Aus allen Rohren!

Im Moment wird aus allen Rohren gefeuert und geschossen! Auf Jeden, der es wagt, eine andere Meinung, Perspektive oder Analyse vorzubringen. Was Ihr wie, wo und in welcher Art und Weise über das Corona-Virus denken und wissen sollt, das bestimmen wir! Das »Merkel-Spahn-Drosten-Wieler-Quartett« und die »Tagesschau«! »Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen.« (Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer TV-Ansprache vom 18. März 2020). Alle anderen sind:

Corona-Relativierer
Corona-Leugner
Corona-Verharmloser
Pandemie-Leugner
Corona-Skeptiker
Verschwörungstheoretiker
Corona-Wutbürger
Die Wut-Spreader
Corona-Deppen
Corona-Rebellen
Verschwörungstrolle
Corona-Demagogen
Covidioten
Untergangspropheten  :kicher:

Wo ist hier die öffentliche Debatte über die Verhältnismäßigkeit sowie die Folgen der »Maßnahmen«? Wo sind die wissenschaftlichen Streitgespräche? Wo der herrschaftsfreie Diskurs? Stattdessen nur noch Hofberichterstattung, YouTube-Zensur sowie Diffamierung. Und: Regierungsmeinung oder Verschwörungstheorie. Nur, wer nicht mehr sachlich argumentieren kann oder will, sondern nur noch mit ad hominem versucht, die eigene Meinungs- und Deutungshoheit aufrecht zu erhalten, der befindet sich entweder auf einem sinkenden Schiff oder will mit demokratischen Aushandlungsprozessen nichts mehr zu tun haben!

In der linken Bloggerszene flüchten sie sich derweil in verächtlichmachende Satiren, fordern im Elfenbeinturm die Revolution, fahren weiter auf dem LeiDmedien-Panikmodus oder reihen sich in die Diffamierungskampagnen der Wahrheitsmedien ein. Was ist da los mit euch? Übrigens, es gilt stärker denn je: wer in China auf die Straße geht, ist ein mutiger Kämpfer für die Menschenrechte. Wer in Deutschland demonstriert, ist ein Spinner und Verschwörungstheoretiker.


Mediale Gleichschaltung 2020

Die Transatlantik-Brücke

Zur Unabhängigkeit unserer LeiDmedien und zur Erinnerung:

(klicken zum vergrößern)

Quelle und weiterführende Informationen bei »Swiss Propaganda Research«. Am besten speichert Ihr euch dieses »schöne Bild«. Wer weiß, wie lange es noch online zu sehen sein wird, bei der derzeitigen »Löschwut«. Nein, Corona hat damit überhaupt nichts zu tun! :nene:

Journalismus ist...

 

...wenn Meldungen von dpa, Reuters oder anderen Nachrichtenagenturen ungeprüft kopiert und übernommen werden.

...wenn SEO-Nicht-News ‑voller Gerüchte und Spekulationen- als neuester heißester Scheiß verkauft werden.

...wenn Reddit, Youtube und Twitter als journalistische Quellen verwendet werden.

...wenn »Experten« aus NATO-Denkfabriken uns die Welt erklären wollen.

...wenn Politiker keine kritischen Nachfragen fürchten müssen und ihren PR-Bullshit-Bingo unkommentiert und ungekürzt in den Äther rotzen dürfen.

...wenn von den Journalisten keinerlei Selbstkritik und Selbstreflexion geübt wird und jede inhaltliche Kritik als Populismus, Hatespeech, Fake News oder Verschwörungstheorie abgeschmettert wird.

...wenn gute »Storys« und »Content« wichtiger sind, als Aufklärung und Wahrheit.

...wenn devote Hofberichterstattung ‑zum Zwecke der eigenen Karriere- einer ordentlichen Recherche vorgezogen wird.


Presseblick
Ziegenjournalismus

Ziegenjournalismus (5): Personalisierung

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?

