»Gesundheitsindustrie«

Vor rund 10 Jahren hatte ich ein medizinisches Erweckungserlebnis. Ich konnte auf einmal schwer atmen, meine Stimme wurde »metallisch« und jedes Schlucken schmerzte stark. Typisch Kerl, der ich manchmal auch bin, verharmloste und relativierte ich die Sache und glaubte, das wird sich schon wieder von alleine legen. Bisschen was trinken, ausruhen und gut ist. Leider wurde es immer schlimmer. Meine Freundin schleifte mich dann mit aller Gewalt zur Ersten Hilfe eines nahegelegenen Krankenhauses. Eine Stunde später war ich im OP-Saal. Diagnose: ständig wachsender Zungengrundabszess und aktue Erstickunsgefahr. Weiterlesen

Lebensfreude (3)

Sommer. Juli 2021. Rund 30 Grad warm. Die Inzidenz in Berlin ist unter 5. Die Pandemie ist hier faktisch ausgesetzt. In den Panikmedien (»Die Delta-Mutante geht um!«) findet sie natürlich weiterhin statt. In meiner Schule wird ein Sommerfest gefeiert. Es wird gelacht, getobt, getanzt, gesungen, gegessen und getrunken. Die Kinder spielen miteinander und mit den pädagogischen Fachkräften. Die Stimmung ist fröhlich, ausgelassen und heiter. Die meisten Eltern, die ihre Kinder abholen, freuen sich mit.

Die stellvertretende Leitung sowie andere Kolleginnen, sitzen mit Kaffeefilter vor der Fresse in den Innenräumen sowie im Büro und vergraben ihre Köpfe vor Laptops und Listen. Sie finden so ein Fest, sei »unverantwortlich«. Wegen Corona. Superspreader-Event. Kinder seien Biowaffen. Und das sagen und denken Pädagoginnen. Die Anwälte der Kinder. Ungezwungene Lebensfreude sowie eine empathische Kinderperspektive kennen sie seit März 2020 nicht mehr. Sie kennen nur noch Anweisungen, Belehrungen, Verächtlichmachung und einen autoritären Duktus. Sie starren wie gelähmt auf den Tod und vergessen dabei das Leben.


Lebensfreude (1)
Lebensfreude (2)

Menschen sterben. Immer.

»Der Tod betrifft uns nicht. Solange wir da sind, ist er nicht; und wenn er da ist, sind wir nicht mehr.«
(Epikur um 341 — 270 v. Chr., griechischer Philosoph)

Vor rund einem Jahr habe ich bereits das Thema »Angst vor dem Tod« angerissen. Genau die scheint mir bei vielen Menschen immer noch tief in den Knochen zu stecken. Das ist auch keine »Solidarität« mit den Alten, sondern schlicht existenzieller Selbsterhaltungstrieb. Philosophen, Psychologen und alle Religionen haben sich mit dieser Angst schon viel beschäftigt. Fast alle kommen letztendlich zum Fazit, dass eine Angst vor dem Tod, eine Furcht vor der Freiheit, einen Kontrollverlust sowie eine Angst vor dem Leben an sich darstellt. Vermeintlich schlechte Entscheidungen zu treffen und die entsprechenden Konsequenzen tragen zu müssen. Aber Ängste überwinden lernen, Risiken meistern und Gefahren sowie Herausforderungen bestehen, machen das Leben nicht nur lebenswert, sondern erst zu einer glücklichen Veranstaltung. Wer sein Fokus nur noch auf das pure Überleben sowie auf die Überwindung des Todes und nicht mehr auf ein lebenswertes Leben richtet, stirbt oder ist schon längst tot. Weiterlesen

Lebensfreude (2)

Lacht. Tanzt. Singt. Tobt. Spielt. Lebt. Liebt. Ergebt euch nicht der Coronoia! Trefft euch mit Freunden und der Familie. Kocht. Habt Spaß. Erkundet alle Wälder und Parks in eurer Umgebung. Geht wandern. Macht Fahrrad-Touren. Picknickt ausgiebig. Hört Musik. Habt Ihr Kinder und/oder Haustiere, dann beschäftigt euch ausgiebig mit Ihnen. Schöpft Kraft aus gegenseitiger Zuneigung. Umarmt euch. Küsst euch. Lest Bücher auf dem Balkon, im Park, am See oder im Garten. Lasst die digitale Ersatzbefriedigung für einen Tag liegen. Sollen die nekrophilen Machtpolitiker und masochistischen Maßnahmenbefürworter sich ihre depressiv-schwermütigen Lockdowns in ihre Hintern schieben!

