„Die Russen kommen!“ (Teil 2)

welt.de vom 11. August 2016

welt.de vom 11. August 2016

Es wird fröhlich weiter gehetzt und gezündelt. Wer immer noch den Glauben von der objektiven „Vierten Gewalt“ hat, sollte endlich aufwachen. Gerade im Syrienkonflikt zeigt sich sehr deutlich, dass die bürgerlichen Massenmedien primär das Instrument von Politik und Wirtschaft sind, um Meinungs- und Deutungshoheiten sowie absolute Wahrheiten zu verkünden. Wer diese Wahrheiten anzweifelt, ist wahlweise ein Polemiker, Verschwörungstheoretiker, Antisemit, Populist, Antiamerikaner, Radikaler oder Extremist. Sollte es tatsächlich zu einem neuen Weltkrieg kommen, sollten wir alle die Rolle der Massenmedien -als derzeit oberste Kriegstreiber- nicht vergessen!

zeit.de vom 15. August 2016

zeit.de vom 15. August 2016

Die USA bomben seit dem Herbst 2014 in Syrien. Russland seit Herbst 2015. Weder die USA noch Russland werden einer Waffenruhe zustimmen, sofern sie ihre Interessen gefährdet sehen. Russland will Assad an der Macht halten und die USA wollen ihn absetzen. Eine ausgewogene Berichterstattung, die beide Interessen kritisch in den Blick nehmen würde, sieht anders aus.

focus.de vom 16. August 2016

focus.de vom 16. August 2016

Laut der regierungsnahen SWP-Stiftung könnte Russland demnächst eine „facettenreiche Kampagne zur Diskreditierung Deutschlands“ starten, so der Focus. Unter anderem könnte der Kreml behaupten, dass in Deutschland der „Faschismus wieder aufleben“ würde und dass „Deutschland ein Kriegstreiber“ sei. Was so natürlich überhaupt nicht stimmt, wenn man sich die Zustimmungswerte für die AfD, die mehr als 1.000 brennenden Flüchtlingsheime allein im Jahr 2015 und die Berichterstattung der Leitmedien zum Thema Russland und Putin anschaut. :WTF:

n-tv.de vom 18. August 2016

n-tv.de vom 18. August 2016

Man sollte wohl keinesfalls den Fehler machen, den Architekten der Agenda 2010 und somit bedingungslosen Befürworter des Hartz-Terrors, Frank-Walter Steinmeier, als Menschenfreund deklarieren. Aber ob er wirklich ein Interesse an einem neuen Weltkrieg hat, bezweifle ich dann doch. Unsere liebe Kaufpresse hingegen, verunglimpft sofort jeden, der versucht mit Putin diplomatisch zu verhandeln als „Russlandfreund“ und/oder „Putinversteher“.

faz.de vom 17. August 2016

faz.de vom 17. August 2016

Der Gastbeitrag des stellvertretenden Nato-Generalsekretärs Alexander Vershbow trieft nur so vor Parteilichkeit und Russland-Bashing: „Stattdessen wirft Russland der Nato vor, der Aggressor zu sein.“ Schaut man sich die NATO-Osterweiterung in den letzten zwanzig Jahren an und gleichzeitig das Versprechen der NATO, bei der Wiedervereinigung Deutschlands sich nicht weiter Richtung Osten auszudehnen, muss man der russischen Haltung wohl oder übel zustimmen.

bild.de vom 19. August 2016

bild.de vom 19. August 2016

Krieg ist und bleibt immer schrecklich. Besonders für die Zivilbevölkerung. Die Bombardierung von Krankenhäusern ist aber beiliebe kein Alleinstellungsmerkmal der Russen. Auch die USA haben in der Vergangenheit Bomben auf Krankenhäuser in Afghanistan, Syrien, Irak, Jemen und im Süd-Sudan geworfen. Hiervon berichtet die BILD aber entweder gar nicht, oder wenn es nicht anders geht, eher kleinlaut oder in verzerrter Darstellung.

sueddeutsche.de vom 17. August 2016

sueddeutsche.de vom 17. August 2016

Was zunächst wie ein neutral-sachlicher Bericht klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als die gezielte Einbettung von spezifischen Deutungsmustern. Denn natürlich gilt der Iran im US-Jargon offiziell immer noch als „Schurkenstaat“. Und wenn Russland mit denen zusammen arbeitet, soll das ihr niederträchtiges Wesen verdeutlichen. Übrigens fliegen die USA ihre Luftangriffe aus der „Vorzeige-Demokratie-Türkei“ und von Kopfab-Saudi-Arabien aus.

