Manchmal...

  • Manchmal wünsche ich mir, dass den arbeitsgehorsamen, weltfremden und ständig im Restaurant speisenden Mittelschichtsspießern, das Gehalt auf ALG 2 Niveau gekürzt wird.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass die Verbrecher von Finanzindustrie, Politik und Konzernen alle sehr hart bestraft werden.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass den materiell überverwöhnten Dekadenz‐Jugendlichen echte, finanzielle Armut ereilt.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass in den Häusern der Bonzen eine Bombe einschlägt.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass den bigotten, sogenannten »Erfolgsmenschen«, das dämliche Grinsen vergeht und sie echte Depressionen und/oder Mobbing erleiden.

Aber dann wird mir bewusst, dass mein Zynismus keinen Effekt haben wird, weil der Mittelschichts‐Biedermeier‐Weltverleugner‐Spießer‐Schnösel rein gar nichts daraus lernen würde. Er würde nie niemals und unter keinen Umständen gegen Banken, Konzerne, die Finanzindustrie oder gegen Milliardäre opponieren. Stattdessen würde er sich für alles einen Sündenbock suchen. Jemanden -oder eine Gruppe von Menschen‐ die noch viel schwächer und hilfloser sind, als er selbst (Flüchtlinge, Arbeitslose, Obdachlose etc.). Es ist ein tief verinnerlichter urdeutscher Habitus: nach oben kriechen und nach unten treten.

»Hartz 4 ist toll!«

-Oder: »Spätrömische Dekadenz«-
-Oder: Fordern und Fordern‐
-Oder: »Danke, Gerhard Schröder, Frank‐Walter Steinmeier und Peter Hartz!«-

Für die Ewiggestrigen, Sozialstaatsromantiker und Gutmenschen hier mal eine Auflistung, warum ein modernes Deutschland ohne die Arbeitslosengeld 2‐Aktivierung nicht mehr denkbar ist: Weiterlesen

Unser täglich Brot!

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  1. ) Den Reichen helfen, noch reicher zu werden.
  2. ) Von Demokratie reden. Den Feudalismus leben.
  3. ) Neoliberale Herrschaftssprache verinnerlichen.
  4. ) Nach Bauchgefühl, Sympathie und Emotionen entscheiden und werten. Argumente und Analysen eher ablehnen.
  5. ) Rahmenbedingungen sowie strukturelle Gewalten negieren und nur den Einzelfall sehen wollen.
  6. ) Kritik als Pessimismus und Schwarzmalerei abwerten. Zwangsoptimismus leben.
  7. ) Den digitalen Göttern dienen.
  8. ) ...

» »Der rosarote Duckblick«
» »Das musst Du positiv sehen!«
» »Kritik ist positives Denken«

Ökonomische Vampirmentalität

Praktiker‐Pleite entlastet die Baumarkt‐Branche. Für Albrecht Hornbach, Chef der drittgrößten Baumarktkette in Deutschland, haben die Pleiten von Praktiker und Max Bahr auch ihre guten Seiten. »Das hat Druck aus dem Markt genommen«, sagt Hornbach.

- dpa‐Meldung vom 3. Juli 2014

Anmerkung: Solidarität ist das Gegenteil von Wettbewerb und »freier Marktwirtschaft«. Des einen Leid, ist des anderen Freud. Viele Firmen feixen vor Vergnügen, wenn Konkurennten insolvent gehen. Dass dabei auch Menschen ihren Job verlieren, womöglich nie wieder eine andere Erwerbsarbeit finden (besonders wenn man über 50 Jahre alt ist), interessiert hierbei nicht. Im neoliberalen Zynismus sind die Menschen nur die Verfügungsmasse für die Raubvermögen der Konzerne.