Erfreut euch an den kleinen Dingen des Lebens. Kinder, die einfühlsam mit Tieren und/oder Kleinkindern umgehen. Beobachtet das Erwachen des Frühlings. Schenkt einem Fremden unerwartete Freundlichkeit. Treibt Sport. Geht laufen. Spielt Fussball, Basketball, Tischtennis, Frisbie oder Badminton. Schwimmt im See. Trinkt Cistus- oder Lapachotee. Tankt Sonne! Besorgt euch einen Boxsack und klebt die Visagen von Drosten und Lauterbach drauf. Macht regelmäßige Brettspiel-Abende. Genießt das Leben. Ihr habt nur das Eine. Ergebt euch nicht der Angst und dem Hass, denn die machen euch krank. Lasst Freude und Liebe in euer Herz!


Lebensfreude
Verschwende Dein Leben!

Lebensfreude

Tegeler Forst in Berlin. Januar 2021.

Am letzten Wochenende war ich Schlittenfahren. Vom Insulaner-Berg mitten in Berlin. Die Menschen haben gelacht. Sich angelächelt. Spaß und Freude gehabt. Man ist schnell ungezwungen ins Gespräch mit seinen Mitmenschen gekommen. Vor allem viele Väter sind mit ihren Kindern in einem Affenspeed den Berg hinunter gerodelt. Es gab auch kleinere Crashs. Aber nichts ernstes. Die Stimmung war ausgelassen fröhlich. Sie hat mir das Herz erwärmt. In einer Zeit, in der Hetze, Hass und Ausgrenzung gegenüber jeden Maßnahmen-Kritiker digital (aber auch analog) an der Tagesordnung sind, war das eine zärtliche Atmosphäre der Mitmenschlichkeit. Es gab zwar ein paar Hypochonder, die eine Maske auf dem Schlitten anhatten, aber die konnte man ignorieren. Die Polizei war auch nicht vor Ort, um uns zu vertreiben.

Ob Angela Merkel, Jens Spahn oder Christian Drosten diesen Winter noch Schlitten fahren werden? Ob sie in ihrem Leben mit Kindern schon mal eine Schneeballschlacht gemacht haben? Ob sie noch wissen, wie man einen Schneemann baut? Ob sie noch in der Lage sind, mit anderen Menschen gemeinsam einfühlsam zu lachen, die beim Rodeln einen ungefährlichen Stunt hinlegen? Ob sie Kleinkindern aus dem Schnee hochhelfen? Können sie sich überhaupt noch in Menschen hineinversetzen, die den Augenblick genießen und einfach nur ausgelassen leben wollen? Oder sind ihre Herzen durch Machtgier verhärtet und ihre Seelen durch Kontrollwahnsinn vergiftet? Und wie ist es bei den angstzerfressenen Maßnahmen-Befürwortern? Wisst Ihr noch, was unbeschwerte Lebensfreude ist?


»Verschwende Dein Leben!«
Lieblosigkeit macht krank — Gerald Hüther im Gespräch

Spaßbefreit

Die Deutschen lieben ihre Verbote, Gesetze, Regeln und Verordnungen.

