Gut und Böse
22. August 2011 von epikur
Eigennutz ist gut. Egoismus ist böse.
Burger King ist gut. McDonalds ist böse.
Lohnarbeiter sind gut. Erwerbslose sind böse.
Liebe machen ist gut. Über Sex reden ist böse.
Kapitalismus ist gut. Massenentlassung ist böse.
Hunde sind gut. Schlangen und Spinnen sind böse.
Bratwurst essen ist gut. Massenschlachtung ist böse.
Anpassung und Schweigen sind gut. Kritiker sind böse.
Eigennutz ist gut. Egoismus ist böse.
Burger King ist gut. McDonalds ist böse.
Lohnarbeiter sind gut. Erwerbslose sind böse.
Liebe machen ist gut. Über Sex reden ist böse.
Kapitalismus ist gut. Massenentlassung ist böse.
Hunde sind gut. Schlangen und Spinnen sind böse.
Bratwurst essen ist gut. Massenschlachtung ist böse.
Anpassung und Schweigen sind gut. Kritiker sind böse.
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Diebisch wie eine Elster, geschmeidig wie eine Katze, schlau wie ein Fuchs, scheu wie ein Reh oder stumm wie ein Fisch? Fabeln und Märchen weisen Tieren Eigenschaften zu, personalisieren sie. Wir werden mit diesem Kulturkontext groß, leiten daraus moralisch gerechtfertigte Entscheidungen ab. Spinnen sind für viele eklig, hinterlistig und böse. Sie zu töten, sie zu zertreten bereitet den wenigstens ernste Gewissensbisse. Würde aber jemand öffentlich eine Katze töten, wäre der Aufschrei groß. Zumindest in Deutschland. Kann man Tieren einfach Kategorien wie »gut« und »böse« zuweisen? Hat nicht jedes Tier, jedes Lebewesen seine Berechtigung? Und auch wenn diese moralischen Kategorien erzogen worden sind, so erscheinen sie mir doch willkürlich festgelegt.