Die Transatlantik‐Brücke

Zur Unabhängigkeit unserer LeiDmedien und zur Erinnerung:

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Quelle und weiterführende Informationen bei »Swiss Propaganda Research«. Am besten speichert Ihr euch dieses »schöne Bild«. Wer weiß, wie lange es noch online zu sehen sein wird, bei der derzeitigen »Löschwut«. Nein, Corona hat damit überhaupt nichts zu tun! :NENE:

Iranische Drohnen

»Man stelle sich vor, eine iranische Drohne würde über Florida abgeschossen oder ein paar Kilometer vor der amerikanischen Küste. [...] Iran zu hassen und die Lügen des Pentagon zu verbreiten, hat bisher noch keiner Journalistenkarriere geschadet.«

- Serge Halimi und Pierre Rimbert. »Asymmetrische Berichterstattung«. Le Monde Diplomatique. Ausgabe August 2019.

Anmerkung: Jeder Vergleich der völkerrechtswidrigen US‐Militär‐Politik wird mit dem »whataboutism‐Vorwurf« abgeschmettert. Dabei zeigen diese Gedankenspiele wie bigott unsere Narrative mittlerweile sind: Syrische Tornados über Deutschland? US‐Kriegsverbrecher vor dem internationalen Strafgerichtshof? Afrikanische Militärstützpunkte in den USA? Pakistanische Drohnen über New York? Russische Sanktionen gegen die USA? Fertig. Aus. Ende. Diskussion vorbei. Du Putinversteher, Verschwörungstheoretiker und Antisemit! Solche Vergleiche verbitten sich! Whataboutism. Whataboutism. Whataboutism. :JAJA:


»Wir sind nicht die Guten«

Der böse Iran

Im November 2019 stellte ich die These auf, dass man die vielbeschworene Unabhängigkeit, Sachlichkeit, Objektivität und Freiheit der Presse, vor allem bei der Kriegsberichterstattung (bzw. der Vorbereitung zu einem Krieg) gut beobachten kann: »Werden beide Seiten des Konflktes möglichst wertneutral beschrieben? Wird zur Diplomatie und zum Frieden aufgerufen oder für den Krieg getrommelt?« Was wir seit rund fünf Jahren erleben, ist eine weitverbreitete Russophobie, ein Putin‐Bashing, eine sehr einseitige Berichterstattung zu Syrien und der Ukraine, NATO‐Legenden sowie aktuell die Denunzierung des Iran zu einem Schurkenstaat. Der Kriegsexperte der ZEIT, Ulrich Ladurner, der so fabelhafte Schriften wie »Die große Freiheit: Mein Schrebergarten, die Nachbarn & ich« verfasst hat, trommelt und wirbelt nun in einem aktuellen Kommentar gegen den Iran. Weiterlesen

whataboutism

In der Politikwissenschaft gibt es eine wissenschaftlich anerkannte und weitverbreitete Methode: die Komparatistik oder vergleichende Politikfeldanalyse. In allen Bereichen von der politischen Theorie, der Wahlforschung, der politischen Systeme, der Medien‐, Bildungs‐ oder Umweltpolitik bis zur internationalen Politik, spielt der analytische Vergleich eine immanent wichtige Rolle. Wer aber nun Strukturen, Berichterstattungen, Wertungen, Präsidenten, Regierungsformen oder politische Fakten miteinander vergleicht, die nicht in das eigene ideologische Narrativ und/oder Wertesystem passen bzw. über die man einfach nicht sprechen will, dem wird als Totschlagargument »whataboutism« vorgeworfen. Weiterlesen

NATO‐Propaganda

»Anschläge vom 11. September: Das Sterben geht weiter«

»Vor 18 Jahren starben bei den Anschlägen vom 11. September in den USA tausende Menschen. Auch heute noch fordert der einschneidende Tag Todesopfer.« (tagesschau.de)

Anmerkung: Mir liegt es fern, Todesopfer gegeneinander aufzurechnen. Es ist für die Angehörigen immer schrecklich. Im genannten Artikel ist jedoch kein einziges Wort darüber zu finden, was der anschließende »war on terror« weltweit an Todesopfer gefordert hat. In Afghanistan. Libyen. Irak. Syrien. Pakistan. Jemen. Und es wird weiter täglich völkerrechtswidrig ge‐drohnen‐mordet was das Zeug hält. Auch mit deutscher Hilfe. Über all das kein einziges Wort. Ja, »das Sterben geht weiter«, aber vor allem auch im Nahen und Mittleren Osten.


»Die Wahrheitspresse«
»NATO: Finde den Fehler!«

Zecken als Biowaffen?

