Anleitung für eine verschwörungstheoretikerfreie Welt

  1. Tragt eure Masken!
  2. Glaubt nur das, was Bundesregierung und Leitmedien täglich verkünden!
  3. Ignoriert alle alternativen Medien.
  4. Tragt eure Masken!
  5. Vertraut den Geheimdiensten. Sie wollen euch schützen!
  6. Hört auf selbstständig zu denken! Hört ausschließlich auf Experten!
  7. Tragt eure Masken!
  8. Kauft und schluckt so viele Tabletten wie möglich!
  9. Verachtet euer Immunsystem und euren Körper!
  10. Tragt eure Masken!
  11. Macht, sagt und denkt nur das, was die Mehrheit macht, sagt und denkt!
  12. Fragt nicht nach Interessen, Zielen oder Ursachen!
  13. Tragt eure Masken!
  14. Blickt nicht in die Vergangenheit! Sie könnte euch verunsichern!
  15. Lebt ausschließlich in der Gegenwart!
  16. Tragt eure Masken!
  17. Sucht nicht nach Kontexten, Zusammenhängen oder Strukturen.
  18. Tragt eure Masken!
  19. Tragt eure Masken!
  20. Tragt eure Masken!

»Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen.«

(Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer TV-Ansprache vom 18. März 2020)


»Anleitung zur Ausbeutung«

divide et impera

Ich habe den Eindruck, wir hatten noch nie so viele inszenierte und konstruierte Mikrokosmos-Konflikte wie heute. Die Devise scheint zu lauten: »Jeder gegen Jeden — nur bitte Niemand gegen die Reichen, Mächtigen und Vermögenden!« Ein westliches Konglomerat aus Politik, Wirtschaft und Medien hat im Jahre 2020 eine gigantische Ablenkungsindustrie (Streaming, Boulevard, Soziale Medien, Videospiele etc.) geschaffen, bei der sich am Ende nur noch Wenige für das menschenverachtende Gebaren von Konzernen, Milliardären und Banken interessieren. Willig wird sich an den übriggebliebenen Knochen der Priviligierten abgenagt und sich dabei gegenseitig bekämpft:

Junge gegen Alte
Frauen gegen Männer
Eltern gegen Kinderlose
Christen gegen Muslime
Inländer gegen Flüchtlinge
Steuerzahler gegen Rentner
Veganer gegen Fleischesser
Lohnarbeiter gegen Arbeitslose
Fahrradfahrer gegen Autofahrer
Leitmedien gegen Social-Media-Aktivisten

Und so weiter und so fort.

Solidarität ist insofern kommunistischer Satanismus und muss unbedingt verhindert und bekämpft werden. Primäres Ziel der Reichen, Mächtigen und Vermögenden ist es, die Bevölkerungen gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen. Mit allen Mitteln! Nur so kommen sie vollständig aus dem Fokus und können in aller Ruhe ihren Profitinteressen nachgehen.


Herrschaftsprinzipien
Anleitung zur Ausbeutung

Unabhängige Untersuchungen

  • Eine von der Regierung beauftragte offizielle Untersuchung kam zu dem Schluß, dass die Regierung richtig gehandelt habe.
  • Eine Umfrage bestätigt: Smartphone-Nutzer finden Smartphones praktisch!
  • Das Personal der Bankenaufsicht, dass größtenteils selbst in der Finanzindustrie arbeitet oder gearbeitet hat, sieht keinerlei Interessenskonflikte zwischen Bankenaufsicht und Banken.
  • Eine von Unternehmen X finanzierte Studie konnte keinerlei gesundheitliche Bedenken hinsichtlich der Produkte von Unternehmen X feststellen.
  • Experten empfehlen, dass zu diesem Sachverhalt vor allem Experten befragt werden sollten.
  • Eine unabhängige Untersuchung, die vom Axel-Springer-Verlag in Auftrag gegeben wurde, hat ergeben, dass die Leitmedien für den Verlust der Meinungs- und Deutungshoheit nicht verantwortlich sind.

Affären. Lügen. Skandale.
Lob des Lobbyismus: eine Replik

»Karriere? Ohne mich!«

Ab einem gewissen Alter scheint es für viele Leute kaum ein anderes Thema als Lohnarbeit, Geld, Konsum und Geldvermehrung zu geben. Hobbys, Leidenschaften oder andere — eben nicht familiäre Interessen- werden immer seltener in Gesprächsrunden thematisiert. So wurde ich vor kurzem beispielsweise von unterschiedlichen Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an unterschiedlichen Orten gefragt, ob ich nicht Karriere machen wolle? Ob ich nicht eine Leitungsposition anstreben, Vollzeit arbeiten, den bestbezahlten Job in der Branche suchen (in Berlin ist das im sozialen Bereich vor allem der öffentliche Dienst) und ob ich nicht etliche Fortbildungen machen wollen würde, um meinen Marktwert zu steigern?

Ich antwortete auf alle Fragen ohne groß zu zögern mit einem klaren »Nein«. Ich soll mich 40–50std/Woche bis zur chronischen Krankheit kaputt schuften, kaum mehr Zeit für Familie, Freunde, Leidenschaften und Hobbys mehr haben, ständig körperlich und geistig erschöpft sein, mich selbst entfremden und das alles eben nur für Geld? Geld. Geld. Geld. Solange die existenziellen Bedürfnisse gedeckt sind und ein kleines Taschengeld übrig bleibt, brauch und will ich nicht mehr lohnarbeiten. Wofür? Für mein Ego? Für irgendeinen materiellen Kram, der meine Selbstwert-Lücken füllen soll? Für künstlich konstruierte Bedürfnisse, die mir die Werbeindustrie einimpfen will? Für Konsum-Events, die meine innere Leere kompensieren sollen?


Geld stinkt!
Vom Geld-Selbstwert
»Warum ich nicht reich sein will...«

Der pädagogische Happen (27)

Mutter A: »Mein Sohn spielt ja jetzt jeden Montag Klavier!«

Mutter B: »Okay.«

Mutter A: »Dienstags und Freitags spielt er ja eh schon Fussball im Verein. Manchmal gibts noch Turniere am Wochenende.«

Mutter B: »Interessant.«

Mutter A: »Und im Schulhort macht er seit drei Wochen bei der Spanisch-AG mit.«

Mutter B: »Wirklich?«

Mutter A: »Na klar! Ich habe ihm gesagt, dass ich es mir wünschen und ich es ganz toll finden würde, wenn er das macht. Und jetzt macht er das.«


Der pädagogische Happen (1−26)

Interessen

Im ersten Semester »Politikwissenschaft« lernt man, dass jeder Akteur, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Interessen hat. Diese Erkenntnis mag auf den ersten Blick banal wirken, wird aber in der Analyse und Bewertung von Entscheidungen und Sachverhalten immer wieder ‑bewusst oder unbewusst- nicht mit einbezogen. Diese Interessen folgen leider eher selten übergeordneten oder zivilgesellschaftlichen Zielen, sondern sind häufiger mit persönlichen Vorteilen verbunden. Um diesen schnöden Sachverhalt zu vertuschen, wird getäuscht, getrickst ‑und ja- auch gelogen. Das ist weder Populismus, noch Verschwörungstheorie, sondern ganz normaler Alltag.

Kein Politiker wird jemals zugeben, dass er primär seine berufliche Karriere im Sinn hat, Entscheidungen nach persönlichen Vorteilen trifft und die Demokratieförderung bzw. der Wille des Volkes eher selten sein Entscheidungs-Kriterium sein wird. Journalisten werden selten zugeben, dass sie Selbstzensur betreiben müssen, wenn sie ihren Job behalten wollen. Auch Arbeiter und Angestellte werden aus ganz persönlicher Existenzangst, selten zugeben, dass sie bei Fällen von Betrug und Menschenverachtung auf ihrem Arbeitsplatz regelmäßig schweigen und wegschauen.

