„Objektive Berichterstattung“

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Ausgaben im August 2017

Mir liegt es fern, einen Donald Trump zu verteidigen, seine vermeintliche Menschenverachtung zu relativieren oder seine Dampfplauderei zu verharmlosen. Nur, was die Massenmedien hier weltweit veranstalten, hat mit sachlicher, objektiver oder unparteiischer Berichterstattung absolut gar nichts mehr zu tun. Hier wird mit übelsten Methoden, Kampagnenjournalismus, Propaganda und US-Präsidenten-Bashing betrieben. Wie immer, wird hier die Macht von US-Präsidenten künstlich hochgeschrieben, um anschließend alle Probleme zu personalisieren und auf Trump zu schieben. Ob mit oder ohne Trump, der militärisch-industrielle Komplex, das US-Gefängnis-System, die US-Geheimdienste, Hedge Fonds, Ratingagenturen, Großbanken, große Wirtschaftskanzleien, kriminelle Mafia-Vereinigungen-und-Kartelle, Konzerne sowie Milliardäre sind und bleiben das eigentliche Problem.

Presseblick (65)

dernewsticker.de vom 15. Juli 2017

dernewsticker.de vom 15. Juli 2017

Junge Welt vom 10. August 2017

Junge Welt vom 10. August 2017

Nach der G20-Kampagne, dem Erstarken der AfD sowie einen weit um sich greifenden Flüchtlingshass, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, rund 180 Todesopfer seit 1990 durch rechte Gewalt, den „national befreiten Zonen“ in den neuen Bundesländern, der Pegida-Bewegung, mehr als 1.000 Angriffe auf Flüchtlingsheime im Jahr 2016 sowie den (immer noch nicht aufgeklärten!) NSU-Morden und den sechs „zufälligen“ toten Zeugen – kommt die eigentliche Gefahr von links! Und zwar nur von links! :BULLE:   Weiterlesen

Zum Schweigen bringen

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  • Wer Zusammenhänge, Hintergründe oder ökonomische Abhängigkeiten untersuchen und beleuchten will, ist ein Querulant oder Verschwörungstheoretiker.
  • Wer alternative Perspektiven, Analysen oder Bewertungen vornehmen möchte, betreibt Fake News.
  • Wer gegen Kapitalismus, Reichtum und Korruption argumentiert, ist wahlweise ein Steinzeit-Kommunist, Gefährder oder Populist.
  • Wer nicht an den radikalen, neoliberalen und marktkonformen Mitte-Einheitsbrei glauben will, ist ein verfassungsfeindlicher Chaot und Extremist.
  • Wer an Empathie, Solidarität und Mitmenschlichkeit glaubt, der ist linksgrünversifft, ein Gutmensch und Weltverbesserer.
  • Wer unbequeme Wahrheiten ausspricht, betreibt Hate Speech oder ist ein Troll.
  • Dann gäbe es noch: Träumer, Antiamerikaner, Globalisierungsgegner, Sozial Schwache, Sozialromantiker, Spinner, Sozialschmarotzer, Antisemiten, Ewiggestrige,  Aluhüte, Putinversteher, Querfrontler, bildungsferne Schichten, Armutszuwanderer und viele mehr.

Meinungsfreiheit ist heute eine neoliberale Verpflichtung, zu stigmatisieren, zu diffamieren und zu denunzieren.

Presseblick (64)

sueddeutsche.de vom 28. Juni 2017

sueddeutsche.de vom 28. Juni 2017

„Katastrophale Fehler, Dramatische Versäumnisse und Pannen beim Verfassungsschutz“ – so bezeichnet die Systempresse den bis heute nicht aufgeklärten NSU-Skandal. Zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge, 15 Banküberfälle und bisher sieben tote NSU-Zeugen. Gegen die RAF wurde mit aller Härte und Entschlossenheit vorgegangen. Aber der NSU-Ausschuss stellt nun seine Arbeit ein. Rechtsstaat Deutschland. :SICK: Weiterlesen

Die G20-Medien-Hölle

tagesschau.de vom 10. Juli 2017

tagesschau.de vom 10. Juli 2017

Ich war bei den diesjährigen G20-Protesten in Hamburg nicht dabei. Ich kann also nicht berichten, was sich wann und wie vor Ort wirklich abgespielt hat. Für die bürgerlichen Massenmedien, die natürlich immer sofort zur Stelle sind, um das Kapital zu verteidigen und um systemkritische Menschen zu diffamieren, sind die Schuldigen stets die Gleichen: die Demonstranten. Auch das Ritual, nur von Randale, Chaos und Gewalt zu berichten, anstatt auch mal einen Veranstalter und/oder Demonstranten zu interviewen, also die eigentliche Motivation für den Protest komplett medial zu verschweigen und zu ignorieren, wird bei großen Protesten schon seit Jahrzehnten so gehandhabt. Auch von Agent Provocateurs ist natürlich nie eine Rede. Eine kleine Presseschau. Natürlich ohne Links, denn man muss die Systempresse nicht auch noch mit Klicks unterstützen. ;) Weiterlesen

Werbesprech

werbesprech_titelSprache lenkt Denken, Meinung und Wertung. Häufig subtil, indirekt und schleichend. Assoziationen und Konnotationen werden konstruiert und/oder ausgebeutet. Politik, Wirtschaft und Medien instrumentalisieren stets die Sprache im Sinne ihrer Interessen. Im Medienzeitalter sind Neusprech, Euphemismen, Bullshit-Bingo-Phrasen, Diffamierungsbegriffe und Umdeutungen ganz reale Alltagsphänomene. Insbesondere die kommerzielle Propaganda mit ihren Werbe-, PR- und Marketing-Soldaten tauchen die Wahrnehmung unserer Lebenswelten in zwangsoptimistische Blendlichter:

