Rinks und Lechts

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AfD: nur ein Symptom, aber nicht das eigentliche Problem.

Seit einiger Zeit versuchen die bürgerlichen Massenmedien linke und rechte Bewegungen, Parteien, Politiker und Denker in einen Topf zu werfen. Sie alle seien populistisch, verschwörungstheoretisch und extremistisch. Mit Ausnahme des Menschenbildes würden sich beide Fraktionen sehr ähneln, weil sie die etablierten Strukturen, die vorherrschenden Machtverhältnisse sowie die einseitige Berichterstattung in den Massenmedien kritisieren würden. Das Menschenbild wird hier nicht als das entscheidende ethische Fundament, auf dem sich eine ganze Bewegung und die politische Idee aufbaut, betrachtet, sondern nur als eine von vielen messbaren Kriterien definiert. So kann man Humanisten und Menschenhasser bequem zu einer Populismus‐Soße verarbeiten und dabei gleichzeitig im Phrasensalat die Botschaft zubereiten, dass nur und ausschließlich die politische, also neoliberale Mitte der Demokratie Stabilität bringen würde. Dabei ist es eben genau diese marktradikale Mitte, welche die Demokratie seit Jahren demontiert. Weiterlesen

Informationskrieg

Jeder, der die offizielle Darstellung von 911 anzweifelt, die USA, Israel oder die NATO kritisiert, wird in der wissensneutralen Wikipedia als Verschwörungstheoretiker, Antisemit oder Populist diffamiert und mit rechtsradikalen Holocaustleugnern in einen Topf geworfen. Der Musiker Xavier Naidoo und die ehemalige Moderatorin Eva Herman tauchen dort beispielsweise in einer Verschwörungstheoretiker‐Liste auf, zusammen mit den Holocaustleugnern Ernst Zündel und Mahmud Ahmadinedschad. Es würde mich nicht wundern, wenn hier mitunter die »Dienste« aktiv sind, um missliebige Personen zu diskreditieren.

Das die anonymen Wikipedia‐Autoren häufig alles andere als wissenschaftlich‐objektiv agieren, zeigt dieser Film exemplarisch anhand von Daniele Ganser:

Nebenbei: »Wikipedia‐Administrator betrieb wohl mit mindestens zwei Accounts PR für Pharmakonzern Merck.«

Konstruierte Wirklichkeit

vt_titelDer massenmediale Kampf um die politische Meinungs‐ und Deutungshoheit wird seit einiger Zeit mit aller Härte geführt. Manche bezeichnen das verharmlosend als »eine Krise der Massenmedien«. Verantwortlich sei »das Internet«. Dabei geht es vor allem darum, dass den Atlantikbrücke‐Journalisten, den Hofberichterstattern, den Axel‐Springer‐Meinungsmachern, den Kriegstreibern sowie allen kapitalhörigen Redakteuren zunehmend nicht mehr geglaubt wird. Die Leitmedien üben sich aber nun nicht in Selbstreflexion oder hinterfragen den Vertrauensverlust ihrer Leser, sondern schalten die Leserkommentare ihrer Online‐Ausgaben komplett ab oder schließen bei sensiblen Themen einfach das Forum (Spiegel Online). Gleichzeitig diffamieren sie jede alternative Sichtweise zum Mainstream als populistisch, antiamerikanisch, verschwörungstheoretisch und/oder als antisemitisch. Weiterlesen

Populismustheorie

Opfer von Populisten? TTIP-Demonstranten am 10. Oktober 2015

Opfer von Populisten? TTIP‐Demonstranten am 10. Oktober 2015

Wenn es ein Wort gibt, das ich nicht mehr hören und lesen kann, dann ist das (neben Verschwörungstheorie), vor allem: Populismus. Politiker, Wissenschaftler, Ökonomen und Journalisten (ja auch Blogger) benutzen diesen negativ aufgeladenen Begriff, um Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, als unseriös zu diffamieren. Dabei ist es sicher kein Zufall, dass es keine einheitliche Definition darüber gibt, ab wann, inwiefern und weshalb manche als populistische Redner und Schreiber bewertet werden und warum andere als ernst zunehmende Zeitgenossen gelten sollen. Weiterlesen

Regierungspopulist

Oskar Lafontaine sei ein Linkspopulist. Geert Wilders sei ein Rechtspopulist. So schreiben die bürgerlichen Medien. Populisten wird unterstellt, sie argumentieren nicht sachlich. Sie reden dem Volk nach dem Mund, würden keine Lösungen anbieten, hetzen, diffamieren, würden öffentlichkeitswirksam sein usw. Interessanterweise wird der Begriff Populist nur bei linken oder rechten Politikern gebraucht. Dabei ist quasi jeder Politiker, der die Öffentlichkeit gewinnen will, von Hause aus ein Populist. Und warum sind Regierungspolitiker keine Populisten? Welche konkreten Inhalte transportieren denn die Phrasen von Frau Merkel, von von der Leyen oder von Guido Westerwelle?