass für das Verfassen von Schriftwerken. Mit dem Verlust von Jugendlichkeit, schien aber das Interesse an digitaler Unterhaltung einer Form von Reife zu weichen. Natürlich trog der Schein und der Spieltrieb sollte sich lediglich vom Digitalen ins Semireale verlagern. Das Seitwärtsdrehen kleiner Pappkarten mit der Aufschrift »Magic: the Gathering« war nun der Zeitvertreib der Wahl und sollte es für lange Zeit bleiben. Hier und da werden auch klassischere, nicht interaktive Medien als Anlass für das Verfassen von Schriften genutzt, aber so oder so ist das Schreiben eher vom Sporadischen geprägt.

