Wer hält Westerwelle auf?
19. Februar 2010 von epikur








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1.) Das Heer der Arbeitslosen lernt qualifiziert Briefe zu beschriften und die Briefmarken an die richtigen Stellen zu kleben. Damit erhöhen sich ihre Chancen einen Job (keinen Arbeitsplatz!) zu finden beträchtlich.
2.) Das Heer der Arbeitslosen sorgt für Beschäftigung in der Berufsweiterbildungsindustrie, verschönert die schnöde Arbeitslosenstatistik und lernt, sich nach dem Toilettengang endlich die Hände zu waschen. Letzteres sollte als Berufsqualifizierung in jedem Lebenslauf nicht fehlen!
3.) Das Heer der Arbeitslosen lernt -unter Anleitung und Aufsicht- qualifiziertes surfen im Internet. Das kann schließlich nicht jeder!
»Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken«
- SGB 2, § 2 »Grundsatz des Forderns«
Siehe auch: Report München vom 18. Januar 2010
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Eine neue Studie der Deutsche Bank Stiftung kommt zu dem Schluss, dass der Mensch von Natur aus ein faules und schmarotzendes Wesen ist. In einer mehrjährigen Forschungsstudie, wurden mehrere Millionen Menschen in Deutschland bei ihrer Arbeitslosigkeit beobachtet. Die Wissenschaft ist sich sicher: Ohne Zwänge Anreize von außen ist der Mensch ein wertloses Stück Scheiße. Die schwarz-gelbe Regierung fühlt sich in ihrer Politik bestätigt und hat angekündigt, weitere Maßnahmen gegen ALG2-Empfänger gesetzlich zu verankern.
Die Peitsche ist dem Recht gewichen.
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»Kündigungen wegen kleiner Diebstähle sind nach Meinung der Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts gerechtfertigt. Derartige Fälle hatten 2009 wiederholt für Aufregung gesorgt.«
- Meldung von Zeit.de vom 29. Dezember 2009
Anmerkung: Gerichtspräsidentin Ingrid Schmidt hat vollkommen Recht! Es ist und bleibt Diebstahl! Der Wert der gestohlenen Sache darf dabei ja keine Rolle spielen. Es geht hier ums Prinzip! Selbst wenn es, wie z.B. im Fall der liegengebliebenen Pfandbons der Kaisers-Kassiererin im Wert von 1,30€, nur ein Verdacht war. Weiterlesen »
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…lässt uns Christine Kruttschnitt im Stern daran teilhaben, wie die wirklich wichtigen Menschen (ihr wisst schon: die Stars!) ihre Weihnachtseinkäufe machen und was sie so verschenken. Wenn nun jemand auf die Idee kommen sollte, dass wäre billigstes Boulevard-Niveau, der täuscht sich gewaltig. Selbst Gala und Bunte können von der lieben Christine noch was lernen. Knallhart recherchiert und brutalstmöglich geschrieben mit einem Hang zum Schwachsinn:
Wir wissen natürlich nicht, ob Pamela Anderson in diesem Jahr schon wieder ein Buch gelesen hat. Oder ob Kate Hudson ihren mittlerweile Sechsjährigen noch einmal in einen Zopfmusterpullover stopfen kann. […] Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder »gute« Geschenke, die ein Hollywood-Star seinen hundert engsten Freunden machen kann. Patenschaften für Eisbären zum Beispiel. […] Victoria Beckham ist Stammkundin, das sollte eine Warnung sein für all diejenigen, die 150-Euro-Jeans für eine Lebensinvestition halten.
Bei soviel geistigem Dünnpfiff können die Feiertage ja nur gut werden, oder?
Frohes Fest euch allen!
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»Unbekannte haben am Eingangstor zum früheren KZ Auschwitz das Schild mit der Aufschrift »Arbeit macht frei« gestohlen. Zahlreiche Polizisten sind auf der Suche nach den Tätern. Von ihnen fehlt jede Spur.«
-Meldung von SpiegelOnline vom 18. Dezember 2009
Das ist doch eindeutig wer das war! Ein Anhänger der FDP! Schließlich sind bei dieser menschenfreundlichen Partei, die stets nur an das schwächste soziale Glied in der Gesellschaft denken, Arbeit und Freiheit die zentralen Begriffe: »Arbeit hat Vorfahrt«, »Arbeit muss sich wieder lohnen« oder »Aufbruch für mehr Arbeit« sind nur wenige Slogans der Freien Demokratischen Partei. Schon der Nachwuchs, die jungen Liberalen gehen mit geistigen Ergüssen dieser Art in die Offensive und schämen sich auch kein Stück dafür. Weiterlesen »
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Vor einiger Zeit starteten wir einen Aufruf zur inhaltlichen Verstärkung des Blogs und des Magazins. Nachdem uns einige Einsendungen erreicht haben, präsentieren wir heute einen ersten Gastbeitrag von Christian Klotz, der in seinem Blog meist kurze philosophische Aphorismen und rhetorische Spitzen zum besten gibt. In seinem heutigen Gastbeitrag schreibt er eine Satire über Armut und Reichtum. Weiterlesen »
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Arbeit, Arbeit, Arbeit. (Lohn-)Arbeit ist der Sinn des Lebens. Nur wer arbeitet, für seinen Herren schuftet und ein paar Brotkrumen von ihm bekommt, soll Anerkennung erhalten. Arbeitslose sind faule Säcke, Asoziale, Überflüssige. Wir wollen und wir brauchen sie nicht. Jeder der arbeiten will, findet doch auch Arbeit! Dem folgt also, dass Arbeitslose nicht arbeiten wollen. Sie sind Schmarotzer, Parasiten, leben auf Kosten der Allgemeinheit. Sie zu treten, ihnen Verachtung ins Gesicht zu schleudern ist legitim – ja, die Pflicht eines jeden aufrechten Arbeiters! Denn nur wer auch arbeitet, ist ein wertvoller Mensch. Arbeit, Arbeit, Arbeit.
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Irgendwann einmal wurden klare Genredefinitionen bei Filmen und Fernsehformaten gesprengt und da der Bedarf für eine Kategorisierung weiterhin bestand wurden diverse Subgenres geboren. So oder so ähnlich stelle ich mir das zumindest vor.
Die Dokumentation ist ihrem Namen nach ein Format welches authentische Verhältnisse darstellt und sie möglichst wenig beeinflusst. Eines Tages kam aber vermutlich jemand zu der Erkenntnis, entsprechend der Heisenbergschen Unschärferelation, dass der Beobachter immer Einfluß hat auf das zu beobachtende Objekt und somit diese künstlich auferlegte Zurückhaltung abzulegen sei.
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