Mentale Umkehrung

Ich wollte zu dem Mord an dem Tankstellen-Kassierer zunächst nichts schreiben, weil ich einen Mord für einen Mord für einen Mord halte. Und damit für verabscheuungswürdig. Immer. Da ist es völlig unerheblich, wer aus welchen Gründen gemordet hat. Ein Menschenleben wurde ausgelöscht. Die politische Gesinnung und/oder Ideologie sollten hierbei keine Rolle spielen. Die Altmedien und Kleinbloggersdorf instrumentalisieren nun den Mord als »Radikalisierung der Querdenker-Szene«.

»Niemand, der auch nur halbwegs vernünftigen Verstandes ist, wird einen ihm völlig unbekannten jungen Mann einfach deshalb erschießen, weil er sagt: ›Du musst jetzt eine Maske aufsetzen!‹, sagte der frühere Direktor der Kriminologischen Zentralstelle des Bundes und der Länder. Das ist kriminalpsychologischer Nonsens.«

Es gibt überhaupt keine Beweise dafür, dass der Mörder irgendetwas mit den »Querdenkern« direkt zu tun gehabt hat. Er hatte sich ‑laut Medienbericht- über die Maskenpflicht aufgeregt, anschließend eine Waffe geholt und damit einen 20-jährigen Tankstellenkassierer erschossen. Solche Menschen sind in erster Linie und vor allem Verbrecher. Sie gehören bestraft, sanktioniert und weggesperrt. Punkt. Weiterlesen

»Alles Nazis?«

Das Framing wirkt! Sämtliche Corona-Maßnahmen-Kritik wird zu rechtsradikalem Gedankengut umgedeutet. Diese Methode hat viele Vorteile. Man muss sich nicht mit den Inhalten und Argumenten beschäftigen. Die Massenmedien picken sich einige extreme Beispiele heraus, um den Protest als Ganzes diskreditieren zu können und man kann Methoden zur Kontrolle, Unterdrückung, Überwachung sowie die Bekämpfung von alternativen Meinungs- und Deutungshoheiten als den »Kampf gegen das Übel« deklarieren.

You-Tube-Zensur (KenFM, Rubikon, NuoViso), Netzwerkdurchsuchungsgesetz, verfassungsfeindliche Forderungen, Uploadfilter, Kündigungen, Verfassungsschutz-Beobachtung, rechtswidrige Anordnungen, staatliche Zwänge etc. werden somit nicht zu Maßnahmen eines autokratisch agierenden Staates, sondern zu einer vorbildlichen Tat, um das Böse (»Nazis!«) bekämpfen zu können. So bekommen antiliberale, antidemokratische und repressive (Polizeistaats-)Methoden, eine moralische Legitimierung verpasst. Kennen wir diese Methode nicht irgendwoher? Weiterlesen

Der Reichstagsbrand von 1933

»Auf eine Beteiligung der Nationalsozialisten am Reichstagsbrand von 1933 deutet eine neu aufgetauchte eidesstattliche Versicherung eines SA-Mannes hin [...] Augsteins Dogma von der Unschuld der Nazis [...] alleinigen Täterschaft Marinus van der Lubbes nicht zu zweifeln ist.«

Otto Köhler in: Junge Welt vom 18. Oktober 2019

Anmerkung: Wenn sich ein Narrativ erst einmal jahrzehntelang in den Köpfen verfestigt hat, können selbst handfeste Beweise, Dokumente oder Fakten nicht dazu beitragen, der »Wahrheit« näher zu kommen. Selbst der SPIEGEL (»Sagen, was ist«) schafft es nicht, Größe zu zeigen, in dem Fehler eingestanden werden. Relotius scheint schon wieder in der Schublade verschwunden zu sein. Und dann wundern sie sich, dass die Glaubwürdigkeit der bürgerlichen Massenmedien immer weiter sinkt?


Presseblick
Ziegenjournalismus