Kriegsopfer

»die Chance auf ein gesundes Kind seit 15 Jahren keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Seit den verheerenden Angriffen auf die Stadt (Falludscha), bei denen die US‐Armee Phosphorbomben und mutmaßlich auch Urangeschosse einsetzte, ist die Zahl der Neugeborenen mit Fehlbildungen und anderen Erkrankungen massiv gestiegen. [...] Die Stadt ist durch den Krieg verstrahlt«.

- Le Monde Diplomatique, Ausgabe November 2019, S. 12

Anmerkung: Genau deshalb spreche ich von NATO‐Medien, weil wir solche Berichte in Spiegel, Welt, FAZ, SZ, BILD und ZEIT vergeblich suchen können. Stattdessen wird für Kriege getrommelt, gehetzt und Stimmung gemacht. Gegen China, Russland, Iran oder Nordkorea. Wer das thematisiert und/oder kritisiert, ist wahlweise ein Populist, Verschwörungstheoretiker, Antisemit, Spinner, Aluhut, Putinversteher, Esoteriker oder betreibe Hate Speech und Fake News.


Anti‐Fake‐News
Populismustheorie

»Eine Flasche Luft bitte!«

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RT Deutsch vom 17. Dezember 2016

Und wieder holt die Realität jede Satire ein. Was womöglich einige unprofessionelle Filterblasen‐Echokammer‐Verschwörungstheoretiker‐und‐ Populisten‐Blogger vor einigen Jahren als Satire formuliert haben (»Sauerstoff privatisieren!«), ist in China nun bitterer Alltag. Durch die ungebremste Industrialisierung und Privatisierung des Landes, ist die Luft in den großen Metropolen eine einzige giftige Kloake. Innovative Start‐Up‐Unternehmen riechen natürlich sofort das dicke Geschäft. Überall da, wo es menschliches Leid und Elend gibt, kann man die Menschen finanziell ordentlich schröpfen und auspressen: »Der Preis von 23 Euro pro Flasche entspricht ungefähr dem 50‐fachen des Preises einer Flasche Mineralwasser in China.«

Krieg ist Frieden

Spiegel Online vom 26. Oktober 2015

Spiegel Online vom 26. Oktober 2015

Ein bedenklicher Fall von PR‐Geschichtsfärbung liefert -mal wieder‐ Spiegel Online ab. Dabei geht es diesmal weder um die regelmäßige Dämonisierung von Putin‐Russland, die Hetze gegen Linke, noch um die Verharmlosung von TTIP oder der internationalen NSA‐Überwachung. Es wird gemenschelt. Personalisiert. Emotionalisiert. Der Wahnsinn von rund 5 Millionen ermordeten Vietnamesen, das flächendeckende Einsetzen von Napalm und »Agent Orange« sowie dutzende Massaker von US‐Soldaten an Zivilisten, wird auf das Schicksal von Kim Phuc heruntergebrochen. Das schreiende, mit Napalm benetzte Mädchen auf dem Foto, dass den Widerstand gegen den Vietnamkrieg verstärkt hatte. Nun wird sie für US‐Marketing‐ und PR‐Zwecke instrumentalisiert, um Versöhnung und Entschädigung zu suggerieren, die es nicht gibt:

»Phuc ist derzeit bei einer Ärztin in Miami in Behandlung.«

In Miami, den USA. Bis heute gibt es keine Entschädigungszahlungen, noch eine Entschuldigung seitens der USA für das Grauen, den Schrecken und die Verwüstungen, die in Vietnam angerichtet wurden. Kim Phuc bekommt eine Laserbehandlung, damit ihre Narben verheilen. Ein symbolischer Gnadenakt? Bezeichnenderweise ist die Kommentarfunktion bei diesem Artikel abgeschaltet.

Leidmedien.de

Das Internetportal leidmedien.de hat eine schöne Zusammenfassung erstellt, wie Medien über körperlich und geistig beeinträchtigte Menschen berichten. Das »Leid« steht dabei fast immer im Vordergrund: behinderte Menschen seien »hilflos« und stets »Opfer«, »vom Schicksal gezeichnet«, »Sorgenkinder« sowie »an den Rollstuhl gefesselt«. Das Leben als behinderter Mensch sei also schwer zu ertragen und eine einzige Last. Das sie auch Freude, Liebe und Glück erleben, darauf will leidmedien.de aufmerksam machen.

(ab 0:15 gibt es auch ein Bild)