Spiegel Online vom 4. August 2016

Spiegel Online vom 4. August 2016

Die Rolle der USA in Syrien und ihr unbedingtes Festhalten an der Entmachtung von Assad wird bei Spiegel Online, das fest in der Hand von Transatlantikern und von Atlantikbrücke-Journalisten ist, nicht thematisiert.

Hier der „Medien-Unfall“ von 1972, der die öffentliche Ablehnung zum Vietnamkrieg stark beeinflusst hatte:

Aufgenommen am 8. Juni 1972 im Dorf Trang Bang unweit von Saigon. Foto: Nick Ut/AP. Quelle: derwesten.de vom 6.6. 2012

Aufgenommen am 8. Juni 1972 im Dorf Trang Bang unweit von Saigon. Foto: Nick Ut/AP. Quelle: derwesten.de vom 6.6. 2012

Und hier die aktuelle Medien-Kampagne unserer Kaufpresse:

Spiegel Online vom 18. August 2016

Spiegel Online vom 18. August 2016

Denn weil in Aleppo die Russen bombardieren, man den Medien-Propaganda-Krieg unbedingt gewinnen will und weil die US-Administration aus den Fehlern des Vietnamkrieges (zu wenig Medienkontrolle) gelernt hat, werden nun solche Kampagnen gefahren. Kinder als Opfer ziehen medial immer. Machen emotional. Wütend. Traurig. Schon beim Irakkrieg wurden angeblich Babys aus Brutkästen gerissen. Ursula von der Leyen wollte mit dem Verbot von Kinderpornografie-Websiten, eine Internetzensur einführen. Es leiden aber eben nicht nur Kinder in Aleppo, wo die Russen bomben, sondern auch dort, wo die Amis (und ihre Verbündeten) bomben und mit Drohnen morden (z.B. im Jemen, im Irak, in Pakistan etc.). Solche Bilder werden wir aber nicht in unseren transatlantischen Massenmedien sehen.

zeit_eskalation

zeit.de vom 25. August 2016

Abschließend lässt sich -wieder einmal- festhalten: wir haben keine Gleichschaltung (und jetzt alle im Chor: „Wir haben keine Gleichschaltung!“), sondern nur ganz „leichte“ (muhaha!) Tendenzen zu einer einseitigen Berichterstattung. Es spielt auch überhaupt keine Rolle, ob nun ein Mastermind, die Kopfschere, der Tendenzschutz, ökonomische Abhängigkeiten oder die Leitlinien der Chefredaktionen die Diskursgrenzen und erlaubten Narrative festlegen. Fakt ist -und dass kann mittlerweile jeder selbst überprüfen, wenn er will- dass es bei bestimmten Themen (GdL-Streik, Griechenland, Ukraine, Syrien, Linkspartei, Hartz4, Russland-Putin, USA etc.), es weder eine ausgewogene Berichterstattung, noch alternative Perspektiven in unseren bürgerlichen Massenmedien (Spiegel Online, BILD, Zeit, Welt, FAZ, Süddeutsche etc.) gibt.

Und weil es im neoliberalen Absurdistan natürlich keine Kürzungen im sozialen Bereich oder im Bildungssektor gibt (beispielsweise um marode Banken zu „retten“), zum Ende noch ein wenig Realsatire:

Spiegel Online vom 25. August 2016

Spiegel Online vom 25. August 2016

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Wer noch nicht genug hat: „Die Russen kommen“ (Teil 1)

15 Gedanken zu “„Die Russen kommen!“ (Teil 2)

  1. @Alles nur Satire

    “ Die britischen Regisseure machen sich nichts aus dem Kind, es interessiert sie nur, um ihre Bilder anfertigen zu können. Nach Angaben von Associated Press wurde das Foto von Mahmud Raslan gemacht, den man übrigens in dem Video sieht. Nun ist dieser Mann laut seinem Facebook-Account Mitglied von Harakat Nour al-Din al-Zenki (unterstützt durch die CIA, die ihr BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen geliefert hat). Weiterhin hat er seinem Facebook-Konto zufolge, was durch ein anderes Video bestätigt wird, am 19. Juli 2016 einem palästinensischen Kind, Abdullah Tayseer Al Issa (12 Jahre alt), den Hals abgeschnitten.“

    Danke für die Ergänzung! Kranker Stoff.

  2. Wahrscheinlich OT, aber irgendwo doch artverwandt:

    https://www.rt.com/usa/357045-powell-memo-corporate-takeover/

    Wirft für mich die Frage nur auf: Warum habe ich eine so gute Nase dafür, solchen Schwachsinn doch zu erkennen, ohne dass es mir einer sagt…
    Den Eindruck, als wenn ab irgendeinem bestimmten Zeitpunkt alle Bürgerrechtsbewegungen aus den USA vom System korrumpiert wurden, und zu dem Kindergarten gemacht wurden, was sie heute sind, der steht schon lang im Raum – weil es einfach den Eindruck erweckt.
    – Völlig unabhängig davon, dass generell in der Obrigkeit aller gesellschaftlichen Institutionen auch noch Leute positioniert wurden, die einen zur Systemkonformität erziehen sollen.
    Wenn man die einen nicht auf diese Methode kriegt, dann mit der anderen – nun sage mir da noch einer, ich bin bescheuert, weil ich so vieles, was sich heute unter dem Deckmantel „Organisation für die Rechte von Minderheit X“ sammelt, für vom System bezahlten Kindergarten halte, damit es nicht gesetzlich und im Staat vorwärts geht, als dass bloß wieder eine emotionale gesellschaftliche Diskussion daraus wird.
    (Nun gut, die bezahlten Leute von damals sind heute alt oder bereits tot; jetzt hat man mittlerweile eine Generation von Aktivisten bereits herangezüchtet, die von sich selbst heraus so agieren, ohne dass man es ihnen sagen muss. Sind einfach von Korrumpierten und auf dem Holzweg unterwegs Gewesenen geprägt worden und denken in ihrem gutbürgerlich geschützten Käfig, die Welt ist eine Krabbelbox.)

  3. @Epikur

    […] Fakt ist –und dass kann mittlerweile jeder selbst überprüfen, wenn er will– dass es bei bestimmten Themen (GdL-Streik, Griechenland, Ukraine, Syrien, Linkspartei, Hartz4, Russland-Putin, USA etc.), es weder eine ausgewogene Berichterstattung, noch alternative Perspektiven in unseren bürgerlichen Massenmedien (Spiegel Online, BILD, Zeit, Welt, FAZ, Süddeutsche etc.) gibt[…]“

    ….es geht noch schlimmer, manche Themen werden einfach totgeschwiegen, oder verharmlost….

    …ich weiß von was ich schreibe, da ich von der Arbeitsagentur-Drangsalierung als Kurzzeitarbeitsloser, seit März 2016, betroffen bin, und hier mehrmals die kafkaeske Situation geschildert habe, die nicht nur mich allein betrifft, die da heißt vom 1. Tag der Arbeitslosigkeit, nicht erst nach 1 Jahr, oder als „Aufstocker“ von Hartz IV, wird man gezwungen, via sanftem „Arbeitszwang“, sich eine Arbeit komplett außerhalb des erlernten Berufsfeldes – in meinem Fall kfm. und verwaltenden Bürobereich – über Leiharbeit in der Kommissionierung, als Produktions- oder gewerblicher „Helfer“, zu suchen.

    Eine neue Form des Arbeitsunrechts in Deutschland, die mache in .de für „normal“ befinden – Hauptsache, die Arbeitslosenstatistik sieht gut aus….

    ….wie bereits erwähnt, die Thematik wäre auch einmal einen Bericht wert, aber wird totgeschwiegen, verharmlost, oder ins lächerliche gezogen….von unseren neoliberalen Medien….

    Wie asozial Deutschland mit älteren, demenzkranken Menschen umgeht ist medial auch kein Thema – Höchstens als, die wirklich ernste Thematik verharmlosende, lächerlich machender Kino-Film „Honig im Kopf“ mit Dieter Hallervorden. Ernsthafte Diskussionen über die (finanzielle und oft verschuldende) Situation pflegebedürftiger Menschen, deren pflegende Angehörde, die Ausbeutung und Geringbezahlung von dt. und nicht-deutschen Pflegekräften, und die zunehmende Menschenfeindlichkeit in diesem Bereich….Fehlanzeige….

    …paßt einfach nicht ins Weltbild unserer Neolibs…..

    Zynische Grüße
    Bernie

  4. oops….ich meinte natürlich „Angehörige“….

    Sorry, Bernie….

    Was meine berufliche Situation angeht, da sehe ich es ja ein, dass ich im ÖD, als Verwaltungsfachangestellter/Kommunalverwaltung, keine Chance mehr habe, aber was ich nicht verstehe ist, dass ich a.) gleich das komplette Berufsfeld abschreiben soll b.) keine Umschulungs- bzw. Weiterbildungszusage seitens der Arbeitsagentur erhalte (schulisch „nein“ und betrieblich „vage“) und c.) 12 Jahre nichts gelten, die man half einen elterlichen Betrieb in der Tourismusbranche am Leben zu erhalten….und davon sogar noch Steuern an denselben Staat abgedrückt, der mir nun so eine kafkaeske Situation zumutet….

    Gruß
    Bernie

    PS: Am Frechsten finde ich übrigens, dass die hiesige Arbeitsagentur es so darstellt als wäre ich der Schuldige, dabei verweigern die mir jegliche Weiterbildungsalternative – bis eben auf Leiharbeit, die ich mir selber suchen soll…..

  5. Auch hier zeigt sich, daß es kaum noch so etwas wie Opposition und kritisches Denken in weitreichenderen Medien gibt, der dem verordneten Mainstream Paroli bietet.

    Ähnlich wie bei A. Merkel wird dann alles Diffamierende nicht differenziert und damit kritisch betrachtet, sondern als Kübel personifiziert über Putin oder vereinfacht über Russland ausgekippt. Ansonsten ließe sich vermutlich oftmals der Generalvorwurf gar nicht erst erheben.

    Ähnlich sieht es mit der Kritik vom Mißständen aus, diese werden merkwürdigerweise immer in anderen Ländern und dort bevorzugt bei den zur Zeit gerade als unbeliebt angesehenen festgestellt. Dabei bräuchte man oft genug nur vor die Haustür zu gehen und fände das in Schland gleichfalls.

  6. @Siewurdengelesen

    „Ähnlich sieht es mit der Kritik vom Mißständen aus, diese werden merkwürdigerweise immer in anderen Ländern und dort bevorzugt bei den zur Zeit gerade als unbeliebt angesehenen festgestellt. Dabei bräuchte man oft genug nur vor die Haustür zu gehen und fände das in Schland gleichfalls.

    Oh ja! Selbst in linken Publikationen wie der „Le Monde Diplomatique“ oder den „Blättern“ gibt es regelmäßig Berichte und Artikel über Demokratie-Defizite in afrikanischen oder asiatischen Ländern. Die Medien seien nicht sachlich-objektiv, die Politik korrupt, die Justiz nicht unabhängig, die Polizei würde zu oft unangemessene Gewalt anwenden, die Bürger werden überwacht usw. – jedes mal denke ich mir beim Lesen: „So groß anders ist das in Deutschland auch alles nicht mehr!“ Aber groß mit dem moralischen Zeigefinger auf andere schauen, das macht der bigotte Deutsche gerne.

  7. @ epikur

    >>jedes mal denke ich mir beim Lesen: »So groß anders ist das in Deutschland auch alles nicht mehr!« Aber groß mit dem moralischen Zeigefinger auf andere schauen, das macht der bigotte Deutsche gerne.<<

    Wenn man mit dem Finger nur auf andere zeigt, braucht man selbst nichts ändern. – Sehr gute Methode, um sich aus der Affäre zu ziehen, selber etwas abliefern zu müssen.

  8. @epikur – das ist ja eben der wesentliche Zweck dieser permanenten (schiefen) Vergleiche. Den Leuten hier einzureden, es ginge ihnen in dieser Hinsicht „besser“. Und genau dieses „ach, uns geht’s hier ja eigentlich ganz gut“ ist auch genau die „Firewall“, an der du bei den Schafen mit sachlicher Argumentation nicht mehr weiterkommst. Und dann wären wir auch sehr schnell wieder bei der von mir sehr geschätzten „Mitte“ – denn jene lebt ja im Grunde ausschließlich vom ständigen Teufel-an-die-Wand-malen! Vielleicht sollten Linke sich auch etwas mehr mit menschlicher Psychologie beschäftigen. Die Neoliberalfaschisten tun es jedenfalls… und dies ist auch ein Grund, warum sie damit so erfolgreich sind…

    „Macht“ bedeutet auch, darüber zu entscheiden, über was in diesem Land überhaupt berichtet, was thematisiert wird.

    Zum Thema gut passend: ich hatte letztens mangels Lesestoff mal ein Heftchen der „Bundeszentrale für politische Bildung“ mit an den See genommen; wurde damals während des Studiums regelm. verteilt. Titel war „Massenmedien“. Im gesamten(!) Heft wurde es jedoch quasi komplett vermieden, in irgend einer nennenswerteren Form auf die grundlegende Problematik der Besitzverhältnisse bei den Privatmedien einzugehen – also, dass einigen wenigen Reichen gewaltige Konzerne zur öffentlichen Meinungssteuerung gehören. Statt dessen – und da wären wir dann auch wieder beim Spielchen mit der selektiven Wahrnehmung – musste dann ein ausführliches Kapitel über die Medien in der DDR herhalten – um den hiesigen Saustall als „demokratische Medienlandschaft“ heller erstrahlen zu lassen.

    @Bernie – nimm es nicht falsch auf – aber deine individuelle Geschichte kennen wir ja alle inzwischen schon… Ich kann dich ja verstehen – ja, auch ich möchte regelm. laut aufschreien, warum dieses Unrecht nicht als Unrecht wahrgenommen wird. Ich verstehe schon nicht, warum sich so viele Linke inzwischen mit diesem Monstrum irgendwie arrangiert haben, warum da jeder „Widerstand“, jede Kritik daran gebrochen ist. Es ist ja grade das Furcherregende – dass es „Normalität“ geworden ist…

    Ein Fehler liegt dann auch bei dir: du erhoffst, erwartest, von anderen (der großen Masse) verstanden zu werden. Verstehst aber nicht, dass jene dich nicht verstehen können – weil sie es schlicht zu einem bedeutenden Teil: nicht wollen! Einstein sagte mal, es sei die Definition von Wahnsinn, stets das gleiche zu tun, aber immer andere Ergebnisse zu erwarten… ;)

  9. @Dennis82

    Geb dir völlig recht, die Massenpsychologie geht wieder in eine andere Richtung als die Mitmenschlichkeit (nicht nur in meinem konkreten Fall – Übrigens zu dt. Beamten/-innen bzw. Staatsdienern/-innen habe ich seit der Lektüre von Raul Hilbergs „Die Vernichtung der europäischen Juden“ sowieso kein Vertrauen was Menschlichkeit angeht….man muss dort nur über die Unmenschlichkeit der ersten Tage der Judenverfolgung nachlesen, und mal heute einen Vergleich ziehen – die Clientel hat sich zwar geändert, aber die Unmenschlichkeit auf dt. Behörden/Amtsstuben ist dieselbe wie anno dazumal….mit dem Unterschied, dass man Menschen heute zwar nicht physisch vernichtet, aber ihre Existenz sehr wohl zerstört)

    Der alte „Eini“ hat auch recht ;)

    Übrigens, die „Neoliberalfaschisten“ sind auch – im negativen Sinne – Sozialdarwinisten, und dies weiß ich, als Materialist, und Atheist, der auch mal andere Homepages, z.B. humanistische und religionskritische, besucht hat nur zu gut – auch dies nutzen die „Neoliberalfaschisten“ aus, und die „Linke“ ignoriert die Thematik geflissentlich. Der einzige Unterschied der „Neoliberalfaschisten“ zu den „alten“ Nazis ist, dass die ihren Sozialdarwinismus nicht offen aussprechen. Wäre auch mal eine interessante Thematik über die man diskutieren könnte.

