Der Gefängnis‐Komplex

Der industriell‐militärische Komplex ist heute als geflügelte Vokabel vielen bekannt. Über den Gefängnis‐Industrie‐Komplex wird indessen kaum bis gar nicht berichtet. In der folgenden Arte‐Reportage (ab Minute 27) wird sehr gut aufgezeigt, wie Louisiana zum Gefängnis‐Staat wurde, weil es sich für die Sheriffs vor Ort rentiert, die Gefängnisse stets voll und ausgelastet zu haben. »Justizirrtümer« sind hier quasi keine Einzelfälle, sondern erwünschte Nebenwirkungen.

Jubelpresse

Titelseite von gamestar.de vom 15. Juni 2017

Titelseite von gamestar.de vom 15. Juni 2017

»wagt Crytek einen Neuanfang« [...] »mit abgedrehtem Humor« [...] »Nach 14 Jahren: Großartig« [...] »Günstig und leise!« [...] »Wahnsinns‐0815‐Singleplayer!« [...] »Das größte E3‐Comeback«

Ein Aspekt, der mir bei der vielfachen Medienkritik häufig zu kurz kommt, ist die Kommerzialisierung der Medienlandschaft. Sie ist häufig so stark von Anzeigen und Werbeeinnahmen abhängig, so dass sie stellenweise nur noch als Produkt‐, Vertriebs‐ und Jubelpresse bezeichnet werden kann. Es wird gelobt, gejauchzt und gepriesen, was das Zeug hält. Ganz so, wie es sich die Marketing‐ und PR‐Abteilungen der Anzeigen‐Unternehmen wünschen, damit ihre Produkte in einem positiven Licht dargestellt werden. Dieser Journalismus versucht nicht einmal mehr, eine neutrale oder sachlich orientierte Berichterstattung abzuliefern (von Kritik ganz zu schweigen), sondern nur noch -ganz devot‐ seinen Geldgebern zu gefallen.

Der US‐Gefängnis‐Industrie‐Komplex

RT Deutsch vom 28. April 2016

RT Deutsch vom 28. April 2016

Zum militärisch‐industriellen‐Komplex in den USA gehört ein Industrie‐Sektor, der viel zu selten thematisiert wird, obwohl er mittlerweile ein riesiges Geschäft darstellt: die US‐ Gefängnisindustrie. Obwohl die USA nur 5 Prozent der Weltbevölkerung stellen, befinden sich dort 25 Prozent aller Gefängnisse weltweit. Rund 2,5 Millionen Menschen sind im »land of the free« eingesperrt. Mehr als 80 Prozent der Häftlinge sind Lateinamerikaner, Afroamerikaner und andere »Nicht‐Weiße«. In der Regel werden diese auch härter bestraft als Weiße. Neben General Motors sind die US‐Gefängnisse mittlerweile der zweitgrößte Arbeitgeber in den USA mit über 500.000 Beschäftigten. Die US‐Gefängnisindustrie macht einen Umsatz von 35 Milliarden Dollar im Jahr, mit Zwangsarbeit und der Produktion von beispielsweise Militärausrüstung für US‐Konzerne. Weiterlesen