Informationskrieg

Jeder, der die offizielle Darstellung von 911 anzweifelt, die USA, Israel oder die NATO kritisiert, wird in der wissensneutralen Wikipedia als Verschwörungstheoretiker, Antisemit oder Populist diffamiert und mit rechtsradikalen Holocaustleugnern in einen Topf geworfen. Der Musiker Xavier Naidoo und die ehemalige Moderatorin Eva Herman tauchen dort beispielsweise in einer Verschwörungstheoretiker‐Liste auf, zusammen mit den Holocaustleugnern Ernst Zündel und Mahmud Ahmadinedschad. Es würde mich nicht wundern, wenn hier mitunter die »Dienste« aktiv sind, um missliebige Personen zu diskreditieren.

Das die anonymen Wikipedia‐Autoren häufig alles andere als wissenschaftlich‐objektiv agieren, zeigt dieser Film exemplarisch anhand von Daniele Ganser:

Nebenbei: »Wikipedia‐Administrator betrieb wohl mit mindestens zwei Accounts PR für Pharmakonzern Merck.«

10 Gedanken zu “Informationskrieg

  1. Interessant. Die Wikipedia VT‐Liste wurde angepasst. Xavier Naidoo, Eva Herman, Ernst Zündel und Mahmud Ahmadinedschad sind dort nicht mehr aufgelistet. Während Ernst Zündel und Mahmud Ahmadinedschad nun bei einer Holocaust‐Leugner‐Liste gelandet sind, tauchen Xavier Naidoo und Eva Herman bei beiden Listen nicht auf. Vor einigen Tagen waren alle vier Personen noch Verschwörungstheoretiker.

  2. Xavier Naidoo ist kein Musiker. Eva Herman ist schlimmer als Merkel, Leyen und Nahles in Personalunion. Und Wikipedia ist ebenso »wissensneutral« wie meine industriell gefertigte Zahnpasta »medizinisch« ist.

    Ganz im Ernst: Was möchtest Du mit diesem Beitrag erreichen? Dass im Kapitalismus betrogen, gelogen und verschleiert wird, dass sich die Balken biegen, ist doch weder neu, noch verwunderlich — sondern systemimmanent. Zu dieser Erkenntnis tragen allerdings weder Ken Jebsen, noch Daniele Ganser etwas wesentliches bei, da sie ja denselben Mechanismen folgen und auf ihre Weise Gegenpropaganda betreiben.

    Es ist doch geradezu selbstverständlich, dass die kapitalistische Bande auch die so leicht enterbare Wikipedia benutzt, um ihre perversen Ziele zu verfolgen — auch wenn die von Dir hier genannten Beispiele eher ein Symptom des inszenierten Nebenschauplatzkrieges zur Marginalisierung der linken Gegenwehr sind. Es gibt weitaus gehaltvollere Beispiele dafür — man muss dazu nur einmal die »Diskussionen« und Artikelversionen zu Schlagwörtern und Personen wie »Kommunismus«, »Hayek«, »Sozialismus« oder »DDR« (und so viele, viele andere) verfolgen — genau dort findet der »Informationskrieg« statt, den Jebsen und Ganser allerdings fein verschweigen.

    Warum bloß? Und weshalb konzentrierst auch Du dich hier auf alberne Nebenschauplätze, die letzten Endes völlig bedeùtungslos sind?

    Der Krieg findet anderswo statt, und diejenigen, die ihn einmal mehr angezettelt haben, freuen sich über jedes weitere Ablenkungsmanöver und jede alberne Sau, die durchs Dorf getrieben wird und ihren Namen nicht trägt.

    Im Grunde erfüllen die Geschichten rund um die Naidoos und Hermans, die Du hier bemühst, keinen anderen Zweck als die lächerliche Erzählung von der »Flüchtlingsflut«, die das »Abendland« bedroht.

    Dir müsste doch klar sein, dass es weder die Flüchtlinge, noch die bearbeiteten Wiki‐Einträge, noch die Personen Naidoo, Herman & Co. sind, die hier das Problem darstellen, sondern das kapitalistische System, das all diese Begebenheiten und Perversionen erst hervorbringt und nährt!?!

    Liebe Grüße!