Der Corona-Wahnsinn gefällt nicht nur dem autoritären Charakter, sondern auch dem spaßbefreiten Neo-Biedermeier-Spießbürger. Ordnung. Disziplin. Fleiß. Gehorsam. Regeln, Verordnungen und Gesetze. Das sind die Tugenden des deutschen Weltverleugners: »Ordnung muss sein! Wo kommen wir sonst hin?« Das Hinterfragen und/oder in Frage stellen, der Sinnhaftigkeit und Verhältnismäßigkeit von Regeln und Verordnungen, war noch nie die Stärke der Eichmänner. Lieber schimpfen sie auf die Nachbarn oder prügeln auf das gerade aktuell, medial gelieferte Feindbild ein: Migranten, Arbeitslose, Flüchtlinge, Russen oder eben »Corona-Leugner«. Die biederernste und moralinsaure Verbotsgesellschaft will und kennt keine Selbstbestimmung mehr. Da wird erzogen und der moralische Zeigefinger erhoben, wo es nur geht: »Maske! Abstand! Maske! Abstand!«

»Hasenheide, Gleisdreieck, Mauerpark: Regelmäßig illegale Partys in den Berliner Parks«

Es ist in Corona-Zeiten zwar erwünscht, zu Tausenden gegen Rassismus zu demonstrieren (und da nimmt man es auch nicht so genau mit Masken und Abstand), aber uneigennützig feiern (Alkoholverbot ist in der Diskussion!), am Leben teilhaben, tanzen, singen und lachen? Das geht mal gar nicht! Wir sollen bitte schön depressiv, ängstlich und gehorsam sein! Mit gesenktem Kopf und Ganzkörperkondom durch die Welt laufen. Oder wie es ZEIT-Online formuliert: »Wie schaffen wir es als Gesellschaft, nicht Corona-müde zu werden? Wie hält man den Alarmzustand aufrecht?« Also weiter unsere Mitmenschen meiden und sie als wandelnde Virenschleudern betrachten. Sich Zuhause einbunkern. Lachen, Lieben, Zärtlichkeit, Nähe, Reisen, Selbstbestimmung, Empathie? Das alles können und wollen wir uns nicht mehr leisten!


Alles verboten
Selektive Ordnungsliebe
Studie zu psychischen und psychovegetativen Beschwerden mit den aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen

Die Angst vor dem Tod

Wir alle werden sterben! Irgendwann. Vielleicht morgen. Vielleicht in einer Woche. Einem Jahr. Oder in 30 Jahren. Wir alle werden ihn erleben. Ausnahmslos. Das muss man sich immer und immer wieder klar machen! Und damit ‑sowie mit sich selbst- seinen Frieden machen. Das Leben künstlich verlängern oder die ewige Jugend erleben wollen, indem man seine grauen Haare, Falten und andere Alterserscheinungen versteckt, ist ein aussichtsloser Kampf. Den Tod zu verdrängen, bedeutet letztlich, das eigene Leben zu negieren. Bewusst leben, heisst auch nicht zwingend rauchen, saufen, Dreck fressen oder sich anderweitig ungesund zu betäuben oder seine unerfüllten Bedürfnisse zu kompensieren. Ich glaube ja, dass die Coronoia-Massenhysterie gerade deshalb so gut funktioniert, weil die Angst vor dem eigenen Tod so weit verbreitet ist.

Es ist sicher kein Zufall, dass rund 80 Prozent aller Lohnarbeiter in Deutschland Schlafstörungen haben. Schopenhauer nannte den Schlaf den »kleinen Bruder des Todes«. Sich in etwas Unbekanntes fallen- das zu- und los-lassen (den Traum), die Kontrolle aufgeben, den Kopf ausschalten: immer mehr Menschen sind dazu nicht mehr in der Lage. Schließlich könnte das Unterbewusstsein Gedanken und Emotionen an die Oberfläche bringen, die man ganz bewusst tief in sich selbst vergraben hat (Selbstentfremdung). Die Angst zu Nichts zu werden, wo wir doch gerade im Social-Media-Zeitalter alle so unglaublich wichtig sind, versetzt wohl viele in lähmende Schockstarre. Und was macht man dann? Nach Mutti (Merkel) und den großen Bruder (Drosten) rufen. In der Hoffnung, dass sie einen beschützen mögen.


Corona Time

Das Älterwerden begrüßen!

