Schwarzfahrer

Der Rassismus in Deutschland ist nie wirklich verschwunden. Im Zuge der Flüchtlingskrise (aber auch schon vorher mit Thilo Sarrazin´s „Thesen“) flammt er in Form von Pegida, AfD und der typisch deutschen Schrebergarten-Ausländerfeindlichkeit wieder auf. Der Kurzfilm „Schwarzfahrer“ wurde wohl bewusst in schwarz/weiß gehalten, da er zeitlos gültig ist. Ob im Jahr 1920 oder 2017, Deutschlands Mittelschichts-Nazis: „Ich habe ja nichts gegen Ausländer aber…solange sie sich benehmen und integrieren…der Türke im Hausflur grüßt auch ganz freundlich“ usw., sind wieder allgegenwärtig. An dieser Stelle noch einmal Danke an MT, der die mich auf diesen Film aufmerksam gemacht hatte. Übrigens: während „Schwarzfahrer“ rund 130.000 Aufrufe auf youtube hat, bekommt die Rede von Frauke Petry (AfD) in Landau ganze 220.000 Aufrufe.

Uran-Munition

Die Dokumentation „Deadly Dust“ (Todesstaub) von Grimme-Preisträger Frieder Wagner aus dem Jahre 2007 wird medial weiterhin totgeschwiegen. Wagner bekommt keine Aufträge mehr. Für die Doku findet sich bis heute kein Filmverleih und er läuft auch nicht im Fernsehen. Der Film thematisiert die Nutzung und die Folgen von Uran-Munition (in Deutschland hergestellt!), besonders in den vergangenen NATO-Kriegen. Wer den Film noch nicht kennen sollte: unbedingt nachholen!

Gregor Gysi (1998)

Fast alle Befürchtungen, die Gregor Gysi vor rund 20 Jahren zur Euro-Einführung geäußert hatte, haben sich bewahrheitet. Das ändert natürlich trotzdem nichts daran, dass die parlamentarischen, marktkonformen Einheitsparteien von CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE/AfD weiter so vor sich hin wurschteln wie bisher. Außerdem haben Rechthaber, Besserwisser und Klugscheißer schlechten Mundgeruch! Und Linke sowieso! :JAJA:

Über „Besorgte Bürger“

So sehen Empathie und Mitmenschlichkeit aus:

Anmerkung: Dennoch sollte man die (Abstiegs-)Ängste der Menschen nicht komplett verhöhnen. Es sind realexistierende Ängste. Nicht alle sind deshalb gleich Nazis. Mit solchen Pauschalverurteilungen treibt man sie in die Arme von rechten Rattenfängern.

Digitale Dystopien

Das erledigen heute smartphones:

Die Omnipräsenz des Smartphones scheint niemanden (mehr) zu kümmern oder zu stören. Man kann kaum noch im Augenblick leben, ihn genießen und auf sich wirken lassen. Alles wird mit dem smartphone via Foto und Video konserviert, sich in den Chats und sozialen Netzwerken inszeniert („Seht her! Mein tolles Leben! Mein süßes Kind! Mein gutes Aussehen! Meine niedliche Katze!“). Als ich letztens bei einer Tanz-Aufführung in einer großen Sporthalle von mehreren Schulen mit vielen Kindern war, saßen hunderte Eltern auf den Plätzen und hielten die ganze Zeit ihre smartphones hoch. Sie machten Fotos und/oder Videos. Es war eine Groteske. Wie in einem dystopischen Science-Fiction-Film.

Als ich mal an einem See war, haben sich zwei junge Mädchen vor ihren mobilen Endgeräten inszeniert, ohne auch nur einen Fuß in das Wasser zu setzen. Dann sind sie gegangen. Auf Facebook/WhatsApp stand dann bestimmt: „Coole Party am See gemacht“ oder so ähnlich. In Bus und Bahn hängt mittlerweile fast jeder vor diesen Geräten. Mit Stöpsel in den Ohren. Abgeschirmt. Isoliert. In einer Bespaßungs-Glocke. Im Museum, im Schwimmbad, im Kino, auf Wald-Spaziergängen, in Restaurants, auf Konzerten, auf Kinderspielplätzen, in den Schulen und auf den Arbeitsplätzen – es gibt keinen sozialen Raum mehr, der frei ist von Digitalisierung, Konservierung und (Selbst-)Inszenierung. Und dann wollen mir diese Junkies weismachen, das alles hätte keine langfristigen Folgen? :WTF:

Wer kein Geld hat

Wer kein Geld hat, ist eine gescheiterte Existenz.
Wer kein Geld hat, ist ein fauler Nichtsnutz.
Wer kein Geld hat, ist selbst schuld.
Wer kein Geld hat, ist ein Versager.
Wer kein Geld hat, ist unattraktiv.

Ist es nicht traurig, würdelos und erbärmlich, seine Mitmenschen nur nach ihrem finanziellen Vermögen und Besitz zu beurteilen?

„Aber liegt es nicht doch an der Person?“

Ein schönes Beispiel dafür, wie die Leitmedien immer wieder versuchen, die Linkspartei zu spalten, ihre Konzepte zu ignorieren und ihre gesamte Politik lächerlich da stehen zu lassen. Moderator Michael Hirz eiert fast in der gesamten Sendung herum, geht auf keine Antwort wirklich ein und versucht krampfhaft das Interview auf Personalfragen herunter zu brechen. Natürlich in der Hoffnung, dass Frau Wagenknecht irgendetwas belastendes über ihre Parteikollegen sagt, was dann morgen in allen bürgerlichen Massenmedien stehen würde, um die Linkspartei weiterhin nieder zu machen. Diese Medien-Bashing-Methode gegenüber der Linkspartei wird schon seit Jahren angewendet, aber von vielen immer noch als „Übertreibung“ bezeichnet. Dabei ist es nur folgerichtig, dass die Öffentlich-Rechtlichen, die fest in der Hand von CDU und SPD sind, sowie die privaten Massenmedien, die den Reichen gehören, keine Freunde von der Linkspartei sind.