    AfD, NPD, REPS & Konsorten sind doch nur die Spitze eines rechtslastigen Eisberges, der auch schon – nicht erst seit der Agenda 2010 – die sogenannte „Neue Mitte“ beinhaltet.

    Konkret:

    Keiner stellt sich z.B. öffentlich hin, und meint, dass alle Arbeitslosen „lebensunwert“ sind – Online gibt/gab es durchaus solche Thesen aus der Ecke der „Neoliberalfaschisten“ wie du sie so schön bezeichnest – Ein Gedanke der mir gerade durch den Kopf schoß: 1945 sind viele „alte“ Nazis nach Lateinamerika ausgewandert, auch nach Chile – und dort erlebten die „Neoliberalfaschisten“ zum ersten Mal ihre Praxisprobe in einem faschistischen Land des Diktators Pinoquet.

    Der Sozialdarwinismus, im negativen Sinne, kommt eben von den dort emigrierten Ex-Nazis wieder zurück ins „alte Europa“….

    ….eine Thematik, die ich schon seit Jahren verfolge, die aber weitgehend totgeschwiegen wird….in .de….

    Warum wohl?….

    ….wäre doch auch mal eine Frage wert…..

    @Epikur

    Zum Thema „Die Russen kommen!“ – finde ich wirklich gut, und warte mal gespannt auf einen Text von dir zum 11. September – Überschrift „Die Araber kommen“.

    Auch eine Thematik, die öffentlich totgeschwiegen wird, dass der Hass gegen Araber bzw. Moslems viel älter ist als der Islamismus Bin Ladens….Guck mal alte Hollywood-Filme an, z.B. Ben Hur, da werden Araber wahlweise als fiese Schurken – oder edle Lichtgestalten gezeichnet….

    Zynisch könnte man anmerken, dass es eben nicht nur Antisemitismus oder Philosemitismus sondern auch Antiislamismus und Philoislamismus, und dies schon seit es Publikationen über die moslemische Welt im „Westen“, gibt…..

    Diese Thematik wird, obwohl durchaus interessant seit Karl Martell, und den ersten Tagen des Islams seit dem Propheten Mohammed, totgeschwiegen….

    Tja, wer profitiert davon?

    Gruß
    Bernie

  10. ….und ich dachte, dass die „Russen“ schon lange hier sind……und @Bernie….vor ungeliebten Jobs kann man sich jederzeit problemlos drücken…..

  11. @rainer

    „[…]@Bernie….vor ungeliebten Jobs kann man sich jederzeit problemlos drücken….[…]“

    Aha?

    Danke für den Hinweis, aber ich will ja arbeiten – wenn möglich in dem Berufsfeld, dass ich jahrelang ausgeübt habe (=roter Faden im Lebenslauf).

    wenn nicht möglich, dann eben in Leiharbeit (kein roter Faden im Lebenslauf mehr)…..

    Es geht nicht ums vor Arbeit drücken …. sondern um Gerechtigkeit…

    Was das angebliche „problemlos“ angeht – Schon mal was von „Sperrzeit wegen Arbeitsverweigerung bzw. des Anbahnens einer Beschäftigung“ seitens der Arbeitsagentur gehört?

    …aber lassen wir das Thema, lieber Rainer…..hier geht es ja um andere Themen…..als um den Arbeitsmarkt, und das damit verbundene Arbeitsunrecht in .de…..

    Gruß
    Bernie

  12. Der Amerikaner geht mir so auf den Sack. Wie sieht es denn mit dem Verursacherprinziep aus, oh da können ja alle Flüchtlinge nach Amerika deportiert werden.
    Da hätte ich noch eine Frage;warum ist der Russen nach der Wiedervereinigung abgezogen aber der Ami und der Engländer nicht?

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