In der westlichen Welt machen sich Millionen von Menschen verrückt: »Oh mein Gott, ich werde älter! Bin ich dann noch begehrenswert? Werde ich dann noch gebraucht und geliebt?« Angst, Unsicherheit und Panik breitet sich gleichzeitig mit den ersten grauen Haaren aus. Wer sich sein Leben lang primär über sein Äußeres definiert, sein Selbstwertgefühl aus der eigenen vermeintlichen körperlichen Attraktivität und/oder der Lohnarbeit gezogen hat, für denjenigen kann Älterwerden eine große Sinnkrise oder gar Depression bedeuten. Beispiele hierfür sind schier endlos.

Wie immer, wenn es um Ängste und Probleme von vielen Menschen geht, geiert eine ganze Industrie, um daraus Kapital zu schlagen: Schönheitsoperationen, Wellness-Diäten, teure Kosmetik, Ernährungs-Ratgeber, Wunderheilmittel, Verjüngungskuren, Anti-Aging-Produkte und so weiter und so fort. Gesunde, ausgeglichene und zufriedene Menschen sind für Industrie, Unternehmen, Medien und Politik eben keine gute Zielgruppe. Wer sich selbst immer als Objekt betrachtet hat, wird es auch im Alter schwer haben, ein Subjekt zu sein. Dem entkommen kann, wer sich frei macht von der Bewertung durch Andere (»Was er/sie wohl denken wird?«) und seiner ureigenen Kraft vertraut.


»Verschwende Dein Leben!«

Kinderlärm ist Terrorismus!

Deutschland ist ein kinderfreundliches Land! Ein paar Auszüge aus den Kommentaren im Juraforum zum Thema »Kinderlärm«:

»Ich wohne neben einer Grundschule [...] Nix mehr mit entspannt im Garten sitzen. Ruhezeiten gibt’s auch nicht. Rasenmähen von 13 bis 15 Uhr nicht erlaubt wegen Lärmbelästigung aber dieser Terror darf stattfinden.«

»Die Plagegeister rauben einem den letzten Nerv.«

»Dieser Junge schreit so laut, dass sogar ein Hubschrauber vom Geräusch her leiser wirkt.«

»Kinderlärm kann absolut krank machen. Kinder sollen dazu angehalten werden ruhig zu spielen! Es gibt eh viel zu viele Plagegeister!!!! Braucht niemand!«

Wir Deutschen lieben unseren Nachwuchs. Die Lebendigkeit. Die Authentizität. Das Explorieren. Die intrinsische Motivation. Die natürliche Neugier. Wir wollen am Liebsten allen Kindern die Kindheit verbieten, sie zum Schweigen bringen, per Ausschaltknopf oder Maulkorb zur Selbstentfremdnung und Unlebendigkeit verdonnern, die wir Erwachsenen so verinnerlicht haben. Warum eigentlich nicht gleich Erwachsene gebären? Wo ist nur unsere Forschung, wenn man sie mal braucht?


Der pädagogische Happen (1−27)

Wohnen ist kein Menschenrecht?

»Allein in den zehn größten Städten fehlen rund 880.000. Diese Lücke durch den Bau von Sozialwohnungen zu schließen, würde beim aktuellen Förderumfang 185 Jahre dauern.«

-Böckler Impuls 14–2018, Hans-Böckler-Stiftung (DGB)

»Es gibt kein Recht darauf, ewig in vertrauter Umgebung zu wohnen.«

-Carsten Brückner, Berliner Eigentümerverband auf zeit.de vom 23. November 2018

Anmerkung: In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 steht in Artikel 12: »Nie­mand darf willkür­lichen Ein­grif­f­en in sein Pri­vatleben, seine Fam­i­lie, seine Woh­nung [...] aus­ge­set­zt wer­den.« In Artikel 25 heißt es: »Jed­er hat das Recht auf einen Lebens­stan­dard, der seine und sein­er Fam­i­lie Gesund­heit und Wohl gewährleis­tet, ein­schließlich Nahrung, Klei­dung, Woh­nung...« Aber wen interessieren schon Menschenrechte, wenn es um Profite um jeden Preis geht? :sick: