Der pädagogische Happen (18)

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Zwei Kinder im Alter von Zehn Jahren spielen und unterhalten sich auf einem Spielplatz.

Felix: »Was machst Du in den Herbstferien?«

Michel-Max: »Ich fliege mit meinen Eltern nach Ägypten.«

Felix: »Boah cool! Aber warst Du nicht gerade in den Sommerferien in Indien?«

Michel-Max: »Ja, und?

Felix: »Ich war noch nie außerhalb von Europa. Meine Eltern sagen, sie haben dafür kein Geld.«

Michel-Max: »Können wir jetzt Deinen Fussball zum Spielen nehmen?«

Felix: »Wieso das?«

Michel-Max: »Weil das ein richtiger Ball ist! Meine Eltern kaufen mir immer nur so Plastikbälle von Aldi. Obwohl ich mir schon lange einen richtig guten Fussball wünsche, bekomme ich ihn nicht!«


» »Der pädagogische Happen«

ZG — The Movie

Niemand hat uns gefragt, wie wir auf die »Enzyklopädie des relativen Wissens« gekommen sind und da haben wir uns gedacht, wenn es keine Sau interessiert, machen wir doch einen Film darüber... klingt logisch, oder?

Letzten Sonntag erst fertig geworden und heute schon für euch online. Das ist doch Wahnsinn! Also hier das 5:46 Minuten Meisterwerk. Viel Spaß.

Kinder in Deutschland; Teil 38: Vereinsmeierei

verein_titelEs gibt kaum einen Eltern-Stammtisch, bei dem nicht irgendwann das Vereins-Thema angesprochen wird. Für viele Mütter und Väter scheint es heutzutage essentiell zu sein, dass ihr Kind ein vorzeigbares Hobby hat. Ein pädagogisch-wertvolles, berufsvorbereitendes und sozial geachtetes Interesse, welches mit Disziplin, Sorgfalt und Regelmäßigkeit betrieben wird. Hier sollen schon früh die marktwirtschaftlich relevanten Skills ausgebildet werden: Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Disziplin, Belastbarkeit und Gewissenhaftigkeit. Wenn Kinder eine selbstbestimmte Leidenschaft entwickeln, ist das auch durchaus begrüßenswert. Sehr viel häufiger wird es ihnen jedoch aufgeschwatzt und aufgezwungen. Weiterlesen

Presseblick (40)

Harald Schumann, investigativer Journalist beim Tagesspiegel und Regisseur der durchaus empfehlenswerten Video-Dokumentation: »Die Troika — Macht ohne Kontrolle« behauptet auf Telepolis: »Wenn man den Mächtigen nach dem Maul schreibt, bekommt man die besseren Honorare.« Völlig richtig. Leider verharmlost auch er die Eigentum- und Machtverhältnisse der Massenmedien, indem er die einseitige Propaganda bei der Russland- und Griechenland-Berichterstattung so kommentiert: »Die Kollegen haben es getan, weil es einfach war. Man konnte sich der Aufmerksamkeit des Lesers und des Zuschauer sicher sein. Es war eine Story.« Von redaktionellen Vorgaben, Selbstzensur, vorauseilendem Gehorsam, Kopfscheren und Atlantik-Brücke-Journalisten ist keine Rede. Denn wer die Eigentumsverhältnisse sowie die zunehmende Gleichschaltung der Massenmedien thematisiert, gehört heute schon zu den Verschwörungstheoretikern. Weiterlesen

WM der Ablenkung

Während alle Welt nur auf die WM schaut, werden nebenbei umstrittene Gesetze durchgepeitscht, Lobby-Politiker in Konzernvorstände gehievt und neue soziale Grausamkeiten beschlossen. Einige Beispiele, die gerade so durchgesickert sind:

  1. Die Hartz4 — Sanktionen sollen verschärft werden. Zukünftig soll man bereits beim ersten Versäumnis eine Sanktion erhalten, wie die dpa nach einem BILD-Bericht meldet. Schließlich sind ja die Erwerbslosen dafür verantwortlich, dass es zuwenig Arbeitsplätze gibt und nicht der »Arbeitsmarkt«.
  2. Der ehemalige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) wechselt nun doch ohne Pause zum Januar 2015 zur Deutschen Bahn. Er wird dort die »politische Kontaktpflege« übernehmen, wie die Medien berichten.
  3. Während Sigmar Gabriel im April 2013 im Greenpeace-Magazin noch erklärt hatte, Fracking verbieten zu wollen, weil es unverantwortlich sei, Chemikalien ins Grundwasser zu pumpen, will er es nun als Bundeswirtschaftsminister »unter Auflagen« doch zulassen.

