
by epikur
Massenmedien und politische Moralapostel haben sich seit Jahren auf Ego-Shooter, also sog. »Killerspiele« eingeschossen. »Call of Duty«, »Counter Strike«, »Crysis« und so weiter, in dem es eine möglichst realistische Darstellung von Menschen, Schusswaffen, Verletzungen und Toten gibt. Diese Spiele lassen die Empathie des Zockers verkümmern und machen ihn zu einem Gewalt– bzw. Amoktäter, behaupten seriöse Studien. Dabei ist die Civilization-Reihe, die es seit dem Jahre 1991 gibt, weitaus brutaler. Ganze Nationen werden abgeschlachtet und dem nuklearen Regen überlassen.
Wenn wir diese Massenmord-Serie nicht ab sofort verbieten lassen, werden wir alle einen qualvollen Tod erleiden.

Jedem halbwegs interessierten PC-Spieler dürfte Sid Meier´s Aufbau-, Strategie– und Geschichtssimulations-Reihe Civilization ein Begriff sein. Es gibt zwar schon einen fünften Teil der Serie, dieser glänzte jedoch durch eine gnadenlose Spielvereinfachung, eine zu starke Kampfbetonung und eine Konsolenanbiederung. Schließlich erschien dieser Teil auch für die Konsole. Der vierte Teil der Reihe, aus dem Jahre 2005, mit dem aktuellsten Patch, den beiden Addons »Warlords« und »Beyond the Sword«, sowie zahllosen sehr gut gemachten kostenlosen Modifikationen (mods)
Das Genre der Rundenstrategie, bei PC-Spielen, pflegt ein eher kümmerliches Dasein. Ich habe mittlerweile nach und nach festgestellt, dass ich immer wieder zu Spielen greife (vor allem ältere), die klassische Rundenstrategie beinhalten. Echtzeit-Strategie-Titel oder Semi-Rundenstrategie-Titel (Leertaste als Pause-Taste) sprechen mich eher selten an. Im folgenden ein kurzer Abriss über das Genre der Rundenstrategie und warum ich ihm so verfallen bin. 


