Der Anschlag (40)

anschlag_teaserNach dem Vorbild von Early Access in der Videospielindustrie sowie dem Lizenz-Modell, bei denen man digitale Produkte nicht besitzt, sondern faktisch nur mietet – will nun auch die Bau-, Stahl-, Immobilien- und Autoindustrie unfertige Produkte und Dienstleistungen anbieten. „Für die Kunden habe es den Vorteil, die Entwicklung hautnah mit zu erleben“, so ein Industriesprecher.

Die Bundeswehr hat große Nachwuchs-Probleme. Da weder Marketing-Kampagnen, noch Hauptschüler und Schulabbrecher die Lücke füllen können, will die Armee nun dazu übergehen, Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen zu rekrutieren. Diese sollen dann vor allem an der Front eingesetzt werden.

Wegen dem zunehmendem Elektrosmog in Bus und Bahnen, wollen die entsprechenden Nahverkehrsbetriebe, flächendeckend in Deutschland, ein Smartphone-Verbot in ihren Fahrzeugen durchsetzen. Dagegen protestieren Millionen von Menschen fast täglich in allen Großstädten Deutschlands.

(Bisherige Folgen)

Kulturimperialismus

Plakat des katholischen Hilfswerkes "Misereor". Marktwirtschaftliche Methoden als vermeintliche Lösungen, um den Welthunger zu bekämpfen. Auch eine Form von kulturimperialistischer Propaganda. Schließlich kann der Welthunger durch Reichtums-Umverteilung sehr viel effektiver verhindert werden.

Plakat des katholischen Hilfswerkes „Misereor“. Marktwirtschaftliche Methoden als vermeintliche Lösungen, um den Welthunger zu bekämpfen. Auch eine Form von kulturimperialistischer Propaganda. Schließlich kann der Welthunger durch Reichtums-Umverteilung sehr viel effektiver verhindert werden.

In linkspolitischen Kreisen werden häufig NATO-Angriffskriege, prekäre Beschäftigungsverhältnisse sowie die politischen Massenverarmungsprogramme kritisiert. Auch die entsprechenden Hintergründe und Zusammenhänge werden analysiert. Ein Aspekt kommt mir jedoch häufig zu kurz: die Macht und der Einfluss von Büchern, Filmen und der Unterhaltungsindustrie auf unser Denken, Fühlen und Beurteilen. Denn unsere Wertvorstellungen werden nicht nur von unserem Elternhaus und der Schule geprägt, sondern auch wesentlich davon, was wir medial im Laufe der Jahre konsumieren. Gleichzeitig sind viele Unterhaltungsprodukte ein Spiegel gesellschaftlich gelebter, aber nicht zwingend gesetzlich verankerter Konventionen. Weiterlesen

Der pädagogische Happen (11)

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Mutter A: „Oh Man, Theodor hat heute schon wieder Hausaufgaben in Deutsch und Mathe auf. Die bekommt er fast jeden Tag! Wir sitzen dann immer über eine Stunde da dran.“

Mutter B: „Sei doch froh! Meine Elsa bekommt gar keine Hausaufgaben auf. Alternative Reformpädagogik oder so ähnlich nennen die das. Gefällt mir aber gar nicht! Wie soll sie denn ohne Hausaufgaben eigenständig werden und was lernen?“

Mutter A: „Sie geht doch täglich für den halben Tag in die Schule! Ich denke, da büffeln die Kinder schon genug. Hausaufgaben dienen doch primär dazu, die Kinder frühzeitig mit Sachzwängen vertraut zu machen und um sie zu disziplinieren. Ich übe und lerne spielerisch mit Theodor auch so zwischendurch. Ganz ohne Hausaufgaben. Das macht er dann aber gerne und ohne Zwang!“

Mutter B: „Ja, aber ich finde es eben wichtig, dass meine Elsa nachmittags nicht immer nur spielt, sondern eben auch begreift, dass das Leben kein Ponyhof ist!“

Mutter A: „Aber spielen ist doch Lernen!“

(Bisherige Folgen)

Die letzte Bastion: Geld für Spiele-Mods

Total Conversion für Elder Scrolls Oblivion: "Nehrim"

Total Conversion für Elder Scrolls Oblivion: „Nehrim“

Auch wenn womöglich einige mit PC-Spielen nicht so viel anfangen können, so kann man in der Branche derzeit gut beobachten, wie der neoliberale Kapitalismus wuchert und wildert, um aus allem noch den letzten Tropfen Profit heraus zu quetschen. Schließlich geht es nur: höher, schneller, weiter. Wachstum um jeden Preis. Die Aktie muss steigen und die Dividenden immer höher ausfallen. Die großen Drei der Spieleindustrie -Electronic Arts (EA), Ubisoft und Blizzard- haben im Jahr 2014 zusammen mehr als 6 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Computerspiele sind insofern schon lange kein Nischenprodukt mehr, sondern ein riesiger Markt, der seine Krallen überall hin ausstreckt. Nun können sich User via Steam ihre selbstgebauten Mods finanziell vergüten lassen. Der Clou: 75 Prozent des Erlöses behalten die Vertriebsplattform Steam und der entsprechende Entwickler/Publisher ein und der Modder erhält lediglich 25 Prozent des Verkaufspreises. Weiterlesen

Kinder in Deutschland; Teil 35: Gewalt

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Flammen der Zerstörung: ein Osterfeuer.