»Das US‐Repräsentantenhaus hat das Pentagon aufgefordert zu untersuchen, ob das Militär zwischen 1950 und 1975 mit Zecken als biologische Waffen experimentiert hat. Die interne Aufsichtsbehörde des Verteidigungsministeriums müsse klären, ob Biowaffenprogramme des Militärs Zecken und andere Insekten gezielt mit Borreliose infiziert hätten.«

Junge Welt vom 19. Juli 2019

Anmerkung: Fake News, Populismus und Verschwörungstheorien wohin man nur schaut! Es ist wirklich unfassbar! Demnächst kommen sie noch auf die Idee, dass der »Zwischenfall von Tonkin« gelogen, die NSA die gesamte Weltbevölkerung überwacht oder die CIA in der Vergangenheit weltweit Regierungen geputscht, sich durch Drogen finanziert oder mit kriminellen Organisationen zusammengearbeitet hätte. Unglaublich! :) :) :)

Zwei Meldungen. Ein Irrsinn.

»Anwalt von Stephan E. erstattet Strafanzeige wegen Geheimnisverrats. Der Anwalt will wissen, wer Informationen zu seinem Mandanten weitergab, der im Mordfall Walter Lübcke verdächtigt wird. Er vermute jemanden in den Ermittlungsbehörden.« (zeit.de vom 8. Juli 2019)

Anmerkung: Der Anwalt eines Mörders will den Staat verklagen? :SHOCK:

»Nun hat auch die Internationale Atomenergiebehörde bestätigt, dass der Iran mehr Uran anreichert als im Atomdeal erlaubt. Während die USA erneut drohen, setzt Frankreich auf Diplomatie.« (tagesschau.de vom 8. Juli 2019)

Anmerkung: Die USA kündigen einseitig das Atomabkommen und beschweren sich dann, wenn der Iran sich nicht mehr daran halten will? :SHOCK:

Es ist kafkaesk, grotesk und absurd. Aber gleichzeitig völlig normal. »Weitergehen! Hier gibt es nichts zu sehen!« :JAJA:

Sonderstellung USA

Im Juni 2018 verließen die USA den UNO‐Menschenrechtsrat. Im »Krieg gegen den Terror« scheinen zudem das Völkerrecht, die Genfer Konvention, die UN‐Anti‐Folter‐Konvention sowie Bürgerrechte verhandelbar zu sein. Und wer diese Fakten nur darstellt, ist wahlweise ein Antiamerikanist, Populist, Antisemit oder Verschwörungstheoretiker. :JAJA:

Zwei Meldungen: Eine Ideologie

Kleine, aber feine Nuancen lassen erkennen, wie die herrschenden Narrative und Meinungen gestrickt sind. In beiden Fällen geht es um Kritiker der jeweiligen Regierungen. Wortwahl, Sprache, Zitierregeln und subtile Zwischentöne lassen einiges erkennen.

»USA beantragen offiziell die Auslieferung von Julian Assange«
(zeit.de vom 12. Juni 2019)

In dem Artikel geht es vor allem darum, was die USA und Schweden ihm vorwerfen: »Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte gegen Assange vor.« Assange wird als »Aktivist«  (und eben nicht als Whistleblower oder gar Investigativjournalist) bezeichnet, außerdem sei er »geflüchtet« und habe sich »verschanzt«. Mutig klingt anders:

»Kremlkritiker Nawalny bei Kundgebung in Moskau festgenommen«
(zeit.de vom 12. Juni 2019)

Er ist: »Russlands führender Oppositioneller«, »ein Wortführer der Massenproteste« und ein »Investigativjournalist«. Zitiert werden hier das Bürgerrechtsportal OWD‐Info sowie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), aber eben nicht die offizielle Regierung, wie im Falle Assange. Statdessen: »wegen angeblichen Drogenhandels festgenommen.«

Auch ich weiß nicht, was stimmt und was nicht. Aber ich möchte gerne eine absolut neutrale und sachliche Berichterstattung in beiden Fällen lesen. Stattdessen: Parteilichkeit, tendenziöse Berichterstattung, Meinungsmache. Solche Details finden in den NATO‐Medien beispielsweise gar nicht mehr statt: »Amerikanische Lehrer fordern Freilassung von Julian Assange und Chelsea Manning.«

Feindbildkonstruktion

Die tägliche Berichterstattung unserer NATO‐Leidmedien‐Lücken‐Presse bewirkt folgendes Framing:

Journalisten unterstützen so gezielt eine Feindbildkonstruktion und ein infantil‐binäres Wertesystem, bei denen es nur vermeintlich Gute und Böse gibt. Es sind die immer gleichen Medien‐Mechanismen, wenn man die Bevölkerung auf einen bevorstehenden Krieg einschwören will. Diese Methode wird schon seit Jahrhunderten verwendet.