»Bad Banks«

bad banksNun habe ich mir die sechsteilige ZDF‐Arte‐Produktion auch angeschaut. »Bad Banks« ist eine, für deutsche Verhältnisse, durchaus gelungene und spannende Serie. Die meisten Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend, die Dialoge bzw. das Drehbuch sind mutiger als üblich und es gibt wenig SOAP‐Elemente. Die bisher nur 6 Folgen (eine zweite Staffel wurde bereits bestätigt) bewirken, dass eigentlich jeder Dialog und jede Szene relevant und bedeutend sind. Im Vergleich zu den Marvel‐Serien von Netflix (13 Episoden pro Staffel) ist es hier eine Wohltat, dass man sich durch keine Filler‐Episoden quälen muss.

Inwieweit die gezeigten »Finanzgeschäfte« realistisch dargestellt sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich bin kein Banker oder Finanzexperte. Auch die Menge an Sex, Drogen und Gewalt ist sicherlich der Inszenierung geschuldet. So spannend ist vermutlich kaum ein Bank‐Alltag. Was mich ein wenig gestört hat, sind eher einzelne Dialoge und das temporäre Verhalten von Charakteren. Und ja, manchmal auch der subtile Feminismus. Gibt es eigentlich keine Unterhaltungsprodukte mehr, wo nicht ständig versucht wird, die Zuschauer ideologisch umzuerziehen? :NENE:   Weiterlesen

Presseblick (20)

Respekt verdient hat Sahra Wagenknecht, die in der Markus Lanz — Sendung vom 16. Januar 2014 Ruhe bewahrt hat, obwohl sie von allen Seiten, und besonders auch vom Moderator selbst — Markus Lanz‐, verbal nieder geknüppelt wurde. Sie wurde angebrüllt, ihr wurden subversive Fragen gestellt, Vorwürfe gemacht und von Ausreden lassen konnte auch keine Rede mehr sein. Das ZDF, oder ferner die Öffentlich‐Rechtlichen Sendeanstalten beweisen hier wieder einmal deutlich, dass sie politisch nicht neutral, sondern ganz eindeutig neoliberal‐propagandistisch geprägt sind. Als Frau Wagenknecht wiederholt von den Verfehlungen von Banken, Konzernen und Vermögenden sprach, blaffte Lanz sie an: »Jetzt will ich aber nichts mehr von den Reichen hören«. Stefan Rose von den »fliegenden Brettern« hat hierzu einen schönen Beitrag verfasst. Weiterlesen

Roche & Böhmermann

die Sendung für Jedermann... und Frau!

Auf zdf.kultur läuft nun schon länger endlich mal wieder eine Talk‐Show, die den Namen verdient hat. Nach der langen Sommerpause hatte ich schon ein bisschen Angst, dass ich die Sendung nicht mehr so gut finde, aber nach der Sendung mit Max Herre waren meine Befürchtungen verflogen. Selbst wenn man die Gäste nicht kennt, mag oder langweilig findet, so ist die Sendung trotzdem immer wieder unterhaltsam. Alleine schon die Einspieler die eine Person vorstellen, reichen oft und es kommt vor, dass ein Gast dann auch schon abgehakt ist. Daran ist er zum Teil selber schuld, da er sich nicht einbringt oder die Moderatoren vergessen ihn im Chaos der Sendung. Denn in der Sendung passiert sehr viel und dazu kommt noch mehr »Blödsinn« in der Post‐Produktion.

Wie würdest du die Sendung bezeichnen, todesglupsch? Weiterlesen

Und täglich grüßt der gleiche Beitrag

Punkt 6, Punkt 9, Brisant, Volle Kanne — Service täglich, Punkt 12, ARD‐Buffet, drehscheibe Deutschland, ZDF‐Mittagsmagazin, hallo deutschland, Explosiv — Das Magazin

Die genannten TV‐Sendungen (und sehr wahrscheinlich noch ein paar mehr) bringen jeden Tag immer und immer wieder den gleichen Beitrag. Und zwar diesen hier:

Gefährliche Sprache

»Es darf keine ethnischen Rabatte mehr geben«

- Heinz Buschowksy, SPD‐Bürgermeister von Berlin‐Neukölln im ZDF Heute‐Journal am 7. Oktober 2009

Anmerkung: Sarrazins umstrittene Äußerung wird von vielen im Grundtenor zugestimmt. Er habe sich eben nur im Ton vergriffen, inhaltlich habe er jedoch Recht. Ausländer integrieren sich nicht, sind selbst schuld.  »Keine ethnischen Rabatte« bezeichnet somit, es solle den Ausländern keine Nachlässigkeit und kein Verständnis mehr entgegengebracht werden. Mich beschleicht ein mulmiges Gefühl. Sollen Fremden — und Ausländerfeindlichkeit wieder auf breiter Ebene salonfähig werden? Will man für den kommenden Sozialabbau die Wut auf Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund lenken? Divide et impera? Weiterlesen