Die Trump-Apokalypse

170113_BlaseEigentlich wollte ich nichts zu dem Trump-Medien-Hype schreiben, weil mich schon bei der US-Wahl diese völlig übertriebene, geschichtsvergessene und zugleich naive Analyse aus allen politischen Lagern entsetzt zurückgelassen hat. Aber es hört scheinbar nicht auf und ich muss mir mal Luft machen. Zunächst einmal: die Macht von US-Präsidenten wird immer wieder völlig überschätzt. Kein Wunder, unsere liebe Kaufpresse soll ja auch das „scheue Reh“ (also das Großkapital) medial verstecken helfen und die Polit-Marionetten als die Macher hinstellen.

Hinzu kommt der mediale Rahmen, der Personalisierungen liebt (weil besser zu bebildern) und strukturelle Analysen hasst (weniger Bilder, mehr Recherche-Arbeit). Dennoch: Geheimdienste, Konzerne, Banken, die Öl-Industrie, Versicherungen, die Börsen, der militärisch-industrielle Komplex, die Finanzindustrie sowie die Mega-Milliardäre – gegen die kann und wird auch ein Trump politisch nicht agieren können. Zumindest nicht ohne ernsthafte Konsequenzen. Weiterlesen

Misserfolge sind Erfolge

„Frankreich engagiert sich bereits massiv in Afrika und ist nicht in der Lage, einen Krieg im Nahen Osten zu gewinnen.“

Serge Halimi. „Nichts gelernt“. Le Monde Diplomatique. Dezember 2015. S. 8

Anmerkung: Vielleicht definiert man Erfolg aus der falschen Perspektive? Vielleicht ist die derzeitige Syrien-Krise ein Erfolg für die internationale Waffenindustrie? Ein globaler „Waffenübungsplatz“, bei dem man sich eine goldene Nase verdienen kann? Vielleicht ging es beim Afghanistan-Krieg nie um Demokratisierung und Menschenrechte, sondern um die Sicherung von Rohstoff-Transportwegen (Pipelines) sowie um die Opiumfelder? Vielleicht ist die „Schock-Strategie“ der Erfolg, den man will? Womöglich wäre ein dauerhafter Frieden, Freiheit und Wohlstand im Nahen und Mittleren Osten,  ein echter Misserfolg für die Interessen westlicher Regierungen und Konzerne?

Früher war alles besser

frueher_titelEs gab früher keine steigenden Mieten, ansteigende Strom- oder Gaskosten. Die Löhne und Gehälter waren alle angemessen, fair und großzügig. Der gesellschaftliche Reichtum wurde gerecht verteilt. Finanziell armen Menschen, wie Obdachlosen, Erwerbslosen, Asylanten und so weiter wurde viel geholfen. Es gab keine mediale Hetze oder gelebte Menschenverachtung, beispielsweise gegenüber Hartz4-Empfängern. Es existierte keine Lügen-, Kauf-, System-, Lücken-, Produkt- oder Gleichschaltungs-Presse. Sie berichteten stets sachlich, unabhängig und objektiv. Journalisten waren nicht Mitglied in transatlantischen Netzwerken, wie beispielsweise der Atlantikbrücke. Mit Griechenland und Syriza ist solidarisch umgegangen worden. Auch völkerrechtswidrige Angriffskriege oder gar Kriegs- und Lügenpropaganda hat es in Deutschland nie gegeben. Weiterlesen