Kontrollierte Kritik (2)

Die Demokratie-Simulation benötigt dringend die Inszenierung eines offenen und kritischen Diskurses. Viele Journalisten, Politiker und Bürger können den Vorwurf der Cancel-Culture, der (Selbst-)Zensur und Meinungsunterdrückung überhaupt nicht nachvollziehen:

»Alle können immer und überall sagen, was sie wollen.«

- Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Hierbei werden zwei elementare Aspekte komplett unterschlagen. Zum Einen haben Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und eine gewisse Reichweite aufweisen, immer wieder starke Repressionen erfahren (Ganser, Guerot, Jebsen etc.), wenn sie Regierungs-Erzählungen widersprochen haben (beispielsweise zu den Themen Corona, Ukraine, Klima oder Gender).

Zum Anderen ist Kritik nicht gleich Kritik. Denn Fundamentalkritik, die eine komplett andere Sichtweise zu Grunde legt, die Systemfrage stellt oder eine andere Wirtschaftspolitik fordert — wird selten geduldet, wenn sie denn überhaupt erst zugelassen wird. Im besten Fall gibt es ein Polit-Talk-Tribunal im ÖRR (Lanz, Anne Will etc.) wo fünf Menschen mit der gleichen Meinung ‑inklusive der Moderation- gegen eine Person schießen dürfen. Weiterlesen

Eine Insel der Konformität

Blätter-Ausgabe. März 2023.

»Nationalpopulisten aller Parteien, vereinigt euch, lautet das Leitmotiv der Wagenknechtschen Sammlungsbewegung. Deshalb werden die Unterschiede zwischen links und rechts ganz bewusst zum Verschwinden gebracht, zur Freude von Rechtsradikalen wie Jürgen Elsässer, der in seinem Compact-Magazin schon lange von der neuen Querfront schwärmt.«

- Albrecht von Lucke

»Die Angst vor dem Beifall von der falschen Seite ist nicht nur überflüssig. Sie ist ein Charakteristikum totalitären Denkens.“ (Hans Magnus Enzensberger.) Ganz im Gegenteil dürften Wagenknecht, Albrecht Müller, Dagdelen und Lafontaine die letzten Überbleibsel einer Linken sein, welche die soziale Frage, die Klassenunterschiede, Arbeiterrechte, die Einkommens- und Vermögensverteilung sowie die Friedensfrage, in den Fokus nehmen. Eine weitere neoliberale, identitäre und grün-woke Linke braucht kein Mensch. Deshalb wird die Linkspartei ohne Wagenknecht auch keine 5 Prozent mehr erreichen. Zur Freude der Grünen. Weiterlesen

Inhalte überwinden! (2)

»Der Dreiklang aus Falschinformationen, Desinformationen und Verschwörungserzählungen wird immer wieder auftreten.«

- Pia Lamberty, »Verschwörungsforscherin« auf t‑online.de vom 22. Dezember 2022 (keine Kommentare erlaubt)

Anmerkung: Worüber redet die Dame hier eigentlich?

Nein. Natürlich nicht. Verstehe ich das richtig, dass Diejenigen, die seit Jahrzehnten lügen und betrügen, den Kritikern nun »Desinformationen« und »Falschinformationen« vorwerfen?


Inhalte überwinden!

Lückenpresse

  1. Was ist eigentlich mit dem Krieg im Jemen?
  2. Was ist eigentlich mit den Atomwaffen in Israel?
  3. Was ist eigentlich mit Nordstream 2? Wann dürfen wir hier mit neuen Erkenntnissen rechnen?
  4. Was ist eigentlich mit Michael Ballweg? Wie lange soll er ‑ohne Anklage und Beweise- noch in Haft bleiben?
  5. Was ist eigentlich mit dem Mord an Kashoggi?
  6. Was ist eigentlich mit den völkerrechtswidrigen Drohnenmorden der USA?
  7. Was ist eigentlich mit Julian Assange?
  8. Was ist eigentlich mit den weltweiten CIA-Foltergefängnissen?
  9. Was ist eigentlich mit den Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein? Wurden sie endlich gefunden?
  10. Was ist eigentlich mit den ständigen Diffamierungen gegenüber Freidenkern und Kritikern durch diverse »Faktenchecker«, vom Denunziantenportal PSIRAM, Correctiv, Volksverpetzer, Gegneranalyse (LibMod), wikipedia und von vielen Journalisten?

»Wir sind nicht die Guten!«

»Das Ende der Pandemie – Der Tag der Freiheit«

Nun habe ich es doch noch geschafft, auf die Demonstration am 1. August 2020 in Berlin zu gehen. Und wie sollte es anders sein: sie war voller prügelnder und randalierender Nazi-Verschwörungstheoretiker-Aluhut-Horden! Ich bin gerade so mit heiler Haut davon gekommen. Puuh! Aber zunächst das Positive: die Qualitätsmedien haben diesmal komplett vorurteilsfrei, objektiv und sachlich berichtet. Menschen interviewt und keine Kontexte oder Zitate aus dem Zusammenhang gerissen. Sie haben die Inhalte der Demonstration thematisiert, einen differenzierten Blick gewagt, weder die Kontaktschuld-Querfront‑, noch die Ad-Hominem-Keule gezogen. Ehrlich nicht! Endlich saubere journalistische Arbeit. Respekt! Eine kleine Presseschau und mein persönlicher Eindruck. Weiterlesen