Lebensfreude (3)

Sommer. Juli 2021. Rund 30 Grad warm. Die Inzidenz in Berlin ist unter 5. Die Pandemie ist hier faktisch ausgesetzt. In den Panikmedien (»Die Delta-Mutante geht um!«) findet sie natürlich weiterhin statt. In meiner Schule wird ein Sommerfest gefeiert. Es wird gelacht, getobt, getanzt, gesungen, gegessen und getrunken. Die Kinder spielen miteinander und mit den pädagogischen Fachkräften. Die Stimmung ist fröhlich, ausgelassen und heiter. Die meisten Eltern, die ihre Kinder abholen, freuen sich mit.

Die stellvertretende Leitung sowie andere Kolleginnen, sitzen mit Kaffeefilter vor der Fresse in den Innenräumen sowie im Büro und vergraben ihre Köpfe vor Laptops und Listen. Sie finden so ein Fest, sei »unverantwortlich«. Wegen Corona. Superspreader-Event. Kinder seien Biowaffen. Und das sagen und denken Pädagoginnen. Die Anwälte der Kinder. Ungezwungene Lebensfreude sowie eine empathische Kinderperspektive kennen sie seit März 2020 nicht mehr. Sie kennen nur noch Anweisungen, Belehrungen, Verächtlichmachung und einen autoritären Duktus. Sie starren wie gelähmt auf den Tod und vergessen dabei das Leben.


Lebensfreude (1)
Lebensfreude (2)

Schweinchen-Content

»Vier Pfoten gegen Einsamkeit und Langeweile: In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Haustieren in Deutschland deutlich gestiegen. Inzwischen gibt es etwa 35 Millionen Haustiere, eine Million mehr als vor der Pandemie.«

wirtschaft.com vom 4. April 2021

Anmerkung: Mit »Langeweile« hat das — in Zeiten von Videospielen, Netflix sowie Social Media — wohl weniger zu tun. Halbwegs gesunde, soziale und ausgeglichene Menschen, werden durch dauerhafte Isolation, Kontaktverboten und Abstandsregeln krank. Diese Instrumente gehören nicht umsonst zu den schlimmsten Foltermethoden der Menschheit. Denn es ist wider die Natur des Menschen, der ein soziales Lebewesen ist. (Haus-)Tiere können in einer politisch sowie zwischenmenschlich-erkalteten Welt, das eigene Herz erwärmen. Wir haben uns auch Zwei Meerschweinchen gegönnt und sie bringen uns viel Leichtigkeit, Glück und Freude ins Haus. Das oben ist übrigens »Lucky«.


Lebensfreude (1)
Lebensfreude (2)

Lebensfreude (2)

Lacht. Tanzt. Singt. Tobt. Spielt. Lebt. Liebt. Ergebt euch nicht der Coronoia! Trefft euch mit Freunden und der Familie. Kocht. Habt Spaß. Erkundet alle Wälder und Parks in eurer Umgebung. Geht wandern. Macht Fahrrad-Touren. Picknickt ausgiebig. Hört Musik. Habt Ihr Kinder und/oder Haustiere, dann beschäftigt euch ausgiebig mit Ihnen. Schöpft Kraft aus gegenseitiger Zuneigung. Umarmt euch. Küsst euch. Lest Bücher auf dem Balkon, im Park, am See oder im Garten. Lasst die digitale Ersatzbefriedigung für einen Tag liegen. Sollen die nekrophilen Machtpolitiker und masochistischen Maßnahmenbefürworter sich ihre depressiv-schwermütigen Lockdowns in ihre Hintern schieben!

Erfreut euch an den kleinen Dingen des Lebens. Kinder, die einfühlsam mit Tieren und/oder Kleinkindern umgehen. Beobachtet das Erwachen des Frühlings. Schenkt einem Fremden unerwartete Freundlichkeit. Treibt Sport. Geht laufen. Spielt Fussball, Basketball, Tischtennis, Frisbie oder Badminton. Schwimmt im See. Trinkt Cistus- oder Lapachotee. Tankt Sonne! Besorgt euch einen Boxsack und klebt die Visagen von Drosten und Lauterbach drauf. Macht regelmäßige Brettspiel-Abende. Genießt das Leben. Ihr habt nur das Eine. Ergebt euch nicht der Angst und dem Hass, denn die machen euch krank. Lasst Freude und Liebe in euer Herz!


