Keine Armut. Nirgends.

Wir reden über Gender, aber nicht über Armut.
Wir reden über Bildung, aber nicht über Armut.
Wir reden über Inklusion, aber nicht über Armut.
Wir reden über Ernährung, aber nicht über Armut.
Wir reden über Klimaschutz, aber nicht über Armut.
Wir reden über Feminismus, aber nicht über Armut.
Wir reden über Digitalisierung, aber nicht über Armut.
Wir reden über Nachhaltigkeit, aber nicht über Armut.
Wir reden über Rechtsextremismus, aber nicht über Armut.
Wir reden über Fake News, Populismus und Verschwörungstheorien, aber nicht über Armut.

Hauptsache, wir haben Themen, bei denen wir uns produzieren und profilieren können. Aber sie dürfen nicht die Besitz‐, Eigentums‐ und Verteilungsfrage berühren. Das sind gottgegebene Strukturen, die es nicht zu hinterfragen gilt. :JAJA:


Keine Sklaven. Nirgends.

Der Feind ist bekannt

Wer ist schuld am schlechten Wetter?
Wer ist schuld für Sozialabbau, Lohndumping, Inflation und steigende Mietpreise?
Wer ist schuld an politischer Korruption?
Wer ist schuld an Plastikmeere, Landraub, Umweltzerstörung und Elektro‐Schrottbergen?
Wer ist schuld an Banken‐ und Konzernmacht?
Wer ist schuld an SEO, Click‐Bait und Boulevard‐Journalismus?
Wer ist schuld an smartphone‐Zombies?

Putin. Putin. Putin. Und jetzt alle zusammen: P‐U‐T‐I‐N. :JAJA:


Die Russen kommen! (1)
Die Russen kommen! (2)

Brexit‐Eierlauf

»Bei einer Volksbefragung im Vereinigten Königreich am 23. Juni 2016 sprachen sich 51,89 % der Wähler für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union („Brexit“) aus.« [Quelle: wikipedia]

Anmerkung: Der Volksentscheid ist bald 3 Jahre alt und noch immer eiern und lavieren die politisch Verantwortlichen im Vereinigten Königreich herum, weil ihnen der Wille des Volkes wohl nicht in den Kram passt!?

»Theresa May lässt erneut über ihren EU‐Austrittsvertrag im Unterhaus abstimmen.«

Seltsam. Mehrwert‐Steuererhöhungen oder andere soziale Grausamkeiten werden viel schneller umgesetzt...Woran das wohl liegen mag?

Eigennützig Gemeinnützig (2)

Manche halten den (Börse-)Werte-Westen -und insbesondere Deutschland‐ immer noch für den Demokratie‐und‐Friedens‐Nabel der Welt. In was für einer Bananenrepublik wir eigentlich leben, erkennt man beispielsweise daran:

»Das globalisierungskritische Netzwerk Attac ist in seiner bisherigen Struktur nicht gemeinnützig. Der Bundesfinanzhof urteilte, Attac versuche mit seinen Kampagnen die politische Meinung zu beeinflussen.« (tagesschau.de vom 28.03.2019)

Gleichzeitig behalten Organisationen, wie die Bertelsmann‐Stiftung oder die »Initiative Neue soziale Marktwirtschaft« die vorrangig Industrie‐ und Konzerninteressen vertreten, ihre Gemeinnützigkeit. Industriewohl gleich Gemeinwohl? Was ist das für ein Verständnis von Gesellschaft?


Eigennützig Gemeinnützig
Typisch Bürgersöhnchen
Attac: Gemeinwohl ist politisch!

Apotheken: »Einfach unverzichtbar?«

Twitter‐Meldung vom 21. Dezember 2018

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA) hat im Mai 2018 eine deutschlandweite Kampagne gegen das vermeintliche »Apotheken‐Sterben« gestartet. Die Kampagne läuft vorerst zwei Jahre und das Budget liegt bei zwei Millionen Euro pro Jahr. Es gibt hierzu Motive und Medien‐Material in Apotheken, Print‐Anzeigen, Plakate auf öffentlichen Plätzen sowie eine intensive Social‐Media‐Kommunikation (#unverzichtbar).

