»Bad Banks«

bad banksNun habe ich mir die sechsteilige ZDF‐Arte‐Produktion auch angeschaut. »Bad Banks« ist eine, für deutsche Verhältnisse, durchaus gelungene und spannende Serie. Die meisten Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend, die Dialoge bzw. das Drehbuch sind mutiger als üblich und es gibt wenig SOAP‐Elemente. Die bisher nur 6 Folgen (eine zweite Staffel wurde bereits bestätigt) bewirken, dass eigentlich jeder Dialog und jede Szene relevant und bedeutend sind. Im Vergleich zu den Marvel‐Serien von Netflix (13 Episoden pro Staffel) ist es hier eine Wohltat, dass man sich durch keine Filler‐Episoden quälen muss.

Inwieweit die gezeigten »Finanzgeschäfte« realistisch dargestellt sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich bin kein Banker oder Finanzexperte. Auch die Menge an Sex, Drogen und Gewalt ist sicherlich der Inszenierung geschuldet. So spannend ist vermutlich kaum ein Bank‐Alltag. Was mich ein wenig gestört hat, sind eher einzelne Dialoge und das temporäre Verhalten von Charakteren. Und ja, manchmal auch der subtile Feminismus. Gibt es eigentlich keine Unterhaltungsprodukte mehr, wo nicht ständig versucht wird, die Zuschauer ideologisch umzuerziehen? :NENE:   Weiterlesen

Game of Thrones

Ja, ich schaue die Serie auch. Und ja, sie hat deutlich nachgelassen. Nun ist sie endgültig im Hollywood‐Mainstream‐Popcorn‐Kino angekommen. Die Serie ist aber auch ein guter Beweis dafür, wie unsere bürgerlichen Massenmedien gleichgeschaltet sind, jeden Hype mit machen bzw. befeuern und primär vom SEO gesteuert werden. Hinzu kommt das systematische Abschreiben von reuters, dpa und anderen Agenturen. Hauptsache, es werden entsprechende Keywords in der Adresszeile, im Titel und im Artikel platziert. Ob sie inhaltlich irgendetwas interessantes beizusteuern haben oder ob nicht auch weniger populäre Serien eine Erwähnung wert wären, spielt indessen weniger eine Rolle. Der Klick zählt. Deshalb ohne Link:

  • taz.de: »Ende siebte Staffel Game of Thrones: Zottelige All‐Star‐Combo in Flokati«
  • zeit.de: »Game of Thrones: Zum Leben verdammt«
  • spiegel.de/bento.de: »Was im großen Finale der 7. Staffel passiert«
  • nzz.ch: »Sieben Fakten zur siebten Staffel«
  • sueddeutsche.de/jetzt.de: »Das GoT‐Staffelfinale ist wie die Trennung von einem geliebten Menschen«
  • n-tv.de: »Letzte Staffel verzögert sich: Game of Thrones‐Fans müssen stark sein«
  • tagesschau.de: »Game of Thrones‐Drehbuch gestohlen«
  • morgenpost.de: »Müssen Game of Thrones‐Fans bis 2019 aufs Finale warten?«
  • stern.de: »Game of Thrones‐Finale: Das Ende einer Ära«
  • bild.de: »Die letzten Geheimnisse von Game of Thrones«
  • tagesspiegel.de: »Staffelfinale von Game of Thrones: Schnelle Flotte für Cersei Lennister«

Ideenlos

Spiderman: vom Comic zur TV-Cartoon-Serie zum Film zum Musical sowie zum Reboot des Reboots (Bildquelle: Piotrus, wikimedia commons)

Spiderman: vom Comic zur TV‐Cartoon‐Serie zum Film zum Musical sowie zum Reboot des Reboots (Bildquelle: Piotrus, wikimedia commons)

