Die Welt der Videospiele (2)

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In Teil 1 der Videospielreihe ging es mir primär um die ökonomischen Rahmenbedingungen des Spielejournalismus und welche Blüten die Spieleindustrie mittlerweile treibt. Heute möchte ich etwas mehr auf die Medienberichterstattung über Videospiele eingehen. Weiterlesen

Blogmüdigkeit

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Seit einigen Wochen hat sich bei mir tatsächlich eine Art Blogmüdigkeit eingestellt. Das liegt weniger an mangelnden Ideen, als vielmehr an der kafkaesken Realsatire genannt Medienwirklichkeit, die jegliche ernsthafte Analyse konterkariert. Ich komme nicht nur nicht mehr hinterher, den täglichen Irrsinn zu protokollieren und zu bewerten, es ist auch ein Kampf gegen durchgeknallte Windmühlen. Es wird sich stets im Kreis bewegt und das auch noch als Fortschritt verkauft. Vielleicht sollte ich mal 14 Stunden am Stück schlafen?

Aktuell: Schul‐Amoklauf in den USA. Ich habe bereits in der Vergangenheit einiges dazu geschrieben (hier und hier). Heute konzentriert sich die Presse auf die Waffengesetze in den USA (damals: »Killerspiele«). Und was ist mit dem gesellschaftlichen Leistungsdruck, mit Mobbing und den psychischen Problemen, denen Jugendliche heute ausgesetzt sind? Das gesamte neoliberale Schulsystem, ja der krankmachende Kapitalismus mit seinen weltweiten Kriegen gehört auf den Prüfstand. Aber soweit will -mal wieder‐ niemand gehen. Gesellschaftliche Kontexte werden regelmäßig ignoriert. Stattdessen greift man immer wieder zur Einzelfall‐Theorie. Und natürlich nutzt die Journaille den Amoklauf, um weiter Trump‐Bashing betreiben zu können. Ein Trauerspiel.

Zum Amoklauf in Aurora

Was soll ich dazu sagen? Alles wiederholt sich und es nimmt kein Ende. Im Jahre 2006 schrieb ich über den Amoklauf von Robert Steinhäuser und das die Ursachen in Politik und Gesellschaft zu finden sind. Das soziale Miteinander und der gesellschaftliche Frieden werden seit Jahren abgebaut. Leistungsdenken sowie knallharte Selektionsverfahren in Schulen und Unternehmen lassen jede öffentliche Wertediskussion lächerlich aussehen. Im März 2009 hat es dann gleich drei Amokläufe gegeben. Die Medien, die hier Teil des Problems sind, denn sie geben den Jugendlichen die »Chance« wenigstens einmal gehört zu werden, freuen sich über ihre Headlines. Die Amokläufe sind weder Zufall, noch geschehen sie aus dem Affekt heraus. Sie sind das Symptom einer kranken und kalten Gesellschaftsordnung.