Zecken als Biowaffen?

»Das US‐Repräsentantenhaus hat das Pentagon aufgefordert zu untersuchen, ob das Militär zwischen 1950 und 1975 mit Zecken als biologische Waffen experimentiert hat. Die interne Aufsichtsbehörde des Verteidigungsministeriums müsse klären, ob Biowaffenprogramme des Militärs Zecken und andere Insekten gezielt mit Borreliose infiziert hätten.«

Junge Welt vom 19. Juli 2019

Anmerkung: Fake News, Populismus und Verschwörungstheorien wohin man nur schaut! Es ist wirklich unfassbar! Demnächst kommen sie noch auf die Idee, dass der »Zwischenfall von Tonkin« gelogen, die NSA die gesamte Weltbevölkerung überwacht oder die CIA in der Vergangenheit weltweit Regierungen geputscht, sich durch Drogen finanziert oder mit kriminellen Organisationen zusammengearbeitet hätte. Unglaublich! :) :) :)

Sommerpause

Verehrte Leserinnen und Leser, der Blog‐Opa epikur (mehr als 2.000 Beiträge in 10 Jahren) geht in die Sommerpause. Bloggen ist ja sowieso total out, embedded von Industrie und Kommerz sowie einfach nur belanglose, selbstreferentielle Laber‐Sülz‐Scheiße. WhatsCrap, Fickbook, Finstergramm, Schinder, Zwitter, youfuube und wie sich der ganze andere »Bla‐Bla‐Blubber‐Ich‐bin‐so‐wichtig‐und‐hab‐ein‐soooo‐tolles‐Leben‐Rotz« (aka s‐oz‐i‐a‐l‐e Medien) noch so nennt, sind angesagt! Ich bin da sowas von vorgestern! :JAJA:   Weiterlesen

Die Schmutzverteidiger

»Im übrigen gilt ja derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.«

Kurt Tucholsky

Die Kriminalisierung und Diffamierung aller (in der Öffentlichkeit stehenden) Industrie‐, Banken‐, Konzern‐ und Regierungskritiker ist ein antidemokratisches, aber leider übliches Herrschaftsinstrument. Auch und gerade in Deutschland: Putinversteher, Verschwörungstheoretiker, Populist, Antisemit, Extremist, Geheimnisverräter oder Aluhut, sind nur einige der Bezeichnungen, die Kritiker mundtot machen sollen, bevor man sie (strafrechtlich) verfolgt oder gegebenenfalls anderweitig ausschaltet. Ein paar prägnante Beispiele: Weiterlesen

Kinder in Deutschland; Teil 46: Entwicklung

In der Pädagogik und der Psychologie gibt es bergeweise Studien, Untersuchungen und Bücher über die Entwicklung des Kindes. Dort wird festgehalten, was normal und was entwicklungsverzögert sei und somit gegebenenfalls einer Diagnose eines Facharztes bedarf. Ob pränatale Frühförderung, die Sprach‐Meilensteine oder die altersentsprechenden Kompetenzen und Entwicklungen im sozial‐emotionalen, kognitiven oder motorischen Bereich: darüber gibt es unzählige Veröffentlichungen. Häufig steht die Frage im Vordergrund: wie kann ich das Kind noch weiter unterstützen und/oder besser fördern? Dabei kann man auch eine ganz andere Geschichte erzählen. Mit weniger euphemistischen Blümchen und mit weniger neoliberaler Sozialromantik. Weiterlesen

Echte Menschenfreunde

»Waschen und rasieren, dann finden Sie auch einen Job!«
— Kurt Beck (SPD) im Dezember 2006

»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!«
— Franz Müntefering (SPD) im Mai 2006

»Es gibt kein Recht auf Faulheit!«
— Gerhard Schröder (SPD) im Frühling 2001

»Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.«
— Guido Westerwelle (FDP) im Februar 2010

»Es geht um einen niederschwelligen Einstieg in die Altersvorsorge.“
— Brigitte Zypries (SPD) im Oktober 2010 zu ihrer Idee Pfandbons via App auf ein Renten‐Fonds einzuzahlen

»Eine große Anzahl der Türken und Araber hat keine produktive Funktion, außer für den Obst‐ und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln.“
— Thilo Sarrazin (SPD) im Oktober 2009

»Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen.«
— Henner Schmid (FDP) im Dezember 2008

»Ich halte nichts davon, wenn 85‐Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen.«
- Philipp Mißfelder (CDU) im Jahr 2003


»10 Aussagen von Menschenfreunden«

Manchmal...

