Der Anschlag (20)

anschlag_teaserIm Zuge einer erneuten Privatisierungswelle in Deutschland, und um frisches Geld in die Kommunen zu spülen, werden alle öffentlichen Parks und Spielplätze an private Investoren verkauft. Einige Banken und Konzerne haben bereits ihr Interesse bekundet. Sie planen Eintrittspreise zu erheben, die Anlagen zu umzäunen und Sicherheitspersonal einzustellen.

Die europäische Kommission hat beschlossen, um Süd- und Osteuropa eine mehrere tausende kilometerlange und 5 Meter dicke Betonmauer zu errichten. Der Flüchtlings-Schutzwall soll ganze 10 Meter hoch sein und von einer 20.000 Mann starken Militärtruppe mit Schießbefehl verteidigt werden. CDU, SPD, FDP, Grüne, AfD, BILD, RTL und NPD finden das gut.

Aufgrund der wachsenden Terrorgefahr von radikalgewaltbereiten Terroristen-Islamisten-Extremisten, wird die Bundeswehr ab sofort auch im Innern eingesetzt werden. Als erstes sollen der Bundestag und die Parteizentralen in Berlin, mit Ausnahme des Karl-Liebknecht-Hauses der Linkspartei, von KSK-Soldaten mit scharfen Waffen gegen Andersdenkende beschützt werden.

Die letzte Bastion: Geld für Spiele-Mods

Total Conversion für Elder Scrolls Oblivion: "Nehrim"

Total Conversion für Elder Scrolls Oblivion: »Nehrim«

Auch wenn womöglich einige mit PC-Spielen nicht so viel anfangen können, so kann man in der Branche derzeit gut beobachten, wie der neoliberale Kapitalismus wuchert und wildert, um aus allem noch den letzten Tropfen Profit heraus zu quetschen. Schließlich geht es nur: höher, schneller, weiter. Wachstum um jeden Preis. Die Aktie muss steigen und die Dividenden immer höher ausfallen. Die großen Drei der Spieleindustrie ‑Electronic Arts (EA), Ubisoft und Blizzard- haben im Jahr 2014 zusammen mehr als 6 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Computerspiele sind insofern schon lange kein Nischenprodukt mehr, sondern ein riesiger Markt, der seine Krallen überall hin ausstreckt. Nun können sich User via Steam ihre selbstgebauten Mods finanziell vergüten lassen. Der Clou: 75 Prozent des Erlöses behalten die Vertriebsplattform Steam und der entsprechende Entwickler/Publisher ein und der Modder erhält lediglich 25 Prozent des Verkaufspreises. Weiterlesen

Marktgerechtigkeit und Verwertungsmoral

Und täglich sollt Ihr einkehren in unsere Konsumtempel!

Und täglich sollt Ihr einkehren in unsere Konsumtempel!

Das oberste Gebot im Kapitalismus lautet: alles ist erlaubt und angemessen, was Profit bringt. Lügen, betrügen, sparen und kürzen, verschleiern, verheimlichen, abzocken, verschmutzen, verschwenden: solange es dem Wirtschaftswachstum dient –also der heiligen Götze des Marktes- ist es gut und richtig. Der Rendite muss sich alles unterordnen. Der Kapitalismus ist nicht daran interessiert, dass es der Bevölkerung und der Umwelt gut geht, sondern einzig daran, dass die wenigen Reichen, noch reicher werden. Ganz im Gegenteil: umso mehr Menschen ängstlich, unzufrieden, chronisch krank, ungebildet oder drogenabhängig sind, umso besser. Weiterlesen

Presseblick (24)

Der Focus, und andere LeiDMedien, veröffentlichen eine dpa-meldung mit der Schlagzeile »Kurze Haftzeiten erschweren die Produktion im Gefängnis«. Die Insassen seien zu kurz im Gefängnis, hätten eine mangelnde Ausbildung und es fehle an ausgebildeten Schlossern und Druckern. Fachkräftemangel im Knast. Das heißt in der Konsequenz: Gefängnisstrafen drastisch erhöhen für Schlosser und Drucker. Hauptsache die Knast-Betriebe bleiben produktiv. Sind wir schon in Gaga-Land? Weiterlesen

Krim-Krise: Öl und Gas

Analysiert man die letzten zehn Jahre internationale Konflikte (Libyen, Irak, Afghanistan, Sudan, Georgien etc.) dann ging es fast immer nur um die Ausbeutung oder um die Sicherstelllung von Transportwegen von Rohstoffen (Öl, Gas, Pipelines etc.). Die Sicherung von Rohstoffen zur Aufrechterhaltung kapitalistischer Systeme, die auf Raubbau und Ausbeutung basieren, ist zum internationalen Element neoliberaler Politik geworden. Und nun veröffentlicht Christoph Stein auf heise.de, dass es im schwarzen Meer vor der Krim-Insel große Gas- und Ölvorkommen gäbe. Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten bestätigen sogar, dass Exxon und Shell im schwarzen Meer und in der Krim aktiv sind. Wenn eines mittlerweile sicher ist, dann folgendes: wann immer es um große politische und internationale Konflikte geht, dann geht es nicht um die Menschen vor Ort, sondern um die knallharten Geschäfte großer Konzerne. In der Krim streiten sich nicht Russland, der Westen und die Ukraine, sondern Exxon, Shell, Eni und Gazprom. Wir erleben gerade in den Massenmedien, wie eigentlich immer, nur eine Inszenierung von Politik.