Da ergreifen beispielsweise viele Bürgermeister deutschlandweit Partei für die Apotheken:

  • »Strukturen für gute Versorgung kommen nicht von alleine.« (Armin Elb, Bürgermeister von Wernau)
  • »Bei uns sind die Apotheken vor Ort auch sozialer Treffpunkt.« (Maik Strömer, Bürgermeister von Oranienbaum‐Wörlitz)
  • »Für den Fortbestand unserer Apotheken sollten wir vorbeugen.« (Anita Meinelt, Bürgermeisterin von Moosburg an der Isar)
  • »Jede Apotheke vor Ort ist eine Investition in unsere Zukunft.« (Norbert Büscher, Bürgermeister von Much)

Bürgermeister(innen) als Kronzeugen für die Vertriebseinrichtungen der Pharmaindustrie zu instrumentalisieren, hat nicht nur einen faden Beigeschmack, sondern lässt auch viel Raum für böse Verschwörungstheorien (»big pharma«) zu. Ob die Bürgermeister(innen) sich öffentlich auch für alternative Medien, Gewerkschaften, die Vermögenssteuer, linke Tageszeitungen, gegen Sozialabbau und gegen westliche Oligarchen sowie für Waffenexport‐Verbote in Steinzeit‐Diktaturen aussprechen würden?

Bürgerliche U‐Boote

Heute: die Taz.

Sie reden von Gleichberechtigung, Feminismus, Frauen und Identitätspolitik, aber meinen CDU, Bundeswehr und bürgerliche Werte. Sebastian Carlens fasst es bei der »Jungen Welt« sehr gut zusammen: Hauptsache, es geht irgendwie um Frauen. Da werden Angela Merkel (CDU), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Annegret Kramp‐Karrenbauer (CDU) gelobt und hochgeschrieben. Nicht wegen ihrer Inhalte oder Positionen (Haha! Als wenn das irgendjemanden interessieren würde!), sondern allein deshalb, weil sie eben Frauen sind. Das genügt doch! Und als Bonbon schaltet man in der Taz‐Printausgabe auch noch Anzeigen der Bundeswehr. Die Taz ist links. Genau. :KICHER:


Merkel‐Versteher
Was macht eigentlich Kristina Schröder (CDU)?

Echte Menschenfreunde

»Waschen und rasieren, dann finden Sie auch einen Job!«
— Kurt Beck (SPD) im Dezember 2006

»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!«
— Franz Müntefering (SPD) im Mai 2006

»Es gibt kein Recht auf Faulheit!«
— Gerhard Schröder (SPD) im Frühling 2001

»Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.«
— Guido Westerwelle (FDP) im Februar 2010

»Es geht um einen niederschwelligen Einstieg in die Altersvorsorge.“
— Brigitte Zypries (SPD) im Oktober 2010 zu ihrer Idee Pfandbons via App auf ein Renten‐Fonds einzuzahlen

»Eine große Anzahl der Türken und Araber hat keine produktive Funktion, außer für den Obst‐ und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln.“
— Thilo Sarrazin (SPD) im Oktober 2009

»Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen.«
— Henner Schmid (FDP) im Dezember 2008

»Ich halte nichts davon, wenn 85‐Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen.«
- Philipp Mißfelder (CDU) im Jahr 2003


»10 Aussagen von Menschenfreunden«

Lacher des Tages: die SPD

Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister via Twitter am 10. Februar 2019

Ich weiß nicht, ob ich lachen, heulen oder etwas zerstören soll!? Haben wir schon Fasching? Will Olaf Scholz beim Satire‐Magazin »Titanic« einsteigen? Hat die SPD ihren schlechten Humor wieder entdeckt? Haben Verschwörungstheoretiker, Putinversteher und Populisten die Genossen unterwandert? Glauben die auch selbst an das, was sie so von sich geben? :SHOCK:

»Höhe der Zeit« und »Modernisierung« sind Neusprech‐Hülsen für neoliberale Anpassungen, die Schaffung des größten Niedriglohn‐Sektors in Europa, die Installierung eines menschenverachtenden Schikane‐und‐Willkür‐Systems -auch Hartz4 genannt‐ sowie die großflächige Entrechtung und Enteignung von mittellosen Menschen. Und nun schlagen sie »abermals eine Modernisierung« vor? Das ist keine »SPD‐Erneuerung«, sondern eine Drohung! :SICK:

Nebenkriegsschauplätze

Liegt ein Punkt auf einer Geraden?

Die mediale Etablierung und Fokussierung auf gesellschaftspolitische Nebenkriegsschauplätze steht absolut im Zeitgeist. Hauptsache, es werden keine Eigentumsverhältnisse, keine geostrategischen Machtinteressen oder die neoliberale Wirtschaftsordnung thematisiert. Darüber spricht man nicht gern und wer das in irgendeiner Form öffentlich -und vor allem kritisch beleuchtet‐ ist wahlweise Populist, Verschwörungstheoretiker oder gar ein (verkappter) Antisemit. Fast jeder infantil‐banal‐idiotische Medienzirkus um jeden noch so nichtigen Schwachsinn, ist zur Ablenkung erlaubt und erwünscht. Nebenbei bringen vermeintliche Skandale, ganz im SEO‐Sinne, die so dringend benötigte Reichweite und Aufmerksamkeit, nach der die bürgerlichen Massenmedien so lechzen. Weiterlesen