„Erwachsene sind doof!“

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Mir fällt auf, dass ich bei kleineren und/oder größeren familiären Feiern oder Festlichkeiten von Freunden und Bekannten, kaum noch Bock auf Erwachsene habe. In der Regel dreht sich alles immer um das große Fressen Buffet, den Kuchen oder das Essen. Sobald es verteilt oder eröffnet wurde, stürzen sie sich drauf und schlagen sich die Bäuche voll, als gäbe es kein Morgen mehr. Dann verteilen sich die Herrschaften in kleineren Grüppchen und reden über die typischen Themen: Geld, Wohnung, Lohnarbeit, Sozial-Status, Kinder, Smartphones, Urlaub, Haus, Garten, Auto, Fussball… bla bla bla – der übliche kleinbürgerliche Biedermeier-Spießer-Weltverleugnungs-Selbstentfremdungs-Bullshit. Spätestens dann entferne ich mich regelmäßig von den Sitzfleisch-Labergrüppchen und suche die Nähe der mitgebrachten Kinder bzw. meines eigenen Sohnes. Ich muss mich nicht regelmäßig im Kreis und um mich selbst drehen. :NENE: Weiterlesen

Der pädagogische Happen (17)

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(An einer Seilbahn. Ein Mann spricht ein Mädchen an.)

Vater: „Du? Könntest Du Dich vielleicht auch hinten anstellen, wie alle anderen Kinder auch?“
Mutter: „Entschuldigung. Wer sind Sie? Wieso reden Sie mit meiner Tochter?“
Vater: „Ich bin der Vater von Lucy, die sich gerade hinten anstellt, um auch Seilbahn fahren zu dürfen. Ihre Tochter hat sich hier gerade vorgedrängelt und ich habe gesehen, dass Sie das auch gesehen, aber nichts dazu gesagt haben! Deshalb habe ich Ihre Tochter darauf hingewiesen!“
Mutter: „Wollen Sie mir etwa sagen, das ich eine schlechte Mutter bin?“
Vater: „Ich möchte nur, dass Ihr Kind sich wie alle anderen Kinder auch hinten anstellt und sich nicht vordrängelt!“
Mutter: „Bitte reden Sie nicht mehr mit meiner Tochter!“

In der Zwischenzeit entfernen sich beide Kinder von der Seilbahn und wollen etwas anderes spielen.

(Bisherige Folgen)

Der pädagogische Happen (16)

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Chef: „Frau Schulz, leider müssen wir uns von Ihnen trennen. Wir haben uns die Zusammenarbeit mit Ihnen etwas anders vorgestellt. Wir wünschen Ihnen für Ihre berufliche Zukunft alles Gute!“

Mutter: (Verkäuferin wird in der Probezeit ohne Angabe von Gründen gekündigt.) „Feuern Sie mich jetzt, weil mein vierjähriger Sohn so oft krank war und ich leider keine andere Betreuungsmöglichkeit hatte? Schließlich bin ich jetzt gerade erst seit Zwei Tagen wieder auf der Arbeit?“

Chef: „Nein, die Entscheidung ist schon lange davor gefallen.“

Mutter: „Sie haben mich doch selbst gerade vor drei Wochen ausgiebig für meine Leistungen gelobt! Und auch von meinen Kollegen höre ich nur Gutes! An meiner Arbeit kann es doch dann nicht liegen?“

Chef: „Sie passen einfach nicht zu uns, Frau Schulz! Eine weitere Begründung werde ich nicht abgeben!“

(Bisherige Folgen)

Der pädagogische Happen (15)

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(Schulhort. Abmeldung. Das Telefon klingelt.)

Pädagoge: „Schulhort. Herr Lehmann am Apparat. Ich grüße Sie!“

Mutter: „Ja, Hallo! Hier ist die Mutter von Jan-Felix. Da es draußen in Strömen regnet, soll mein Sohn heute nicht alleine nachhause gehen. Er könnte ausrutschen oder ein Baum könnte ihn durch Wurzelaufweichung erschlagen. Ich hole ihn heute lieber selbst ab!“

Pädagoge: „Ok. Alles klar. Ich mache einen Vermerk und gebe es an die Kollegen weiter.“

Mutter: (kommt deutlich zu spät. Überzieht um mehr als 30 Minuten ihre vertraglich zugesicherte Hortzeit für ihren Sohn.) „Ah hey. Ich habe es leider nicht schneller geschafft.“

Pädagoge: „Hallo Frau Kaditz. Leider haben Sie diesen Monat bereits fünf mal die Zeit überzogen. Vielleicht sollten Sie ihr Hortmodul entsprechend anpassen?“

Mutter: (Wütend. Uneinsichtig.) „Kommt gar nicht in Frage! Es hat halt geregnet!“

(Bisherige Folgen)

Klettergerüste einsparen

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An einer Schule in Berlin war ein Klettergerüst auf dem Schulhof nach gut 30 Jahren hinüber. Nachdem es vom Grünflächenamt sachgerecht abtransportiert wurde, begann der Kampf um ein neues Klettergerüst. Während sich Kommunalpolitiker gerne vor Ort mit Leuchtturm-Inklusionsprojekten oder bei anderen entsprechenden Anlässen gerne als bildungspolitische Vorzeige-Gestalten inszenieren, gehen sie sofort in Deckung, wenn es um nachhaltige Finanzierungen geht. Lehrer, Hort-Erzieher und Eltern mussten regelrecht Sturm laufen, Briefe schreiben, Spenden sammeln und einen Förderverein gründen, damit die rund 500 Kinder nach fast einem Jahr endlich ein neues Klettergerüst auf dem Schulhof haben konnten. Fast Zwei Drittel der Kosten wurden am Ende vom Förderverein getragen.