Die Rubrik »Ziegenjournalismus« will sich mit den ganz alltäglichen und üblichen Methoden der Mainstream-Presse, der Leitmedien, der bürgerlichen Medien (oder wie auch immer man sonst die großen, auflagen- und reichweitenstärksten Presseerzeugnisse nennen will) beschäftigen. Der Verlust der Deutungs- und Meinungshoheit sowie der Glaubwürdigkeit großer Medienhäuser, hat eben nicht erst mit den Social-Media-Phänomenen, vermeintlichen Fake News, Facebook, Verschwörungstheorien, Putintrollen, den Lügenpresse-Vorwürfen oder mit dem Populismus angefangen, sondern schwelt im Hintergrund schon seit Jahrzehnten.

Ein typisches und weitverbreitetes journalistisches Stilmittel ist die »Personalisierung«. Hierbei werden Einzelpersonen, dessen Charakter, Handeln und Schicksal in den Vordergund der Berichterstattung gestellt. Die Relevanz und Reichweite der Nachrichten soll so durch Boulevardisierung  erhöht werden, indem man gute »Storys« mit spannenden Figuren erzählt. Gleichzeitig werden so Strukturen, Organisationen, Machtverhältnisse, Inhalte und Sachzwänge, meist ausgeblendet, versteckt und unsichtbar gemacht. Weiterlesen

Ziegenjournalismus (4): Zitate

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?

Die Rubrik »Ziegenjournalismus« will sich mit den ganz alltäglichen und üblichen Methoden der Mainstream-Presse, der Leitmedien, der bürgerlichen Medien (oder wie auch immer man sonst die großen, auflagen- und reichweitenstärksten Presseerzeugnisse nennen will) beschäftigen. Der Verlust der Deutungs- und Meinungshoheit sowie der Glaubwürdigkeit großer Medienhäuser, hat eben nicht erst mit den Social-Media-Phänomenen, vermeintlichen Fake News, Facebook, Verschwörungstheorien, Putintrollen, den Lügenpresse-Vorwürfen oder mit dem Populismus angefangen, sondern schwelt im Hintergrund schon seit Jahrzehnten.

Verantwortlich sind hier vor allem die gängigen und alltäglichen Methoden der großen Gazetten, die mit »vierter Gewalt« sehr wenig, aber mit »Aufmerksamkeitsgenerierung« sehr viel zu tun haben. Diese Prinzipien werden weder von den Medienhäusern selbst, noch von anderer Seite groß in Frage gestellt oder offen kritisiert. Sie gehören halt zum Geschäft, so die gängige Argumentation. Eine dieser üblichen Medien-Verkaufsstrategien, welche Fakten, Darstellungen, Berichte und Sachlagen häufig verzerren, ist der medienspezifische Umgang mit Zitaten. Weiterlesen

Interviewpartner

Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“

(Paul Sethe, Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Jahr 1965.)

Unsere geschätzten Lückenmedien spüren immer stärker den Verlust ihrer Meinungs- und Deutungshoheit. Deshalb schlagen sie auch wild um sich, in dem sie jede noch so sachliche, linke Medienkritik als Populismus, Verschwörungstheorie oder Fake News diffamieren. Der linke Vorwurf, dass die bürgerlichen Medien, primär Systemmedien sind, welche die Gedanken und Interessen der Reichen, Vermögenden und Herrschenden drucken, ist nicht neu, aber dieser Tage wieder überall zu beobachten. Beispielsweise bei der Wahl ihrer Interviewpartner.

Ob Spiegel, Welt, ZEIT, FAZ, BILD, ARD oder ZDF: in aller Regel kommen PR-Pressesprecher, Lobbyverbände von großen Unternehmen, die Industrie, Banken, Manager oder vermögende Leute viel häufiger zu Wort als Gewerkschaftsvertreter, Betriebsräte, soziale Bewegungen, Mietervereine, Arbeiter oder gar Erwerbslose. So geschehen beispielsweise in der Berliner Zeitung am Mittwoch, den 11. Dezember 2019. Interviewpartner: Kommunal- und Landespolitiker, ein Sprecher des Immobilienverbandes BBU, ein Fussballtrainer und die Ex-BVG-Chefin Sigrid Nikutta.


Ziegenjournalismus

Der böse Iran

Im November 2019 stellte ich die These auf, dass man die vielbeschworene Unabhängigkeit, Sachlichkeit, Objektivität und Freiheit der Presse, vor allem bei der Kriegsberichterstattung (bzw. der Vorbereitung zu einem Krieg) gut beobachten kann: »Werden beide Seiten des Konflktes möglichst wertneutral beschrieben? Wird zur Diplomatie und zum Frieden aufgerufen oder für den Krieg getrommelt?« Was wir seit rund fünf Jahren erleben, ist eine weitverbreitete Russophobie, ein Putin-Bashing, eine sehr einseitige Berichterstattung zu Syrien und der Ukraine, NATO-Legenden sowie aktuell die Denunzierung des Iran zu einem Schurkenstaat. Der Kriegsexperte der ZEIT, Ulrich Ladurner, der so fabelhafte Schriften wie »Die große Freiheit: Mein Schrebergarten, die Nachbarn & ich« verfasst hat, trommelt und wirbelt nun in einem aktuellen Kommentar gegen den Iran. Weiterlesen

Der Reichstagsbrand von 1933

»Auf eine Beteiligung der Nationalsozialisten am Reichstagsbrand von 1933 deutet eine neu aufgetauchte eidesstattliche Versicherung eines SA-Mannes hin [...] Augsteins Dogma von der Unschuld der Nazis [...] alleinigen Täterschaft Marinus van der Lubbes nicht zu zweifeln ist.«

Otto Köhler in: Junge Welt vom 18. Oktober 2019

Anmerkung: Wenn sich ein Narrativ erst einmal jahrzehntelang in den Köpfen verfestigt hat, können selbst handfeste Beweise, Dokumente oder Fakten nicht dazu beitragen, der »Wahrheit« näher zu kommen. Selbst der SPIEGEL (»Sagen, was ist«) schafft es nicht, Größe zu zeigen, in dem Fehler eingestanden werden. Relotius scheint schon wieder in der Schublade verschwunden zu sein. Und dann wundern sie sich, dass die Glaubwürdigkeit der bürgerlichen Massenmedien immer weiter sinkt?


Presseblick
Ziegenjournalismus

Ziegenjournalismus (2): SEO

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?

Eine weitere mittlerweile sehr große Plage, ist die SEO-Gleichschaltung, die effektiv Filterblasen und Echokammern erzeugt. Ganze Heerscharen von vermeintlichen Online-Marketing-Experten geben Journalisten und Redakteuren explizite Anweisungen, wie ein google-konformer Text auszusehen hat. Die Anzahl der Wörter, Keywords, Verlinkungen, Clickbait-Überschriften und so weiter. Besonders anstrengend und nutzerfeindlich sind die No-News-Beiträge, die Nicht-Nachrichten und das Gerüchte-Geblubber, die nur als Platzhalter für Keywords und das Google-Ranking dienen. Ein typisches Beispiel. Weiterlesen

Ziegenjournalismus (1): Advertorials

Haben Journalisten den Mut, die Hand zu kritisieren, die sie füttert?

Die großen bürgerlichen Massenmedien bezeichnen sich gerne als »Leitmedien« (Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, BILD). Sie seien für die Demokratie konstituierend und für den Einfluss auf die öffentliche Meinung von entscheidender Bedeutung. Seit einigen Jahren schiessen sie aus allen Rohren gegen alternative Medien. Dort sollen primär Verschwörungstheorien, Populismus und Fake News verbreitet werden. Gleichzeitig feuern diese mit pauschalen (Wert-)Urteilen zurück: »Lügenpresse«.

Was mir bei der ganzen Debatte zu kurz kommt, sind die alltäglichen Fehler, Ungereimtheiten, Verzerrungen, Halbwahrheiten, Übertreibungen, Falschzitate, Skandalisierungen sowie die gezielten Methoden von Print- und Online-Medien, die schon als völlig »normal« gelten, es aber eigentlich nicht sein sollten und nicht sein dürften. Denn genau diese Methoden haben primär mit zum Vertrauensverlust der Bevölkerung in die vermeintlich etablierten Massenmedien beigetragen. Um die soll es zukünftig in der neuen Rubrik »Ziegenjournalismus« gehen. Heute starten wir mit »Advertorials«. Weiterlesen