Presseblick (48)

Im Forum von elitepartner.de sind sich Männer und Frauen zum großen Teil einig bei der These: »Ein Arbeitsloser, der Zeit, Energie und Geld für die Partnersuche verschwendet, handelt unverantwortlich.« Nur ein Lohnarbeiter, der funktioniert, Geld verdient und was zum Vorzeigen besitzt, hat das Recht geliebt, geachtet und respektiert zu werden. Während es vor einigen Jahren zumindest noch ein wenig Unmut gegen die Pauschal‐Diffamierung von Erwerbslosen als »Sozialschmarotzer« gab, scheint es heute völlig normal zu sein, erwerbslose Menschen als finanziell, unwertes Leben zu diskreditieren. Das neoliberale Leistungs‐, Wettbewerbs‐ und Konkurrenzdenken ist in Fleisch und Blut übergegangen. Man begreift sich selbst und seine Mitmenschen nur noch als Objekte, die bestmöglich optimiert und marktwirtschaftlich verwertet werden müssen. Weiterlesen

Der Anschlag (20)

anschlag_teaserIm Zuge einer erneuten Privatisierungswelle in Deutschland, und um frisches Geld in die Kommunen zu spülen, werden alle öffentlichen Parks und Spielplätze an private Investoren verkauft. Einige Banken und Konzerne haben bereits ihr Interesse bekundet. Sie planen Eintrittspreise zu erheben, die Anlagen zu umzäunen und Sicherheitspersonal einzustellen.

Die europäische Kommission hat beschlossen, um Süd‐ und Osteuropa eine mehrere tausende kilometerlange und 5 Meter dicke Betonmauer zu errichten. Der Flüchtlings‐Schutzwall soll ganze 10 Meter hoch sein und von einer 20.000 Mann starken Militärtruppe mit Schießbefehl verteidigt werden. CDU, SPD, FDP, Grüne, AfD, BILD, RTL und NPD finden das gut.

Aufgrund der wachsenden Terrorgefahr von radikalgewaltbereiten Terroristen‐Islamisten‐Extremisten, wird die Bundeswehr ab sofort auch im Innern eingesetzt werden. Als erstes sollen der Bundestag und die Parteizentralen in Berlin, mit Ausnahme des Karl‐Liebknecht‐Hauses der Linkspartei, von KSK‐Soldaten mit scharfen Waffen gegen Andersdenkende beschützt werden.

Denken unerwünscht

»Der Glaube, man könne sich eine Armee halten, in der man ganz ohne Schikane auskomme, dürfte ein frommer Wunsch bleiben.«

- Gustav Seibt auf Süddeutsche.de in seinem Artikel »Schikane als Errungenschaft« am 11. Februar 2010

Anmerkung: Der Militarist Seibt hält das  Denken und die persönliche Vereinbarung mit dem eigenen Gewissen für überflüssig. Ja, für eine »moderne« Armee gar hinderlich. Hirn ausschalten und losballern, wenn der Vorgesetzte das befiehlt. Herr Seibt fasst seinen Sklaven‐Habitus zusammen: »Ein funktionierendes System von Befehlen ist durchaus eine zivilisatorische Errungenschaft«.

Zwang zur Entscheidung

Wer in Deutschland aus Gewissensgründen den Militärdienst verweigert, muss Zivildienst machen. Die vermeintliche Wahl für jeden Wehrpflichtigen in Deutschland ist in Wahrheit eine zum Zwang geformte Entscheidung: Entweder — Oder! Ein Wahlrecht existiert hierbei nicht, denn diese würde die Enthaltung miteinschließen. Der Wehrpflicht wird quasi nur widersprochen indem man sich auf Artikel 4 unseres Grundgesetzes beruft: »Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden«. Wer sich in Deutschland jedoch dem militaristischen Apparat total verweigert, weil z.B. auch der Zivildienstleistende im Ernstfall für sanitäre Zwecke eingezogen werden kann, der wird mit Bußgeld und Gefängnis bestraft. Weiterlesen