Geschwätz von gestern (5)

»Keine Impfpflicht, Nirgends. Für die SPD sei klar: Es kann und es wird keine Impfpflicht geben!« (auf spd.de-gelöscht. Hier archiviert.)

Ich weiß. Ich weiß. Ende Gelände. Was will der noch mit »Corona«? Das Thema nervt. Schwamm drüber. Nicht mehr drüber reden. Vorbei ist vorbei. Nur, die Vergesslichkeit der Bevölkerung sorgt leider dafür, dass sich das Versagen von Justiz, Politik, Medien und der breiten Masse, in den letzten Zwei Jahren, wiederholen wird. Der autoritäre, empathielose und menschenverachtende Paternalismus wird wieder kommen. Ob im Herbst bei Corona, beim Ukraine-Konflikt oder beim Thema Klima. Es ist wichtig und notwendig, den Finger immer wieder in die Wunde zu legen. Und nicht so zu tun, als wäre nichts gewesen. Weiterlesen

Die Sprache der Menschenverachtung (3)

(Laser Lurch / CC BY-NC-ND 4.0)

Jaja, schon klar. Schwamm drüber. Schnee von gestern. Lass uns das alles schnell vergessen.Damit wir diesen menschenverachtenden Dreck in der Zukunft wiederholen können? Nicht mit mir! Deshalb: eine weitere Protokollierung der solidarischen und empathischen Haltung diverser Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Es soll mir in ein paar Jahren Niemand sagen, er oder sie habe »von nichts gewusst« oder es »nur gut gemeint«.

Die Fakten liegen alle auf dem Tisch. Der Kaiser ist nackt. Das bigotte Geschwafel von Toleranz, Vielfältigkeit, Menschenwürde und Rechtsstaat, hat seine häßliche Fratze gezeigt. Die Menschen haben ihren faschistischen Habitus freien Lauf gelassen, weil sie davon überzeugt sind und waren, das einzig Richtige zu tun und auf der Seite des Solidarisch-Guten zu stehen. Sie wollten Menschen zu ihrem Glück zwingen. Nur, der Weg zur Hölle war schon immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Weiterlesen

Die Sprache der Menschenverachtung (2)

(Laser Lurch / CC BY-NC-ND 4.0)

Es bleibt weiterhin die Frage im Raum: wie weit wollt Ihr noch gehen? Soziale Vernichtung ist in vollem Gange. Als nächstes kommt die ökonomische Vernichtung. Und dann? Wenn sich die Menschen immer noch nicht gentherapieren lassen wollen? Was macht Ihr dann? Natürlich verbieten sich weiterhin jedwede Vergleiche. Aber ein Bertrolt Brecht darf ich noch zitieren? Oder ist das schon Hassrede?

»Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.«

Damit erübrigt sich auch der unsäglich menschenverachtende Euphemismus, dass Impfpflicht ja kein Impfzwang bedeuten würde. Bußgeld ist kein Zwang? Finanzieller Ruin ist kein Zwang? Berufsverbot ist kein Zwang? Gesellschaftliche Ausgrenzung ist kein Zwang? Übrigens: die einzige Minderheit, die uns ihren Willen aufzwingen will, sitzt im Bundestag und in den Konzernvorständen von Big Pharma. Weiterlesen

Die Sprache der Menschenverachtung

(Laser Lurch / CC BY-NC-ND 4.0)

Wir erleben seit bald Zwei Jahren, live und in Farbe, was Todesangst, Machtbesoffenheit und Medien-Hysterie in Kombination mit einer tugendhaften »Solidaritätsrhetorik«, mit Menschen jedweder politischen Richtung und Gesinnung anrichten können. Sie werden empathisch, freiheitlich-pluralistisch, menschenfreundlich, friedliebend und demokratisch. Viele, die in der Öffentlichkeit stehen, haben dazu viele kluge Sätze gesagt und bewiesen, dass sie Totalitarismus, Gleichschaltung, Intoleranz, Gewalt und Spaltung überwinden wollen. Sie treten für selbstbestimmte Bürger ein. Für Grund- und Menschenrechte. Für einen offenen Diskurs. Für Selbstwirksamkeit. Für einen respektvollen und höflichen Umgang. Und für ein friedliches Miteinander.