Lebensfreude
Verschwende Dein Leben!

Diversität

Während wir uns weiterhin in einem Putsch gegen die weltweiten Bevölkerungen befinden, um den »Great Reset« durch zu drücken, haben identitätsgetriebene Linke nichts Besseres zu tun, als wieder von Diversität zu schwafeln. Sie glauben scheinbar weiterhin unverwüstlich daran, dass die Welt zu einem besseren Ort wird, wenn...

In Anbetracht der Tatsache, dass gerade weltweit demokratische Errungenschaften in atemberaubender Geschwindigkeit auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen werden, sind solche Forderungen natürlich komplett nachvollziebar. Denn was kann es schon Wichtigeres geben? Massenarmut, Kriege, Korruption oder Umweltzerstörung verhindern? Die gerechte Umverteilung von Vermögen, Besitz und Eigentum? Die Verteidigung von Grund- und Menschenrechten? Für so einen Quatsch gibt sich die identitätsgetriebene Linke nicht mehr her. Weiterlesen

Lebensfreude

Tegeler Forst in Berlin. Januar 2021.

Am letzten Wochenende war ich Schlittenfahren. Vom Insulaner-Berg mitten in Berlin. Die Menschen haben gelacht. Sich angelächelt. Spaß und Freude gehabt. Man ist schnell ungezwungen ins Gespräch mit seinen Mitmenschen gekommen. Vor allem viele Väter sind mit ihren Kindern in einem Affenspeed den Berg hinunter gerodelt. Es gab auch kleinere Crashs. Aber nichts ernstes. Die Stimmung war ausgelassen fröhlich. Sie hat mir das Herz erwärmt. In einer Zeit, in der Hetze, Hass und Ausgrenzung gegenüber jeden Maßnahmen-Kritiker digital (aber auch analog) an der Tagesordnung sind, war das eine zärtliche Atmosphäre der Mitmenschlichkeit. Es gab zwar ein paar Hypochonder, die eine Maske auf dem Schlitten anhatten, aber die konnte man ignorieren. Die Polizei war auch nicht vor Ort, um uns zu vertreiben.

Ob Angela Merkel, Jens Spahn oder Christian Drosten diesen Winter noch Schlitten fahren werden? Ob sie in ihrem Leben mit Kindern schon mal eine Schneeballschlacht gemacht haben? Ob sie noch wissen, wie man einen Schneemann baut? Ob sie noch in der Lage sind, mit anderen Menschen gemeinsam einfühlsam zu lachen, die beim Rodeln einen ungefährlichen Stunt hinlegen? Ob sie Kleinkindern aus dem Schnee hochhelfen? Können sie sich überhaupt noch in Menschen hineinversetzen, die den Augenblick genießen und einfach nur ausgelassen leben wollen? Oder sind ihre Herzen durch Machtgier verhärtet und ihre Seelen durch Kontrollwahnsinn vergiftet? Und wie ist es bei den angstzerfressenen Maßnahmen-Befürwortern? Wisst Ihr noch, was unbeschwerte Lebensfreude ist?


»Verschwende Dein Leben!«
Lieblosigkeit macht krank — Gerald Hüther im Gespräch

Peter Grottian ist tot.

(Bild: Picture Alliance)

Professor Peter Grottian war nicht nur Politikwissenschaftler an der FU Berlin, am Otto-Suhr-Institut (OSI), sondern auch ein linkspolitischer Aktivist. Er wurde 78 Jahre alt. Bis zuletzt kämpfte er für eine bessere Welt, gegen neoliberalen Privatisierungswahn und dafür, dass sich Menschen analog miteinander vernetzen. Er war in vielen politischen Bewegungen aktiv. Unter anderem bei: »Initiative Berliner Bankenskandal«, »Komitee für Grundrechte und Demokratie« sowie bei »Freiheit statt Angst«. Seine Schwerpunkte an der FU Berlin waren vor allem soziale Themen, Kritik gegen den Neoliberalismus, Protestbewegungen sowie Grund- und Menschenrechte. Ihm war es immer wichtig, »seinen Arsch hochzubekommen«. Gegen »Agenda 2010«, gegen »Hartz 4« und für eine gerechtere Welt. Vor rund 15 Jahren hatte ich die Gelegenheit ihn persönlich kennenzulernen. Weiterlesen

