Kurze Sommerpause

Katzen würden Whiskey kaufen.

Der ZG-Blog macht eine kleine Sommerpause. Dem einen oder anderen ist womöglich schon seit längerem aufgefallen, dass ich seltener größere Beiträge veröffentliche. Das hat verschiedene Gründe. Am Ideenmangel liegt es nicht. Was mich selbst manchmal erstaunt, da man denken könnte, das nach rund 10 Jahren die Luft raus wäre. Mein Ideen-Notizblock ist mittlerweile gute 50 Seiten stark. Leider fehlt mir zunehmend die Zeit und auch die Kraft. Ein 40 Stunden-Job hinterlässt eben doch seine Spuren.

Hinzu kommt, die mangelnde Resonanz der Leserschaft auf die großen Artikel (an denen ich schon mal 2–3 Stunden sitze). Im Zeitalter von Twitter, FB, WhatsApp und co. scheint die Aufmerksamkeitsspanne eben nicht mehr so ausgeprägt zu sein. Man futtert scheinbar lieber 10 kleinere Fetzen, als einen großen Brocken. Die liegen nicht so schwer im Magen. Außerdem leben wir in der Kontinuität des Stillstands. Deshalb verlinke ich auch häufiger ältere Beiträge von mir, weil sie (leider!) immer noch top-aktuell sind.

Da ich aber noch lange nicht vorhabe, aufzuhören, brauche ich hin und wieder kleinere Ruhephasen, denn ich bin immer noch der Meinung, dass vor allem der lange Atem wichtig ist. In diesem Sinne werde ich nun ausgiebig lümmeln, schwimmen, mich sonnen, schlemmen und mein Leben verschwenden. Offline ist das neue Bio! Ich danke allen treuen Lesern, die es schon so lange mit mir ausgehalten haben. Bis demnächst! :KAFFEE:


»Kein Schwein liest Deinen Blog!«
»Blogger bewirken nichts«
»Kritik ist positives Denken«

Blogmüdigkeit

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Seit einigen Wochen hat sich bei mir tatsächlich eine Art Blogmüdigkeit eingestellt. Das liegt weniger an mangelnden Ideen, als vielmehr an der kafkaesken Realsatire genannt Medienwirklichkeit, die jegliche ernsthafte Analyse konterkariert. Ich komme nicht nur nicht mehr hinterher, den täglichen Irrsinn zu protokollieren und zu bewerten, es ist auch ein Kampf gegen durchgeknallte Windmühlen. Es wird sich stets im Kreis bewegt und das auch noch als Fortschritt verkauft. Vielleicht sollte ich mal 14 Stunden am Stück schlafen?

Aktuell: Schul-Amoklauf in den USA. Ich habe bereits in der Vergangenheit einiges dazu geschrieben (hier und hier). Heute konzentriert sich die Presse auf die Waffengesetze in den USA (damals: »Killerspiele«). Und was ist mit dem gesellschaftlichen Leistungsdruck, mit Mobbing und den psychischen Problemen, denen Jugendliche heute ausgesetzt sind? Das gesamte neoliberale Schulsystem, ja der krankmachende Kapitalismus mit seinen weltweiten Kriegen gehört auf den Prüfstand. Aber soweit will -mal wieder- niemand gehen. Gesellschaftliche Kontexte werden regelmäßig ignoriert. Stattdessen greift man immer wieder zur Einzelfall-Theorie. Und natürlich nutzt die Journaille den Amoklauf, um weiter Trump-Bashing betreiben zu können. Ein Trauerspiel.

»Zensur!«

zensur_titelNach mehr als 10.000 (nicht moderierten!) sehr vielen, sehr tollen Kommentaren, rund 9 Jahren ZG Blog und mehr als 1.700 veröffentlichten Beiträgen, wirft man mir nun vor, ich  würde »Zensur« betreiben, ich würde die hochintellektuellen Beiträge eines Kommentatoren nicht verstehen, sei für die »Revolution« nicht bereit und könne keine Kritik vertragen. Dabei gab es Dutzende, ja Hunderte sehr interessante, oft auch heftige Diskussionen im Kommentarbereich. Und das nicht nur hier, sondern auch auf Feynsinn, dem Narrenschiff oder anderen Blogs. Nie (mit einer Ausnahme: eine gewisse Hardcore-Feministin, die nur am pöbeln und beleidigen war) habe ich auf dem ZG Blog Kommentare gelöscht oder zur Moderation umgeschaltet. Weiterlesen