Reise in die Vergangenheit

Die Gegenwart ist trist, düster, depressiv. Orwell, Kafka und Huxley hatten Recht. Um diesen Irrsinn seelisch zu überstehen, brauchen wir viel Resilienz, Eskapismus und ein wenig Nostalgie. Ich will heute eine kleine persönliche Reise in meine eigene Vergangenheit starten und euch dabei mitnehmen. Welche Filme, Spiele, Bücher und Lieder haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen?

Mittlerweile mehr als 60 Millionen Aufrufe. Jonathan Davis hat den Zeitgeist einer ganzen Generation aufgefangen. Die Wut, den Frust und die Ohnmacht. Das Lied war für mich immer wie eine heilsame Therapiestunde:

Weiterlesen

Weisheiten 2020

Es ist wieder soweit. Der epikur verabschiedet sich in die Weihnachtsferien. Sofern es überhaupt möglich ist, möchte ich die nächsten zwei Wochen exzessiven Eskapismus betreiben. Zum Jahresabschluss möchte ich euch noch die schönsten Gedanken aus dem Jahr 2020 mitgeben, die den demokratisch-humanistischen Zeitgeist in Deutschland aufzeigen. Wir sind schließlich weiterhin das Land der Dichter und Denker! Und wir leben natürlich weiterhin in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung! Wer etwas anderes behauptet, ist ein Schwurbler, Spinner, Nazi, Aluhut etc. etc. Und ab gehts. Zum Wohlfühlen, Nachdenken und Entspannen.

»Wir wissen nicht genau, wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken, aber ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe gibt.« (Prof. Lothar Wieler, Präsident vom Robert Koch-Institut)

»Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen.« (Angela Merkel, im März 2020)

»Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument für ausbleibende Kontrollen sein.«(Karl Lauterbach, SPD) Weiterlesen

Eskapismus

Als Eskapismus bezeichnet man eine Realitäts- oder Wirklichkeitsflucht, die meist negativ konnotiert ist. Der Begriff stammt aus dem Englischen „escapism“, welches übersetzt Wirklichkeitsflucht bedeutet und damit eine Tendenz meint, durch Illusionen, Scheinwelten und Zerstreuungen der Realität auszuweichen. Der Eskapismus wird zwar im Medienzeitalter vielfach bedient, existiert aber schon seit Jahrhunderten in Form von Büchern, Theater, Rollen‑, Brett‑, Karten- oder Würfelspielen. Dabei muss der Eskapismus nicht zwingend eine Selbst-Flucht darstellen, sondern kann auch Selbst-Erweiterung bedeuten. André Peschke und Jochen Gebauer haben auf gamespodcast.de eine ganze Reihe von positiven Merkmalen des Eskapismus beschrieben:

• Eskapismus ist intrinsisch motiviert
• Eskapismus ist Alltagsbewältigung und Kompensation
• Eskapismus befreit von sozialen und gesellschaftlichen Normen
• Eskapismus trainiert Kompetenzen und Fertigkeiten in einer Scheinwirklichkeit
• Eskapismus ist die Abwesenheit von Stress, Unruhe und Leistungsdruck
• Eskapismus fördert die Kreativität und das bildliche Vorstellungsvermögen

Leider wird der Eskapismus nicht wertfrei behandelt, sondern in der öffentlichen Wahrnehmung unterschiedlich be- und verurteilt. So soll die Realitätsflucht in ein Theater oder eine Oper (lern-)nützlich und pädagogisch wertvoll sein, während das Ein- und Abtauchen in ein P&P‑Rollen- oder Computerspiel als soziale Verwahrlosung und Amoklauf-Training abgewertet wird.