Der pädagogische Happen (14)

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Mutter: „Du, unser Sohn ist gerade bei seinem Freund. Könntest Du bitte alle Spielzeug-, Holz- und die Legowaffen aus seinem Zimmer entfernen? Ich möchte keine Gewalt und keine Kriegsspiele mehr in unserer Wohnung!“

Vater: „Aber er spielt doch so viel damit! Und es ist ihm so wichtig!“

Mutter: „Ich will hier keine Aggressionen mehr haben! Wenn weniger Kinder mit Waffen spielen würden, dann hätten wir auch weniger Kriege auf der Welt!“

Vater: „Ich finde nicht, dass er aggressiv ist, wenn er sich spielerisch austobt. Besser so, als wenn er seine Körperlichkeit unterdrückt und es dann an anderer Stelle herausbricht, wo es womöglich nicht hingehört.“

Mutter: „Immer musst Du mir widersprechen und in meine Erziehung reinreden! Machst Du das jetzt bitte oder soll ich selbst die Spielzeugwaffen entfernen?“

(Bisherige Folgen)

Kinder in Deutschland; Teil 42: Hausaufgaben

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„Hausaufgaben sind Hausfriedensbruch.“

Hans-Peter Vogeler, ehemaliger Vorsitzender des Bundeselternrats am 12. November 2015 auf Spiegel Online

Sobald die Kinder in die Schule gehen, sind Hausaufgaben immer wieder ein großes Konflikt-Thema. In der Schule, mit den Lehrern und vor allem Zuhause. Mit Ausnahme einiger reformpädagogischer Konzepte, Lehrern und Schulen, müssen sich alle Kinder und Eltern irgendwann damit auseinandersetzen. Nicht selten gibt es hier große Probleme. Weiterlesen

Der pädagogische Happen (13)

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Mutter: „Na, wie war der Tag heute?“

Erzieherin: (lächelt freundlich, versucht diplomatisch zu sein) „Schwierig. Oskar hat heute Steine nach Sophia geworfen und sie leider auch direkt am Auge getroffen. Sie musste im Krankenhaus behandelt werden.“

Vater: „Oh, das tut mir leid. Aber, das hatte doch sicherlich eine begründete Vorgeschichte, oder? Er würde sowas nie einfach nur so machen!“

Erzieherin: „Das Ganze ging sehr schnell, aber ich habe es genau beobachtet. Er hat Steine aus unserem Garten aufgehoben und sie direkt auf Sophia geworfen. Es gab vorher keine Interaktion zwischen den beiden. Außerdem mussten wir ihn heute Morgen aus der Sportgruppe nehmen, weil er ständig in körperlichen Konflikten involviert war.“

Mutter: „War das mit Christian? Dem Integrationskind? Der ist aber auch nicht Ohne!“

Erzieherin: „Leider gab es dann heute Nachmittag noch einen Vorfall. Nachdem meine Kollegin ihn ermahnt hatte, nannte er sie…Fotze.“

Vater: (wütend) „Jetzt reicht es mir aber! Unser Sohn tut so etwas nicht!“ (Er nimmt seine Frau an die Hand, sie wenden sich ab und gehen ihren Sohn holen.)

(Bisherige Folgen)

Aus Sicht der Kinder

Hervorragendes Lied aus Kinder- und Jugendperspektive über das Erwachsen-Werden und den starken Leistungsdruck, der auf Kinder ausgeübt wird. Erwachsen-Werden und-Sein ist im neoliberalen Alltag mit Lohnarbeit, Selbstentfremdung und Geldfetisch für viele Kinder kein erstrebenswertes Ziel mehr. Warum auch? „Ein Kind macht kein Spaß. Ein Kind soll sich lohnen. Ein Kind muss man füttern, mit Informationen.“

Der pädagogische Happen (12)

_happen_Ein achtjähriger Junge spielt und tobt sehr laut in der Bahn. Dabei nimmt er keinerlei Rücksicht auf andere Fahrgäste, verteilt den Dreck unter den Straßenschuhen auf den Sitzen und rempelt andere Menschen an. Die Mutter tut zuerst so, als würde sie es nicht mitbekommen und hat dann sichtlich Mühe ihr Kind zur Rücksichtnahme zu bewegen. Als irgendwann ein junger Mann, Mitte Zwanzig, den Jungen direkt -aber freundlich-bestimmend- darauf anspricht, ist die Mutter auf einmal doch in der Lage, lauter zu werden:

Mutter: „So reden Sie nicht mit meinem Sohn! Was glauben Sie eigentlich wer Sie sind?“

Mann: „Ich bin nur ein unbedeutender, junger Mann, der nach einem harten Arbeitstag ein wenig Ruhe auf dem Heimweg haben möchte. Warum reden Sie eigentlich in diesem Ton nicht mit ihrem Sohn?“

Mutter: „Wie ich mit meinem Sohn rede und wie ich ihn erziehe, ist ganz allein meine Sache und geht Sie nicht das Geringste an! Was verstehen Sie schon davon? Sie sind ein Mann und hatten das Kind nicht in ihrem Bauch!“

Mann: „Ich habe auch einen Sohn. Und er ist in der Lage Rücksicht zu nehmen!“

Mutter: „Ist mir doch egal!“ (wendet sich ab und geht mit ihrem Sohn aus der Bahn)

(Bisherige Folgen)