Interessen mögen per se ganz persönlicher und individueller Natur sein. Gleichzeitig sind sie es auch nicht. Denn jeder hat das Interesse nach Existenzsicherung, Anerkennung, Liebe, Wertschätzung und nach der Befriedigung aller Grundbedürfnisse. Darüber hinaus werden die Interessen der neoliberalen Machtelite, regelmäßig im Nebel des akademischen Wissenschaftsdiskurses, unsichtbar gemacht: »Wir leben in einer komplizierten Welt!«, heißt es dann. Nein, manchmal ist es auch ganz einfach.

Die Leidenschaften der Masse

masseinteresse_titelPolitischer und journalistischer Mainstream ist nicht nur neoliberaler Pragmatismus und machterhaltende »Realpolitik« im Sinne des Kapitals, sondern auch die überhebliche Behauptung, dass man ganz genau wissen würde, was die Mehrheit der Bevölkerung so denkt und will. Das wird regelmäßig von ganz rechten bis ganz linken Experten in den Äther gepustet (»uns«, »wir«, »die Deutschen«, »die Bevölkerung«). Häufig wird hier eine ganze Nation für eigene Partikularinteressen instrumentalisiert. Dabei ist es im Internet-Zeitalter gar nicht so schwer, ein halbwegs repräsentatives Bild von den Interessen der Masse zu zeichnen. Schauen wir uns doch einmal an, was die Deutschen wirklich lesen, kaufen und konsumieren. Auf einer rein medial-quantitativen Ebene. Weiterlesen

Kinder in Deutschland; Teil 41: Kinderwunsch

kinderwunsch_titelNoch lange bevor das Thema Erziehung eine Rolle spielt, gibt es den Wunsch nach eigenen Kindern. Nach einer eigenen Familie. Bei Frauen ist dieser in der Regel deutlich ausgeprägter als bei Männern. Viele Liebesbeziehungen werden hierbei auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur beim ersten, sondern auch beim Wunsch nach einem zweiten oder sogar dritten Kind. Eltern‑, Mutti- und Frauen-Internetseiten sowie Foren sind voll mit Beiträgen von vermeintlich verzweifelten Frauen, die ihre Männer nicht dazu bringen können, so viele Kinder in die Welt zu setzen, wie sie gerne haben wollen. Und anstatt nach den Ursachen und Gründen zu fragen, warum sich so viele Männer im sogenannten Zeugungsstreik befinden, werden primär Taktiken und Strategien besprochen, um die eigenen Interessen durch zu setzen. Gleichzeitig wird den Männern pauschal eine Schuld zugesprochen, indem behauptet wird, sie seien für ein Kind nicht reif genug, sie wären egoistisch oder sie wollten einfach keine Verantwortung übernehmen. Weiterlesen

Nur für Sie!

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© epikur

»Wir überwachen diesen Laden: für Ihre Sicherheit!«
»Wir haben für Sie die Preise dauerhaft reduziert.«
»Wir wollen, dass Sie Ihre Träume realisieren!«
»Wir bauen für Sie um!«

Wir haben keine eigenen Interessen, Ziele oder Bedürfnisse. Wir sind ein selbstloser und altruistischer Lügenhaufen.

(P:S: Gibt es einen Grund, warum so viele Fußball-Spieler tätowiert sind und die gleiche Frisur haben, Seiten und hinten abrasiert? Werden die irgendwo geklont?)

Geldkrieger

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»Kein Mensch bei Verstand würde im Privatleben einen solchen Vertrag unterschreiben (Anm.: TTIP), mit dem er sich künftig allen noch nicht bekannten Befehlen von ihm ebenso unbekannten Organisationen unterwerfen würde.«

- Fritz Glunk. »TTIP: Die Selbstaufgabe des Staates«. Blätter. Ausgabe November 2015. S. 14

Anmerkung: Und warum zum Teufel findet unsere Bundesregierung das Konzerninteressenabkommen dann so toll? Alle nicht bei Verstand? Oder werden sie etwa doch gekauft, bedroht und/oder erpresst? Aber das ist ja wieder Verschwörungstheorie, nicht wahr?