Aus alten und bekannten Film‐, Buch‐, Comic‐ und Serien‐Klassikern werden seit einigen Jahren haufenweise Neuverfilmungen, Remakes, Fortsetzungen und Reboots gemacht. Ein Remake bezeichnet hier die Wiederauflage eines Films und ein Reboot den Neustart der Marke. Aus Kinderbuchgeschichten und Serien werden Hörspiele, Theaterstücke, Musicals und Kinofilme inszeniert. Aus kommerziell erfolgreichen Videospielen werden Kinofilme und Bücher sowie aus Kinofilmen Videospiele gemacht. Die Wiederbelebung und das Ausquetschen eines Franchise, die intensive Bedienung von nostalgischen Gefühlen der Konsumenten sowie das großflächige Einsetzen von Cross‐Media‐Marketing‐Instrumenten verdeutlicht, dass sich die Unterhaltungsindustrie im Kreis dreht und gleichzeitig verbissen am Status Quo festhalten will. Sie ist damit ein Spiegelbild der Medien‐Konsumenten.

Homeland – Staffel 1

Die erste Staffel der US‐Serie »Homeland« ist sehr empfehlenswert. Die grobe Handlung ist schnell erzählt: der US‐Soldat Nicholas Brody (Damian Lewis) wird nach über acht Jahren Gefangenschaft aus dem Irak befreit und als Held gefeiert. Die CIA‐Agentin Carrie Matthison (Claire Daines) hat durch einen Informanten den Hinweis bekommen, dass ein US‐Soldat zum Terroristen gemacht wurde und ist davon überzeugt, dass dies Brody sei. Ich erspare euch an dieser Stelle den Spoiler, ob das nun zutrifft oder nicht. Weiterlesen

Frauenrollen

Clarice van Houten spielt Melisandre in »Game of Thrones« (Bild: Thom Hoffman/wikimedia)

Seit längerem nervt mich eine Rolle bei vielen TV‐Serien ganz besonders: die der Haus‐ und Ehefrau bzw. der Mutter. Ob bei »Homeland«, »24«, »Heroes«, »V – die Außerirdischen«, »Breaking Bad«, »the shield«, »the wire« oder vielen anderen Serien: die Ehefrau und Mutter hält stets moralische Predigten, macht Vorwürfe, jammert, heult und nörgelt was das Zeug hält. Weiterlesen

Anime II — Ergo Proxy

Die Anime‐Serie »Ergo Proxy« (2006) konnte ich schauen, wie ich japanische Animes am liebsten schaue. Im Original mit Untertiteln. Denn ich finde keine deutsche oder englische Synchronisation kann der emotionale Sprechweise der Japaner das Wasser reichen. Allerdings dürfte »Ergo Proxy«  selbst in der Muttersprache nicht leicht zu verstehen sein. Nicht weil die Story so kompliziert ist, sondern weil der Zuschauer oft im Ungewissen gelassen wird und man sich manche Dinge selbst zusammenreimen muss. Weiterlesen

Boston Legal

Nachdem Boston Legal nun auch im deutschen Fernsehen fast zur Gänze ausgestrahlt ist, habe ich mir gedacht dann sollte ich der Serie  noch vor dem hoffentlich rühmlichen Ende ein paar Zeilen widmen. Zu meiner Entschuldigung kann ich anführen, dass ich selbst erst seit Anfang der vierten, und somit vorletzten, Staffel das Geschehen um die Kanzlei Crane, Poole & Schmidt verfolge. Dieser kleine Artikel kann also immer noch als Empfehlung verstanden werden, der Serie ggf. im Nachhinein eine Chance zu geben.

TV‐Reflektion: »V«

Eine Serie mit dem Namen: »V‐die Außerirdischen« klingt für viele sicherlich  erstmal seltsam. Dahinter verbirgt sich jedoch eine empfehlenswerte Sc‐Fi‐Serie aus den 80ern, die den schrittweisen Übergang  von einer Demokratie zu einem totalitären System gut nachgezeichnet hat. Bei der aktuellen schwarz‐gelben Bundesregierung, ist es nicht die schlechteste Wahl hier mal einen Blick zu wagen.

»Die Sci‐Fi‐Serie von 1983 ist eine eher unbekannte Perle. Da mich diese Serie in meiner Jugend sehr geprägt und beeindruckt hat und sie einen hohen pädagogischen bzw. geschichtlichen Wert besitzt, ist es überfällig, die Serie einmal genauer vorzustellen.« weiterlesen auf www.zeitgeistlos.de