  • Gratis, umsonst und kostenlos statt: Sie zahlen mit ihren Daten, ihrer Zeit und ihrer Aufmerksamkeit
  • Hype statt Übertreibung, Lüge und einseitige Berichterstattung
  • Sponsored Story/Advertorial statt gekaufter Beitrag
  • Hardware-News statt versteckte Produkt-Reklame
  • Messe/Pressekonferenz statt Dauerwerbeveranstaltung
  • Leak statt PR-Meldung

>> Marketing-Deutsch
>> Der Gratis-Schwindel
>> Neusprech: Authentisches Marketing

Presseblick (63)

bento.de vom 22. Mai 2017

bento.de vom 22. Mai 2017

Nike Laurenz beschwert sich auf bento.de über die zunehmenden Abzocker-Mentalitäten und Unfreundlichkeiten via ebay-Kleinanzeigen. Auch hier: keine Ursachen-Analyse. Stattdessen wird sich im klein-klein ausgetobt. Es ist mittlerweile ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, dass viele Menschen schneller gereizt sind, deutlich unfreundlicher und aggressiver bei Konflikten oder Problemen agieren, als noch vor 30 Jahren. Woran das wohl liegen mag, Frau Laurenz? Weil die Leute irgendwie alle doof sind (außer man selbst natürlich!)? Oder liegt es womöglich auch daran, dass die politisch gewollte Massenarmut, steigende Lebenshaltungskosten, der Arbeitsdruck sowie ganz allgemein das menschenfeindliche Klima in Politik, Wirtschaft und Medien stark zugenommen haben? Weiterlesen

Presseblick (62)

Die diesjährige re:publica (#rp17) hatte den RBB eingeladen und debattierte über Fake News, Shitstorms und Hate Speech. Sie ist wohl endlich angekommen.

Die diesjährige republica (#rp17) hatte den RBB eingeladen und debattierte über Fake News, Shitstorms und Hate Speech. Sie ist wohl endlich angekommen.

Der Kampfdiskurs um Meinungs- und Deutungshoheit (aka Fake News, Hassbotschaften und Social Bots) ist weiterhin in vollem Gange. Die bürgerlichen NATO-Massenmedien diskreditieren jeden, der den herrschenden Narrativen widerspricht. Neuestes Opfer: Michael Lüders. Er hat es gewagt, die Verantwortung der Türkei und der US-Regierung im Syrien-Konflikt im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen zu thematisieren. Jetzt gilt er als „umstritten“ und bald auch als „Populist“ und „Verschwörungstheoretiker“. Wieder einer mehr. Auch der Spiegel schießt weiter gegen NATO-Kritiker: „Jeder zweite Amerikaner glaubt mindestens eine Verschwörungstheorie, auch in Deutschland wächst die Zahl der Anhänger kruder Gedankenkonstruktionen.“ Für den Schmonz soll der Leser auch noch via Spiegel Plus bezahlen. :MAD:   Weiterlesen

Profit vs. Mensch

RT Deutsch vom 11. April 2017

RT Deutsch vom 11. April 2017

„Als Arbeitgeber musst du deinen Arbeitnehmern den Eindruck vermitteln, ihnen würde das Unternehmen gehören. Sobald sie das Gefühl haben, daran teilzuhaben, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass sie bei der Arbeit ihr Bestes geben.“

Saleh Amiralai auf dem Coaching-Blog hirnpuls.de vom 22. September 2016

Anmerkung: Die gleiche Hirnvernebelungstaktik wird betrieben, wenn man immer wieder -auch und gerade von linken Publikationen- liest, dass Profite ja wichtig seien, damit man Mitarbeiter bezahlen könne. Dabei ist es exakt umgekehrt: Arbeiter gibt es eben nur deshalb, weil man mit ihnen Gewinne produzieren kann. Sobald Unternehmer jedoch kostengünstiger mit Robotern und/oder Maschinen Profite erwirtschaften können, werden die Angestellten gnadenlos entlassen. Industrie 4.0. Automatisierung. Digitalisierung.

Neusprech: Kaufkraftarmut

Demnach beträgt der Anteil der Kaufkraftarmen in Berlin 21,3 Prozent, nur in Bremen gibt es mit 24,6 Prozent noch mehr Kaufkraftarmut.“

tagesspiegel.de vom 2. März 2017

ZG-Artikel: Neusprech HeuteDer Begriff „Kaufkraftarmut“ setzt sich aus den Wörtern Kaufkraft und Armut zusammen. Das Institut für Wirtschaft in Köln definiert das Schlagwort so: „Die Kaufkraftarmut ist der Anteil an Personen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des regional preisbereinigten deutschen Medianeinkommens; in Prozent der Bevölkerung.“ Um den Begriff der Armut werden regelrechte Diskurs- und Statistik-Kriege geführt. Immer mit dem Ziel, Massenarmut weg zu rechnen und finanzielle Existenznot von Millionen von Menschen in Deutschland nicht anzuerkennen, weil sie nach Statistikberechnung X oder Methode Y nicht mehr als arm gelten (sollen). Weiterlesen