Der Panik-Button

»Sicheres Flirten — Tinder erhält Panik-Button und künstliche Intelligenz. Um für Notfälle gewappnet zu sein, führt Tinder in seine Dating-App ein Alarmierungssystem ein. Auch Betrügern soll das Leben erschwert werden.«

gamestar.de vom 24.01.2020

Anmerkung: Der Typ will die Restaurant-Rechnung nicht bezahlen? Der Typ hat gelogen und ist 3 Zentimeter kleiner als Du? Der Typ will nicht akzeptieren, dass Du noch drei Kinder von drei verschiedenen Kerlen hast? Der Typ findet Dich langweilig, obwohl Du doch tooootaaal schön bist? Der Typ ist nicht tierlieb, vermögend, humorvoll, intelligent, fürsorglich, muskulös und gutaussehend? Dann drück den Panik-Button! Wir von Tinder schicken Dir sofort jemanden vorbei, der ihn terminieren wird! Versprochen! :jaja:


Umsatzgeneriertes Unglück
Auf der Suche nach Mr. Perfect
Vereinsamung als Herrschaftsprinzip

Unter Muttis

Als Vater gibt es kaum etwas schlimmeres als allein unter einer Schar von Übermuttis zu sein. Sei es auf Elternabenden, Schul‑, Laternen- oder Sommerfesten. Denn für weibliche Elternteile gibt es meist nur ein Thema: das eigene Kind. Hier vermischen sich Wettbewerbs‑, Konkurrenz‑, Leistungs- und Anspruchs-Denken mit einer (über-)fürsorglich-rührseligen Affektsoße. Gleichzeitig verwerten sie die eigenen Kinder zu Objekten ihrer ganz persönlichen Projektions- und Profilierungsfläche. Erfolge der Kinder sollen hier stets auf die elterliche Erziehungsfähigkeit beruhen und für die Niederlagen sind regelmäßig Andere schuld: Erzieher, Lehrer, Schule, Kita, falsche Freunde, YouTube und so weiter. Mit kindfremden Themen braucht man gar nicht erst anfangen.

In so einem Diskursrahmen, den es in Deutschland wohl millionenfach gibt, sind spannende Gespräche in aller Regel selten möglich. Viele moderne Muttis scheinen zudem deutlich spießiger, verbohrter und langweiliger zu sein, als es unsere eigenen Eltern jemals waren. Statt also den weltfremd-ignoranten-Biedermeier-Weltverleugnungs-Kreis zu durchbrechen, wird lieber Heile-Welt gespielt und sich in den eigenen Komfortzonen-Bunker verkrochen. Im digitalen Social-Media-Wahnsinn bekommt dieser Aspekt eine unverschämt aufdringliche Dimension: »Schaut her, wie toll unser Leben ist!« Kultivierte Selbstentfemdung als Selbstverwirklichung zu etikettieren, ist jedoch weder emanzipiert noch alternativ.


Selbstentfremdung
Selbstinszenierung
Selbstoptimierung

Presseblick (67)

teufel_gamestar

gamestar.de

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Nach dem Lesertest bei gamestar.de beispielsweise, darf man das Headset im Wert von 170 Euro behalten. Wird der Lesertest auch veröffentlicht, wenn er kritisch ausfällt? Passiert das überhaupt, da man sich als Beschenkter nicht sowieso subtil bedanken will? Sollen Leser jetzt Advertorials verfassen, damit die Redaktion sich diesem Vorwurf nicht mehr aussetzen muss? Übrigens: Kommentare sind bei diesem Artikel natürlich nicht zugelassen. Oder man darf einen »User-Artikel« schreiben und anstatt angemessener Entlohnung gibt es gog.com-Gutscheine als Bezahlung, weil die Gamestar mit der Spiele-Plattform einen Werbe-Deal hat. So funktioniert heute der werbefinanzierte Online-Journalismus. Hurra! :jaja:  Weiterlesen