Tod durch Profitgier

Als am 11. September 2001 knapp 3.000 Menschen durch einen Terror‐Anschlag auf das World Trade Center ihr Leben verloren haben, gab es eine große internationale Solidarität mit den USA, einen Krieg mit Afghanistan sowie eine weltweite Mobilisierung gegen die terroristische Vereinigung Al Kaida. TV‐Sender, Printmedien sowie die Wissenschaft beschäftigen sich bis heute ausführlich mit diesem Thema.

Am 24. April 2013 sind über 1.000 Menschen bei einem vermeidbaren Fabrikeinsturz (unzureichende Sicherheitsbedingungen) in Bangladesch ums Leben gekommen. Die Textilfabrik hat, mit Billig‐Lohnarbeitern, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten, Mode für internationale Konzerne hergestellt. Nun »versprechen« die Mode‐Konzerne (in bester Krisen‐PR‐Manier) bessere Arbeitsbedingungen und neue Brandschutz‐Regeln. Keine internationale Solidarität, keine Eingreiftruppe und keine Mobilisierung gegen die Modeketten. Und in zwei Wochen ist das Thema wieder von der medialen Agenda verschwunden.

Merke: Tod durch Profitgier ist kein Terror, sondern unvermeidbarer Kollateralschaden.

5 Gedanken zu “Tod durch Profitgier

  1. Yup. (Sarkasm. an)
    Da neigt der modebewusste Einkäufer zeitgemäßer Billig‐Ware mit Markennamen, auch am Tresen, — zur verschämt beklemmten Kommentarlosigkeit, mit nachfolgend übersteuertem Realitätsbewusstsein zur Untermauerung des Status‐Quo und Überleitung aufs Fußballspiel. Kritik und Aufregen, muss Spaß machen. Wenn man selber involviert ist, macht das keinen Spaß. Manch einer, hätte ja zudem gerne selber ein Unternehmen, mit möglichst preiswertem menschlichem Kapital. (Sarkasm. aus)

  2. 911 war doch eh hausgemacht, der Einsturz der Fabrik hingegen, war ein Kollateralschaden des Neoliberalismus.

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