Gut und Böse
22. August 2011 von epikur
Eigennutz ist gut. Egoismus ist böse.
Burger King ist gut. McDonalds ist böse.
Lohnarbeiter sind gut. Erwerbslose sind böse.
Liebe machen ist gut. Über Sex reden ist böse.
Kapitalismus ist gut. Massenentlassung ist böse.
Hunde sind gut. Schlangen und Spinnen sind böse.
Bratwurst essen ist gut. Massenschlachtung ist böse.
Anpassung und Schweigen sind gut. Kritiker sind böse.
Eigennutz ist gut. Egoismus ist böse.
Burger King ist gut. McDonalds ist böse.
Lohnarbeiter sind gut. Erwerbslose sind böse.
Liebe machen ist gut. Über Sex reden ist böse.
Kapitalismus ist gut. Massenentlassung ist böse.
Hunde sind gut. Schlangen und Spinnen sind böse.
Bratwurst essen ist gut. Massenschlachtung ist böse.
Anpassung und Schweigen sind gut. Kritiker sind böse.
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Kann es Authentizität in einer Welt voller Verkäufer, Marken, Images, Logos und Corporate Identitys überhaupt noch geben? Woran erkennt man, dass man ganz bei sich selbst ist und nicht fremdbestimmt handelt? Sich zu verkaufen, sich positiv zu präsentieren und zu inszenieren, unabhängig von der eigenen Gemütslage und Persönlichkeit, wird nicht nur in der Lohnarbeitswelt gefordert, sondern ist auch gang und gäbe im zwischenmenschlichen Bereich. Vielen geht das ins Blut über. Besucht man diverse Singlebörsen, präsentieren sich die Nestsucher von ihrer vermeintlichen Schokoladenseite. Sie möchten, dass ein verkaufsförderndes Bild im Persönlichkeitsmarkt über sie entsteht. Der Glaube an Marken, Bilder und Images hat zunehmend den Rang eines religiösen Dogmas.