  3. @Charlie: Wenn nur alles so einfach wäre. Aber leider müssen wir uns mit diesem System arrangieren, ob es uns nun gefällt oder nicht, weil nirgendwo eine Wechselstimmung erkennbar ist. Den Kapitalismus abschaffen? Ja, das wäre fein. Und was dann? Und wohin sollen die Kapitalisten? Sollen sie in die Arbeitslager wie damals in China, als die Reichen umerzogen werden sollten? Es gibt keine Antwort darauf, was mit denen werden soll, denen Deutschland eigentlich gehört. Freiwillig werden sie wohl nicht das Feld räumen. Sind die Menschen bereit, Blut zu vergießen? Ohne dem, wird es nicht gehen können. Wer aber will das denn. Und wollen überhaupt eine Mehrzahl der Menschen den Kapitalismus abschaffen? Eine ganze Menge laufen wie verrückt auf ihn zu. Unter dieser Prämisse muss man sich natürlich auch mit den Flüchtlingsströmen auseinandersetzen. Schließlich müssen Huntertausende eingegliedert werden, in ein Land ohne genügend Jobs, ohne eine ausreichende Infrastruktur auf jedweder Ebene. Das Problem ist hier und heute und nicht in einer irgendwie gearteten Zukunft in einem imaginären Gesellschaftssystem, wo wir auch nicht wissen, ob es funktionieren würde. Das viel zu knappe wirkliche Geld, was nun eben mal endlich ist, weil eben die gesellschaftlichen Verhältnisse so sind, wie sind, wird nun unter sehr viel mehr Menschen aufgeteilt werden müssen. Nicht heute und nicht morgen — die Bundestagswahl muss ja noch über die Bühne gehen — werden zuerst diejenigen leiden, die heute schon H4 erhalten oder morgen es beantragen müssen. Die Menschen können sich nicht damit trösten, dass ihr Feind eigentlich der Kapitalismus ist. Er ist es zwar, aber gegessen und gewohnt werden muss jetzt. Wie sagt Brecht so schön: Erst das Fressen, dann die Moral. Und Übrigens: Nebenschauplätze verdeutlichen sehr genau, wie unsere Gesellschaft verfasst ist. Nebenschauplätze zeigen, wie man die Menschen ablenken will (muss), damit sie nicht mehr zum Nachdenken kommen. Und nochmal Übrigens: Eine Sache zu Ende zu denken, ohne auf sein Bauchgefühl zu setzen, ist auch nicht jedermanns Ding, sonst gäbe es keine Nebenschauplätze.

  4. Es ist doch klar, dass bestimmte Interessensgruppen wie Konzerne, Staaten oder Parteien versuchen in Wikipedia Einfluss zu nehmen indem sie z.B. eigene Mitarbeiter als Administratoren einschleusen. Das ist eben der Nachteil von offenen Systemen.

    Dennoch halte ich Wikipedia für ein ausgezeichnetes Werkzeug und ich meine mich daran zu erinnern, dass z.B. im Brockhaus meines Vaters es ebenfalls teils tendenziöse Artikel gab.

    Es gibt eben keine objektive neutrale Wahrheit. Und gerade eher ideologisch geprägte Gruppierungen politischer oder religiöser Art neigen oftmals dazu in Einträgen die sie für fehlerhaft empfinden gleich eine Verschwörung zu sehen.

    Wer Wikipedia halbwegs bewusst unter Einschaltung seines eigenen (hoffentlich kritischen) Verstandes benutzt ist denke ich gut bedient.

    Und wer Wikipedia in seinem Sinne verbessern will kann sich ja auch selbst engagieren. Ist allemal besser als rum zu heulen.

  5. @ PeWi: Ich bin mir nicht ganz sicher, was genau Du mit Deinem Kommentar mitteilen möchtest — ich halte daher einfach mal die schnöde Binsenweisheit des altbekannten Prinzipes »Divide et impera« fest, das seit Jahrhunderten dafür sorgt, dass Menschen eher gegeneinander kämpfen, anstatt den wirklichen Feind zu erkennen. In dieser Hinsicht sind wir heute noch genauso dämlich und rückständig wie vor 200 Jahren — im besten Falle.

    Nebenschauplätze verdeutlichen aber keineswegs nur, wie eine Gesellschaft verfasst ist, wie Du schreibst, sondern illustrieren insbesondere die grausige Verkommenheit der gesellschaftlichen »Elite«, die dieses Instrument mit Vorliebe benutzt, um dem o.g. Prinzip Rechnung zu tragen und ihre Privilegien zu behalten.

  6. @Markus: »Und wer Wikipedia in seinem Sinne verbessern will kann sich ja auch selbst engagieren. Ist allemal besser als rum zu heulen.«

    Hast du das mal versucht? Die sind da wie eine Geheimgesellschaft. Besonders der deutsche Ableger ist besetzt von Blockwarten und Bullies, die alles löschen was, ihrer Meinung nach, nicht relevant ist.
    Das dazu noch wie blöd Lobby‐Arbeit dort betrieben wird passt ins Bild. Ein offenes System ist das schon lange nicht mehr.

    Zu PeWi und seinen schrägen Ansichten über Maoisten und Kapitalisten, den »Besitzverhältnissen« in Deutschland und gefühlten Flüchtlingsströmen will ich mich nicht auslassen. Da scheint mir so ein gefühlter Realist vor der Tastatur zu sitzen, der sich ganz gut in der »real existierenden freien Marktwirtschaft« eingerichtet hat. Nur so viel: Ich persönlich kann mich sehr gut damit trösten zu wissen, dass mein (eigentlicher) Feind der Kapitalismus ist :BLING:

  7. @Charlie

    Nur weil ich über die Auswüchse des kapitalistischen Wahnsinns schreibe, heißt das ja nicht, dass ich die Ursachen nicht erkennen würde. Und wikipedia finde ich insofern nicht unwichtig und ich betrachte es auch nicht als einen »Nebenschauplatz«, da es für viele Millionen Schüler, Studenten, Auszubildende und andere Interessierte, Anlaufstelle Nummer eins sein wird, wenn sie schnell etwas wissen wollen. Ich glaube nicht, dass es in der Bevölkerung ein großes Bewusstsein für die Manipulation von wikipedia gibt. Ist sicher auch kein Zufall, dass die oben verlinkte Dokumentation von allen Massenmedien komplett ignoriert wurde.