Und damit in ein paar Jahren Niemand behaupten kann, er habe all das nicht gewusst und ihm seien diese klugen, demokratischen und menschenfreundlichen Weisheiten vorenthalten worden, gibt es nun eine weitere Protokollierung der selbstlosen Nächstenliebe. Alle Aussagen basieren auf einem humanistischen Menschenbild und einer gewaltfreien Sprache. Ganzheitlichkeit, Toleranz und der Respekt der Menschenwürde liegen ihnen tief im Blut. Weiterlesen

Ungeimpfte Untermenschen

Es reicht jetzt! Wirklich! Diese ekelerregenden Missgeburten Schwurbler terrorisieren uns! Es wird Zeit, dass wir Nägel mit Köpfen machen! Die Kakerlaken ausmerzen. Die Schädlinge beseitigen. Weg mit den Grundrechten. Weg mit der Unschuldsvermutung. Weg mit der Verhältnismäßigkeit. Weg mit dem Rechtsstaat. Wir brauchen wieder öffentliche Pranger, Selbst- und Lynchjustiz. Wer sich unsolidarisch verhält, sich nicht impfen lässt, ist auch kein Mensch mehr! Folglich muss man ihn zertreten. Ihn kaputt machen. Ihn vernichten. Es ist die gesellschaftliche Aufgabe eines jeden guten und solidarischen Impflings, diese Ungeimpften-Seuche zu bekämpfen. Wir hätten schon längst wieder unsere Freiheit zurück, wenn sich endlich alle den kleinen Pieks hingeben würden!

Es muss auch Schluss sein, mit der Kritik an den Impfungen. Es genügt nicht, in den Sozialen Medien Videos, Kanäle und Accounts zu sperren und zu löschen, die eindeutig Impf-Hass-Propaganda verbreiten. Nein! Jeder, der sich öffentlich (oder privat) gegen eine Impfung ausspricht, muss sofort seinen Arbeitsplatz verlieren und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden! Noch besser: zwangsgeimpft werden! Und damit diese uneinsichtigen Leerköppe uns nicht weiter mit dem Killervirus anstecken können, plädiere ich für die Errichtung von dauerhaften Quarantäne-Sammel-Lagern. Mit Abstand, Maske und ganz freiwilliger 100-Prozent-Schutz-Impfung. Lassen wir sie aushungern, dann kommen sie schon zur Vernunft!

Wir meinen es doch nur gut mit euch! Warum wollt Ihr unsere selbstlose Hilfe nicht annehmen? Uns geht es einzig und allein um einen gesunden Volkskörper. Die Gesundheit der Bevölkerung lag uns Politikern und Massenmedien doch schon immer am Herzen! Merkt euch: Die Anderen sind die Faschisten. Wir sind die Guten!


Repression
»Wie weit würdet Ihr gehen?«

Japanische Eigenverantwortung

Wie die neoliberale Eigenverantwortung auf die Spitze getrieben werden kann, zeigt das Beispiel Japan (jiko sekinin):

»Fast alle Obdachlosen meinen, sie seien selbst für ihr Elend verantwortlich und hätten kein Recht auf staatliche Hilfe [...] Victim Blaming ist bis in die höchsten Ebenen des Staates verbreitet [...] Eine Schande, Unterstützung anzunehmen [...] Im Jahr 2012 verzichteten 85 Prozent der Japaner auf ihren Anspruch auf Sozialhilfe [...] 2003 verzeichnete Japan einen traurigen Rekord von 34.427 Suiziden, das waren 56 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.«

- Sabine Jainski, Le Monde diplomatique, Mai 2020

Anmerkung: Japan hat die Leistungsgesellschaft, den Neoliberalismus und die Eigenverantwortung tief verinnerlicht. Wer finanziell arm ist, sei selbst schuld. Im Sommer 2019 wollten Bertelsmann und Lauterbach einen Großteil unserer Krankenhäuser noch dicht machen. Aus »ökonomischen Gründen«. Es ist eben völlig bigott und heuchlerisch von »Solidarität« in Corona-Zeiten zu schwadronieren, aber gleichzeitig den menschenverachtenden, profit- und leistungsorientierten Eigenverantwortungs-Neoliberalismus weiterhin als alternativlose Wirtschaftsform hochzuhalten. Denn nichts anderes macht unsere Regierung. Linke sollten sich deshalb nicht von der »Neusprech-Solidarität« einlullen lassen. Denn sie existiert faktisch überhaupt nicht.


Neoliberalismus ist...
Die zehn Gebote des Neoliberalismus

AfD: eine Alternative?

Seit es die AfD-Partei gibt, betreiben die bürgerlichen Massenmedien, und mit ihr das gesamte linksliberale Bildungsbürgertum eine Hetzjagd nach dem Motto: »Haltet den Dieb!«. Dabei hat die AfD bis heute keinerlei Regierungsverantwortung, das haben in den letzten Jahrzehnten ausschließlich CDU/CSU/SPD/GRUENE/FDP/LINKE gehabt. Für politische Korruption, Waffenexporte in Steinzeitdiktaturen, Verfassungsbrüche, Lügen, Geldverschwendung, Massenverarmungsprogramme, Klüngel, Geheimdienstmorde, Kriegsbeteiligungen, Affären und Skandale und so weiter und so fort, sind vor allem sie verantwortlich. Das wird im öffentlichen Diskurs aber kaum mehr thematisiert.