Glückfreie Profitwirtschaft

wirtschaft_titelDie primäre Orientierung auf den Profit, ist nicht die Lösung all unserer Probleme, wie es uns Ökonomenprediger immer wieder weismachen wollen (wirtschaftliches Wachstum erzeuge Wohlstand und Glück für alle), sondern die Ursache der allgemeinen Unzufriedenheit. Ein kurzes Gedankenspiel hierzu. Was würde passieren, wenn... Weiterlesen

Presseblick (10)

Auf pressenet.info wird über die »grenzenlose Sexualisierung im täglichen Leben« geschrieben. Wie so oft wird sich moralisch über die »Generation Handyschmuddel« aufgeregt: »Kinder, die Sexualität ähnlich begreifen, wie kurz einen Imbiss nehmen und im reichhaltigen Angebot wühlen, lassen die Empathie für den anderen weit hinter sich zurück«. Treffender Satz, wenn auch ohne tiefergehende Analyse. Die Sexualisierung der Gesellschaft ist untrennbar mit der Kommerzialisierung des öffentlichen und privaten Lebens verknüpft. In Deutschland macht die Sexindustrie ca. 14 Milliarden Umsatz jährlich. Den verantwortlichen Profiteuren ist es dabei völlig wurscht, welche Folgen die grenzenlose Sexualisierung bei unseren Kindern haben könnte. Hauptsache die Kasse klingelt.

Die Wolfsburger Allgemeine berichtet, dass 35.000 Tonnen Schimmel-Mais, welches zuerst deutsche Höfe aus Serbien bekommen haben, nun in die USA weiter verschifft wird: »nun ist das verseuchte Futtermittel auf dem Weg in die USA. Dort darf der Mais an Tiere verfüttert werden, weil andere Grenzwerte gelten als hierzulande [...] Damit endet das monatelange Gerangel um die Entsorgung des mit dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 belasteten Futtermittels«. Das nennt man dann wohl »freie Marktwirtschaft«. Irgendjemand wird sich immer finden, dem wir unseren Dreck verkaufen können. Weiterlesen

Presseblick (5)

Die Aktion Mensch hat eine interessante Studie zum Thema berufliche Teilhabe und Einstiegshemnisse von behinderten Menschen herausgebracht: »Als größte Barriere bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung identifiziert die Studie Bedenken der Arbeitgeber über eine geringere Leistungsfähigkeit«. Auch sei der Anteil an arbeitslosen Akademikern mit Behinderung zwischen 2009 und 2012 um 17 Prozent gestiegen. Zeitgleich sank die Zahl der arbeitslosen Akademiker ohne Behinderung um rund vier Prozent. Noch Fragen?

Auf faz.net wurde die Schönheitschirurgin Cynthia Ann Wolfensberger interviewt: »Unsere Gesellschaft ist sehr pubertär. Wie Menschen, die noch nicht ganz erwachsen sind, wollen heute alle wie die anderen aussehen«. Tja, aber vom erwachsen werden, vom sich selbst lieben und akzeptieren lernen verdienen Schönheitschirurgen ja nichts, oder? Vielmehr würden ihnen dann die Kunden ausgehen. Heuchlerische Doppelmoral, die uns hier aufgetischt wird. Gerade diese Branche nährt sich, wie ein Blutsauger, an den Minderwertigkeitskomplexen der verunsicherten Massen. Weiterlesen

Tod durch Profitgier

Als am 11. September 2001 knapp 3.000 Menschen durch einen Terror-Anschlag auf das World Trade Center ihr Leben verloren haben, gab es eine große internationale Solidarität mit den USA, einen Krieg mit Afghanistan sowie eine weltweite Mobilisierung gegen die terroristische Vereinigung Al Kaida. TV-Sender, Printmedien sowie die Wissenschaft beschäftigen sich bis heute ausführlich mit diesem Thema.

Am 24. April 2013 sind über 1.000 Menschen bei einem vermeidbaren Fabrikeinsturz (unzureichende Sicherheitsbedingungen) in Bangladesch ums Leben gekommen. Die Textilfabrik hat, mit Billig-Lohnarbeitern, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten, Mode für internationale Konzerne hergestellt. Nun »versprechen« die Mode-Konzerne (in bester Krisen-PR-Manier) bessere Arbeitsbedingungen und neue Brandschutz-Regeln. Keine internationale Solidarität, keine Eingreiftruppe und keine Mobilisierung gegen die Modeketten. Und in zwei Wochen ist das Thema wieder von der medialen Agenda verschwunden.

Merke: Tod durch Profitgier ist kein Terror, sondern unvermeidbarer Kollateralschaden.