Allen noch ein schönes Fussballfest! Feiert, sauft und vergesst die Politik. Lasst euch fröhlich weiter verarschen. Prost!

Presseblick (26)

Frauen sind Opfer. Männer Täter. Männer führen Kriege. Frauen wollen den Frieden. So hören sich Hardcore-Feministinnen und Gender-Seminare in den Universitäten an. Zwei aktuelle Beispiele aus der Presse konterkarieren diese einseitige Weltsicht als realitätsfremde Ideologie. Auf taz.de gibt es einen interessanten Gastbeitrag der Amadeu Antonio Stiftung mit der Schlagzeile »Nazifrauen in Deutschland: Übersehen und unterschätzt«. Natürlich sind die Frauen auch hier stets Opfer, sie werden vom Patriarchat gezwungen, Ausländer zu hassen und gewalttätig zu sein (wie Beate Zschäpe). Und wer ist der Boss vom größten Mordmaschinenhersteller Friedensbringer auf Erden? Vom weltweit größten US-Rüstungskonzern Lockheed Martin? Eine Frau namens Marillyn Hewson. Auf welt.de spricht sie über die Ukraine-Krise. Weiterlesen

ZG-Rückblick: Abseits?

Vor einigen Tagen stürmten bei dem Spiel Hertha vs. Düsseldorf Tausende Fans den Platz und warfen Feuerwerkskörper. Es wurde zwar niemand ernsthaft verletzt, der Vorfall warf aber dennoch Fragen der Sicherheit im Stadion auf. Hin und wieder gibt es auch Vorfälle, in denen sich Hooligans eine erbitterte Schlacht abseits des Spieles liefern. Pöbeln, saufen und schreien darf auch bei vermeintlich normalen Stadion-Fans nicht fehlen.

Was ist so besonders an diesem Sport? Was wird uns bei der Fußball-EM erwarten? Ist Fußball Opium füs Volk? Oder einfach nur ein Riesengeschäft? Weiterlesen

ZG-Rückblick: Zu Gast bei Autokraten

Olympische Spiele in Peking, Formel Eins in Bahrain, Fußball-EM in der Ukraine. Liegt es in der Verantwortung der Organisatoren von sportlichen Großveranstaltungen die politischen Verhältnisse des Austragunsortes zu beurteilen? Spiegelt der Sport einfach nur die Bigotterie die auch sonst in der Gesellschaft herrscht oder verschafft er Unrecht zusätzliche Akzeptanz? Oder sind es einfach westliche Wertvorstellungen die hier den Sport einschränken sollen? Weiterlesen

»Endlich wieder stolz sein dürfen!«

»Der Begriff Stolz sollte in Deutschland erst dann wieder ganz vorsichtig zur Anwendung kommen, wenn es uns gelungen ist, den neuen Nazi-Scheiß zu stoppen«

- Udo Lindenberg

Bald dürfen wir wieder öffentlich stolz auf Deutschland sein, ohne in den Verdacht zu geraten, wir hätten eine rechte Gesinnung. Überall rüsten sich die Deutschen schon mit Fähnchen, T-Shirts und Trillerpfeifen. Am 11. Juni ist das erste WM-Spiel und am 13. Juni spielt Deutschland gegen Australien. Hitlerdeutschland liegt doch über 60 Jahre zurück, also dürfen wir auch mal wieder stolz auf unser Land sein, oder? Laut einer Forsa-Umfrage sind 84% der 14–18 Jährigen eh schon stolz darauf, deutsch zu sein. Weiterlesen

Robert Enke — eine Zusammenfassung

Nun gab es die große Abschieds- , Gedenk- oder Trauerfeier, je nachdem welche Begrifflichkeit einem hier am liebsten zusagt. Nur eine »Feier« sollte es schon gewesen sein. 35.000 Menschen seien ins Stadion von Hannover gekommen, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und DFB-Präsident Theo Zwanziger hielten eine Rede. Zahlreiche Prominente und Vertreter zahlreicher Fussballverbände waren anwesend. Menschen trauern, zeigen ihre Emotionen, wenn Personen die in der Öffentlichkeit standen verstorben sind. Das war eben schon immer so. Was also gibt es daran zu kritisieren oder zu hinterfragen? Eine kleine Zusammenfassung wichtiger Gedanken hierzu. Weiterlesen