  • Manchmal wünsche ich mir, dass den arbeitsgehorsamen, weltfremden und ständig im Restaurant speisenden Mittelschichtsspießern, das Gehalt auf ALG 2 Niveau gekürzt wird.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass die Verbrecher von Finanzindustrie, Politik und Konzernen alle sehr hart bestraft werden.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass den materiell überverwöhnten Dekadenz‐Jugendlichen echte, finanzielle Armut ereilt.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass in den Häusern der Bonzen eine Bombe einschlägt.
  • Manchmal wünsche ich mir, dass den bigotten, sogenannten »Erfolgsmenschen«, das dämliche Grinsen vergeht und sie echte Depressionen und/oder Mobbing erleiden.

Aber dann wird mir bewusst, dass mein Zynismus keinen Effekt haben wird, weil der Mittelschichts‐Biedermeier‐Weltverleugner‐Spießer‐Schnösel rein gar nichts daraus lernen würde. Er würde nie niemals und unter keinen Umständen gegen Banken, Konzerne, die Finanzindustrie oder gegen Milliardäre opponieren. Stattdessen würde er sich für alles einen Sündenbock suchen. Jemanden -oder eine Gruppe von Menschen‐ die noch viel schwächer und hilfloser sind, als er selbst (Flüchtlinge, Arbeitslose, Obdachlose etc.). Es ist ein tief verinnerlichter urdeutscher Habitus: nach oben kriechen und nach unten treten.

»Hartz 4 ist toll!«

-Oder: »Spätrömische Dekadenz«-
-Oder: Fordern und Fordern‐
-Oder: »Danke, Gerhard Schröder, Frank‐Walter Steinmeier und Peter Hartz!«-

Für die Ewiggestrigen, Sozialstaatsromantiker und Gutmenschen hier mal eine Auflistung, warum ein modernes Deutschland ohne die Arbeitslosengeld 2‐Aktivierung nicht mehr denkbar ist: Weiterlesen

Unser täglich Brot!

brot_titel

  1. ) Den Reichen helfen, noch reicher zu werden.
  2. ) Von Demokratie reden. Den Feudalismus leben.
  3. ) Neoliberale Herrschaftssprache verinnerlichen.
  4. ) Nach Bauchgefühl, Sympathie und Emotionen entscheiden und werten. Argumente und Analysen eher ablehnen.
  5. ) Rahmenbedingungen sowie strukturelle Gewalten negieren und nur den Einzelfall sehen wollen.
  6. ) Kritik als Pessimismus und Schwarzmalerei abwerten. Zwangsoptimismus leben.
  7. ) Den digitalen Göttern dienen.
  8. ) ...

» »Der rosarote Duckblick«
» »Das musst Du positiv sehen!«
» »Kritik ist positives Denken«

Ökonomische Vampirmentalität

Praktiker‐Pleite entlastet die Baumarkt‐Branche. Für Albrecht Hornbach, Chef der drittgrößten Baumarktkette in Deutschland, haben die Pleiten von Praktiker und Max Bahr auch ihre guten Seiten. »Das hat Druck aus dem Markt genommen«, sagt Hornbach.

- dpa‐Meldung vom 3. Juli 2014

Anmerkung: Solidarität ist das Gegenteil von Wettbewerb und »freier Marktwirtschaft«. Des einen Leid, ist des anderen Freud. Viele Firmen feixen vor Vergnügen, wenn Konkurennten insolvent gehen. Dass dabei auch Menschen ihren Job verlieren, womöglich nie wieder eine andere Erwerbsarbeit finden (besonders wenn man über 50 Jahre alt ist), interessiert hierbei nicht. Im neoliberalen Zynismus sind die Menschen nur die Verfügungsmasse für die Raubvermögen der Konzerne.