»Teilhabe an der Gesellschaft«

1.) Warum ist man nur Teil der Gemeinschaft, wenn man Geld oder eine Lohnarbeit hat?

2.) Weshalb soll es selbstverständlich sein, dass die sog. »Überflüssigen« (zu alt, zu krank, zu schwach, zu häßlich, zu arm, zu behindert, zu kritisch etc.) nicht als ehrenwerte Mitglieder unserer Menschheitsfamilie angesehen werden?

3.) Wenn Geld, Vermögen und Besitz die primären Eintrittskarten der Zugehörigkeit sein sollen, dann wäre eine lohnenswerte kriminelle Karriere doch auch nur konsequent, oder nicht?

4.) Wenn ich als individueller Mensch nur dann von Anderen toleriert werde, wenn ich finanziell etwas darstelle, warum sollte ich dann in irgendeiner Form den Wunsch verspüren, von eben diesen oberflächlichen Menschenverachtern unbedingt respektiert werden zu wollen?

Man wird ja wohl noch fragen dürfen...

Smalltalk? Ich kann nicht mehr!

smalltalk_titelAls smalltalk bezeichnet man (laut Wikipedia) eine »beiläufige Konversation ohne Tiefgang« Wenn man Menschen neu kennenlernt, ist es durchaus nachvollziehbar und verständlich, sich zunächst einmal über eher belanglose und oberflächliche Themen zu unterhalten: das Wetter, die Lohnarbeit, der Wohnort, Verwandtschaftsverhältnisse. Leider erlebe ich es in den letzten Monaten und Jahren immer wieder, dass –selbst wenn man Menschen schon länger kennt und sich schon öfters getroffen hat‐ die Gespräche auf einem unverfänglichen und eher unverbindlichen Niveau bleiben. Weiterlesen

Neusprech: Gesellschaftliche Teilhabe

Nur wer ein regelmäßiges und ausreichendes Einkommen besitzt, ist in der Lage, sich in die Gesellschaft einzubringen und am kulturellen Leben teilzuhaben.

- Piratenpartei

ZG-Artikel: Neusprech HeuteEine immer wiederkehrende Erzählung in Politik und Gesellschaft, ist die Redewendung von der »gesellschaftlichen Teilhabe«. Besonders Gewerkschaften, Parteien und linke Organisationen verwenden dieses Narrativ gerne, um auf existenzielle Armut und die immer größer werdende Schere zwischen Armut und Reichtum aufmerksam zu machen. Wer an Politik, Kultur und Gesellschaft teilnehmen will, so die Erklärung, braucht ein Mindestmaß an finanzieller Sicherheit. Wer nicht über ausreichend monetäre Mittel bzw. ein regelmäßiges Einkommen verfüge, der würde ausgegrenzt werden. Diese Argumentation ist im (links-)politischen Diskurs weit verbreitet. Mir stellen sich hierzu jedoch einige Fragen. Weiterlesen

Selbstbestimmung ist Satire

© epikur

Die Überspitzung und Übertreibung von gesellschaftlichen Zuständen ist heute keine Parodie mehr, denn die Realität überholt jede Satire. Verschwörungstheorien werden zu Fakten (NSA‐Totalüberwachung, NSU, Sachsensumpf), Cyberpunk‐Dystopien werden zur Normalität (Bankenrettung, Freihandelsabkommen, Söldner‐Firmen) und die mediale Propaganda wird uns als alternativlose Wahrheit verkauft (Ukraine‐Krise, Globalisierung, demografischer Wandel). Das Kabarett ist heute die Forderung nach einem menschenwürdigen Leben. Weiterlesen

Versumpftes Narrenland

by epikur

Unsere Gesellschaft, unser Wirtschafts‐ und Politiksystem sowie die Massenmedien sind auf Mythen und Lügen aufgebaut. Die Lüge ist systemimmanent. Sie ist ein wichtiger und fester Bestandteil, ja das Fundament auf dem sich unser gesellschaftliches Leben aufbaut. Die Lüge in all ihren Wesens‐ und Erscheinungsformen ist keine Abweichung der Norm Wahrheit, sondern der zentrale Wesenskern unserer täglichen Lebenswelten. Weiterlesen

Die Systemfalle

An Prinzipien festzuhalten und an Ideale zu glauben, ist in einer Welt des gelebten Eigennutzes ein schwieriges Unterfangen. »Wir sind hier nicht bei wünsch Dir was, sondern bei so isses!« — diese StudiVZ‐Gruppe predigt den Wendehals‐Pragmatismus als Lebensprinzip und schwört allen Träumen ab. Eigennutz als Religion und Lifestyle. Weiterlesen

Vampirgesellschaft

Eigentlich leben wir schon in einer Gesellschaft voller Vampire. Jedoch keine romantisierende Verwirklichung eines Bram Stokers Dracula oder eines pubertären »twilight«, sondern vielmehr von eiskalten, berechnenden, blutsaugenden und eigennützigen Vampiren. Das allgemeine geschäftliche Credo lautet:

»Je schlechter es dem Anderen geht, umso besser geht es mir!«

In den Nachrichten erfahren wir von Hungernden weltweit, von toten Soldaten, von Toten und Verletzten durch  Unfälle und Katastrophen oder von Hartz4‐Empfängern, auf die medial gespuckt wird. Solange wir uns nicht zu einer solchen Gruppe zählen müssen, fühlen wir uns besser. Des anderen leid, ist unsere Freud.