Die grundsätzliche Frage lautet daher: »Ist die AfD denn wirklich so alternativ?« Was will sie denn nun wirklich anders machen? Oder ist das alles nur ein Etiketten- und Marketing-Schwindel, damit alle ein Feindbild (jenseits der neoliberalen Parteien) haben? Jemanden auf den sie einschlagen können, damit sie nicht vor der eigenen Haustür kehren müssen? Hassen wirklich alle die AfD weil sie rassistisch sei oder könnte es noch andere Gründe geben? Weiterlesen

»Teilhabe an der Gesellschaft«

1.) Warum ist man nur Teil der Gemeinschaft, wenn man Geld oder eine Lohnarbeit hat?

2.) Weshalb soll es selbstverständlich sein, dass die sog. »Überflüssigen« (zu alt, zu krank, zu schwach, zu häßlich, zu arm, zu behindert, zu kritisch etc.) nicht als ehrenwerte Mitglieder unserer Menschheitsfamilie angesehen werden?

3.) Wenn Geld, Vermögen und Besitz die primären Eintrittskarten der Zugehörigkeit sein sollen, dann wäre eine lohnenswerte kriminelle Karriere doch auch nur konsequent, oder nicht?

4.) Wenn ich als individueller Mensch nur dann von Anderen toleriert werde, wenn ich finanziell etwas darstelle, warum sollte ich dann in irgendeiner Form den Wunsch verspüren, von eben diesen oberflächlichen Menschenverachtern unbedingt respektiert werden zu wollen?

Man wird ja wohl noch fragen dürfen...

Echte Menschenfreunde

»Waschen und rasieren, dann finden Sie auch einen Job!«
— Kurt Beck (SPD) im Dezember 2006

»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!«
— Franz Müntefering (SPD) im Mai 2006

»Es gibt kein Recht auf Faulheit!«
— Gerhard Schröder (SPD) im Frühling 2001

»Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.«
— Guido Westerwelle (FDP) im Februar 2010

»Es geht um einen niederschwelligen Einstieg in die Altersvorsorge.“
— Brigitte Zypries (SPD) im Oktober 2010 zu ihrer Idee Pfandbons via App auf ein Renten-Fonds einzuzahlen

»Eine große Anzahl der Türken und Araber hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln.“
— Thilo Sarrazin (SPD) im Oktober 2009

»Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen.«
— Henner Schmid (FDP) im Dezember 2008

»Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen.«
- Philipp Mißfelder (CDU) im Jahr 2003


»10 Aussagen von Menschenfreunden«

Emanzipation

Über einen Deutschlandfunkkultur-Podcast bin ich auf die Luxus-Prostituierte Salomé Balthus aufmerksam geworden. Sie selbst sagt: »Was ich mit meinem Unterleib tue, entscheide ich selbst.« Für einen Großteil von radikalen Feministinnen sind Prostitution und Pornografie Frauen-Unterdrückungs-Maschinerien und gehören bekämpft. In ihrem Weltbild ist kein Platz für Frauen, die Spaß am Sex haben oder damit gar gerne ihr Geld verdienen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf und soll.

Nun wurde Salomé Balthus von Gunhild Mewes (»Kämpferin gegen die Vergewaltigungskultur«) »wegen Verbreitung pornografischer Schriften« angezeigt. Es sind eben nicht immer nur Männer, die per Generalverdacht sowieso alle Täter, Vergewaltiger und Unterdrücker ‑also stets schuldig sind- sondern auch selbstbewusste Frauen, die den radikalen Feministinnen nicht passen:

»Es ist genau dieser Stolz, die schamlose laszive Weiblichkeit, vor der alle die Angst haben, die Frauen lieber als Opfer sehen wollen. Lässt das nicht tief blicken? Steckt in diesem Opferbild nicht mehr Verachtung und Machtanspruch als in jedem schlüpfrigen Herrenwitz? Wie viel mehr fürchte ich den Neid der Frauen, als die Geilheit eines Mannes.«

Alle Männer, Porno-Darstellerinnen und Sex-Arbeiterinnen moralisch und rechtlich vor-zu-verurteilen, hat für mich nichts mit Emanzipation, Frauenbefreiung oder Feminismus zu tun, sondern mit einer menschenverachtenden, sexistischen Hetz- und Diskriminierungs-Ideologie. Übrigens: Das Verfahren gegen Salomé Balthus wurde eingestellt.


Romantische Krawallchaotinnen
Die Spaltung der Geschlechter
Gender. Sex. Bullshit.