Wenn man seinen Kindern Action-Spiele verbietet, wird ihnen psychische Gewalt angetan!“ So eine (zugegeben provokante) These in den Raum geworfen und Mann kann sich sicher sein, dass die Besser-Esser-Bio-Öko-Eltern, die Helikopter-Mamis und die vermeintlich politisch überkorrekten Emo-Glucken-Mütter ihren rhetorisch-pädagogischen Würgegriff einsetzen werden. Ob Schwertkämpfe mit Holzstöcken, oder mit Star Wars Laser-Plastik-Schwertern, Wasserpistolen-Spiele oder Playmobil-Cowboys, die mit Gewehren ausgerüstet sind – wer das bei seinem Kind zulässt, erzieht einen Gewalttäter heran, so die Hobbyerzieherinnen. Einen verhaltensauffälligen Aggressor und Soziopathen, der bald zum Kinderpsychologen oder zur Ergotherapie geschickt werden muss. Weiterlesen

Presseblick (23)

Die Wirtschaftswoche schreibt über „die Traumberufe unserer Kinder“. Erläutert wird eine Umfrage des Jugendforscher-Teams iconKIDS&Youth im Auftrag von LEGO City. Kinder sollen und müssen schließlich funktionieren: zuerst nur als Konsumenten, später zusätzlich als Steuerzahler und Lohnarbeiter. „73 Prozent der Kinder wissen schon ganz genau, welchen Beruf sie einmal ergreifen wollen.“ Nur leider sinke mit zunehmenden Alter die Zuversicht, den gewünschten Beruf auch zu bekommen, so die Redakteurin Miriam Bax. Das liege natürlich nicht an unserem Arbeitsmarkt, bei dem auf ca. eine Million offener Stellen (sehr optimistisch gerechnet) ungeschönt sechs bis sieben Millionen Erwerbslose treffen, sondern daran, dass man „Ausschreibungen für Profifußballer oder Geheimagenten“ in den Jobbörsen vergeblich suche. Es gibt kaum eine frustrierendere Frage für Kinder als „Was möchtest Du später einmal werden?“. Bei dem Arbeitsmarkt sind die meisten am Ende froh, überhaupt eine Lohnarbeit gefunden zu haben. Weiterlesen

ZG-Rückblick: Over-Next-Gen-Konsolen, oder so ähnlich

ZG-RückblickAlle paar Jahre wieder passiert es. Die großen Hersteller von Konsolen schmeißen die Promomaschinerie an für den bevorstehenden Start der nächsten Konsolengeneration. Sony und Microsoft sind gegenwärtig diejenigen die uns ans Herz legen wollen, ihr Produkt zu erwerben. Der PC ist angeblich seit vielen Jahren mehr oder minder tot als Spieleplattform und überhaupt wird doch nur noch auf mobilen Endgeräten gespielt, bzw. war doch irgendwann die Rede davon das Cloudgaming das Spielen ohnehin weitestgehend Endgeräteunabhängig machen würde. Braucht also eigentlich noch irgendjemand diese Teile, bzw. wurden Konsolen jemals wirklich gebraucht? Wie hoch ist überhaupt noch die Relevanz der Hardwarebasis für Spiele? Wie viel Hardware braucht denn ein gutes Spiel überhaupt? Weiterlesen

ZG-Rückblick: GTA V

ZG-Rückblick

Am 17. September, als in Deutschland fast alle nur über Politik redeten und schrieben, wurde Grand Theft Auto 5 veröffentlicht und brachte in den ersten drei Tagen mehr als eine Milliarde Dollar ein und ist somit das am schnellsten verkaufte Produkt in der Entertainment-Branche (also inklusive Kinofilme, wobei das vielleicht nicht ganz fair ist). Das Spiel war einem extremen Hype ausgesetzt, aber scheint die nun spielende Gemeinde auch nicht enttäuscht zu haben. Oder sie will es geschlossen nicht zugeben? Weiterlesen

ZG-Rückblick: Retro-Games

ZG-RückblickSpiele-Neuauflagen bzw. die Fortführung von längst vergessenen Game-Franchise überfluten gerade den Spielemarkt. Ob die Baldurs Gate – Enhanced Edition, Schicksalsklinge HD, Might and Magic X, Tomb Raider oder das kommende Age of Wonders 3 und Thief 4 – was ist da nur los? Ist das Kickstarter-Phänomen dafür verantwortlich? Werden PC-Spieler emanzipierter und wollen sich nicht länger mit Spielen abfertigen lassen, in denen der Spieler zum passiven Zuschauer mutiert? Oder hängt das damit zusammen, dass Marketing-Experten erkannt haben, dass die Macht der Kindheitserinnerungen vieler Gamer nicht unterschätzt und somit profitabel verwertet werden sollte?
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Neue Gefahr am Horizont!

by epikur

Massenmedien und politische Moralapostel haben sich seit Jahren auf Ego-Shooter, also sog. „Killerspiele“ eingeschossen. „Call of Duty“, „Counter Strike“, „Crysis“ und so weiter, in dem es eine möglichst realistische Darstellung von Menschen, Schusswaffen, Verletzungen und Toten gibt. Diese Spiele lassen die Empathie des Zockers verkümmern und machen ihn zu einem Gewalt- bzw. Amoktäter, behaupten seriöse Studien. Dabei ist die Civilization-Reihe, die es seit dem Jahre 1991 gibt, weitaus brutaler. Ganze Nationen werden abgeschlachtet und dem nuklearen Regen überlassen.

Wenn wir diese Massenmord-Serie nicht ab sofort verbieten lassen, werden wir alle einen qualvollen Tod erleiden.