Am letzten sonnig-warmen Samstag wagte sich das ZG-Team auf eine Demonstration. Und wir konnten es kaum glauben, aber sie war sogar global. Wir schafften an dem Tag dann aber nur die Strecke Alex–Kanzleramt in Berlin. Hier nun ein paar Fotos, die wir trotz der vielen Beschäftigungen – also dem Demonstrieren – knipsen konnten (Wenn ein Bild vergrößert ist, könnt ihr euch durchklicken). Weiterlesen »
Fast alle Themen melden sich für den Sommer langsam ab. Nur in Griechenland wird weiter demonstriert und in Deutschland diskutiert. Jeder versteht die Wut der Griechen, aber sparen sollen sie trotzdem und erst wenn sie so fleißig wie die Deutschen sind dürfen sie meckern?
Die große Wirtschafts– und Finanzkrise ist vorbei. Natürlich wird es auch keine mehr geben. Natürlich nicht. Die nächste Wirtschaftskrise ist zwar schon längst da, aber sie heisst eben nicht so. Aus Wirtschaftskrise macht man nun die Eurokrise. Ob Finanz-, Wirtschafts– oder Eurokrise, die Bezeichnung ändert sich, das korrupte und völlig marode System bleibt. Leider wird ein Großteil der Bevölkerung diese Zusammenhänge nicht erkennen. Man stülpt der Krise einen anderen Zusatz auf und will uns damit weismachen, dass jede Krise einzigartig sei und mit der letzten nichts zu tun habe. So werden wir noch viele Krisen durchleben und den Blick für das große Ganze verlieren.
Kaum geht das Kontaktformular wieder, schon flattert ein Hinweis hinein für ein nettes Video. Wie ich gerade sehe, konnte man das auch schon beim Spiegelfechter sehen. Naja, wenn schon wiederholter Content, dann aber richtig: Deswegen vorher noch ein Video, was ich beim Binsenbrenner gesehen habe:
Und nun der Hinweis vom Blinzler (Wenn schauen, dann bis zum Ende):
Am 28. März ruft ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen in Berlin und Frankfurt am Main zur bundesweiten Großdemonstration auf. Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Verursacher der Weltwirtschaftskrise auch die Zeche zahlen sollen und eben nicht die Bevölkerung. Am 2. April 2009 schließlich findet in London das G20 Treffen statt, bei dem die 20 größten Wirtschaftsmächte beschließen, wie sie die Krise bewältigen wollen. Den kompletten Aufruf findet ihr hier:
Zwar haben der Oeffinger Freidenker und die Nachdenkseiten schon auf den empfehlenswerten Vortrag von Sarah Wagenknecht über die Finanzkrise hingewiesen, ich komme jedoch nicht umhin, ihn auch an dieser Stelle nochmals zu erwähnen. Wer ein wenig Zeit (45min) sowie politisches Interesse über die Hintergründe der weltweiten Finanzkrise mitbringt, wird den einen oder anderen »Aha-Effekt« erleben.
In dieser Rubrik erscheint gegen Ende eines jeden Monats ein gemeinsamer Rückblick der ZG-Redaktion. Das vorgegebene Thema wird abwechselnd bestimmt. Heute geht es um die weltweite Finanzkrise.
Keine öffentliche Transparenz der sog. »Rettungspakete«. Keine Verhinderung oder Beseitigung von Steueroasen, in welcher die Banken die staatlichen Hilfsmilliarden wieder lagern könnten. Es gibt auch keinen Gesetzesentwurf oder ein Vorhaben zur Verhinderung vom Weiterverkauf von sog. »Schrottpapieren« der Banken. Was zurzeit mit Milliarden von Steuergeldern passiert, ist der Verkauf des Volkes an die Banken. Lafontaine bringt dies gut auf den Punkt.
Aus aktuellem Anlass zur Finanzkrise und der Lösungskonzepte in Deutschland:
Es war also in der »Neusprache« so gut wie unmöglich, verbotene Ansichten, über ein sehr niedriges Niveau hinaus, Ausdruck zu verleihen. Man hätte z.B. sagen können: »Der große Bruder ist ungut«. Aber diese Feststellung mit Argumenten zu stützen, wäre gänzlich unmöglich gewesen, weil die Worte dafür fehlten. Ein Mensch würde nicht mehr wissen, dass »gleich« einmal die Nebenbedeutung von »politisch gleichberechtigt« gehabt oder dass »frei« einmal »geistig frei« bedeutet hatte. Genausowenig wie ein Mensch, der noch nie etwas vom Schachspiel gehört hat, die darauf bezüglichen Nebenbedeutungen von »Königin« und »Turm« kennen kann.
Es ist schon erstaunlich wie die Finanzkrise auf einmal Menschen zu Wort kommen lässt, welche man vor der Krise einen Maulkorb gegeben oder einfach ausgelacht hätte. Auch bei so einem engagierten Polit-Magazin wie Polylux, wäre es schwer vorstellbar gewesen, dass über eine Person berichtet worden wäre, welche mit einer alternativen Lebenseinstellung dem kapitalistischen System den Mittelfinger zeigt. In einem knapp sechs minütigen Video werden zwei Menschen vorgestellt, die ganz offen sagen: Geld und Gier machen den Menschen krank! Und glücklich schon mal gar nicht. Interessant ist vor allem das Geständnis eines Ex-Bankers, der offen sagt, dass es bei dem weltweiten Spielcasino nicht den Hauch einer Ethik gibt, dafür aber viel Gier und Geldgeilheit. Auch wenn diese Erkenntnis niemandem vom Hocker reißen wird, so thematisiert der Polylux-Beitrag vor allem einen Aspekt, welcher bei der ganzen öffentlichen Debatte über die Finanzkrise völlig untergegangen ist: die Ideologie des Geldes.