    Hinzu kommt, ich schreibe meine Beiträge nicht in erster Linie für die ohnehin schon Aufgeklärten. Auch wenn die sich vermutlich am ehesten auf unseren Blog »verirren« werden ;)

    Aufklärung und den Kampf um Meinungs‐ und Deutungshoheit kann man natürlich auch als »Gegenpropaganda« bezeichnen. Für mich tragen jedoch alle ihren Teil zum Kampf um die Köpfe und zur Aufklärung gegen den herrschenden Wahnsinn bei. Sei es Ken Jebsen, die Propagandaschau, die Nachdenkseiten, Ad Sinistram, der Spiegelfechter und viele andere. Ganz besonders alle, die Du so verdammt »unlinks« findest. Okay, mit Ausnahme der Esos. :MRGREEN:

    @Markus @Farnsworth

    Ich muss Farnsworth da zustimmen. Wikipedia ist nach außen hin hermetisch abgeriegelt. Das zeigt im Übrigen auch die Dokumentation, die Du Dir, Markus, vermutlich nicht angeschaut hast.

    @PeWi

    »Das viel zu knappe wirkliche Geld, was nun eben mal endlich ist, weil eben die gesellschaftlichen Verhältnisse so sind, wie sind«

    Das Geld sitzt vor allem immer dann knapp, wenn es um Sozialausgaben, Erzieher, Schulen, sozialen Wohnungsbau, Bildungsausgaben, Kultur, Sport etc. geht. Für Banken werden über Nacht mal eben 500 Milliarden hingelegt. Auch Konzerne genießen jährlich dicke Subventionen. Das Argument »kein Geld da« ist einfach keines. Erst Recht nicht in einem Land, mit rund 900.000 Millionären.

    Die Verhältnisse sind auch nicht einfach so, weil sie so sind, wie sie sind. Warum so fatalistisch? Unsere Welt ist menschengemacht. Und insofern auch jederzeit veränderbar. Sofern der Wille dazu da ist.

  8. Epikur: Gerade weil ich Dir unterstelle, dass Du die kapitalistischen Ursachen der gegenwärtigen Katastrophe sehr wohl erkennst, wundere ich mich über solche Nebenschauplätze — und dazu gehört fraglos auch der Wikipedia‐Eintrag zu Herrn Ganser.

    Man kann zu dem Mann ja stehen, wie man will — es ist aber leider schlichtweg »normal«, dass bei Wikipedia selbstverständlich von interessierter Seite Einfluss genommen wird. Dein Einwurf, dass dies vielen Menschen nicht bekannt oder bewusst sei, kann ja keine Bedeutung haben, da man mit derselben Argumentation jedwede historische, ethische und philosophische Erkenntnis und jedes schlaue Buch in die Jauchegrube werfen müsste, da sie ohnehin keine Bedeutung besitzen und man stets wieder bei »null« beginnen müsste.

    Ganz besonders entsetzt hat mich aber Deine Erwähnung des Blogs »Propagandaschau«. Diese krude Seite, sie man bestenfalls als dumm‐naiv und schlimmstenfalls als rechtspopulistische Dreckschleuder bezeichnen kann, gehört doch auch nach Deiner Meinung nicht ernsthaft zu den »Aufklärern«, die Du beschwörst?!? Mir fiel unvermittelt das Gehirn aus dem Kopf, als ich das gelesen habe. Meinst Du das wirklich ernst?

    Nachdem ich die Reste meiner Gehirnpampe nun wieder aufgesammelt und zurück in den Schädel gepresst habe (was mir sonst nur bei den Esos von »Jenseits der Realität« passiert), muss ich wohl festhalten, dass ich — obwohl ich mich selber lediglich als Humanist bezeichne — heute offenbar als linksradikaler Stalinist wahrgenommen werde.

    Das sagt indes weniger über mich, dafür aber viel über die verkommene heutige Zeit und ihre Menschen aus.

    Du bist doch ein intelligenter Mensch — weshalb fällt Dir nicht auf, dass Lapuente, Nachdenkseiten & Co. weiterhin dem Kapitalismus anhängen und Ken Jebsen, »Propagandaschau« & Co. ebenfalls fleißig vom eigentlichen Problem ablenken, indem sie Sündenböcke suchen und Weltverschwörungsunsinn verbreiten?

    Der Kapitalismus benötigt keine Verschwörungen — er führt ganz von allein — systemimmanent — in die Katastrophe und produziert automatisch — im Endstadium rapide zunehmend — korrupte Strukturen, die zwangsläufig im Faschismus enden. Das weißt Du doch alles.

    Es grenzt an Irrsinn, in diesem Stadium Jebsen oder die »Propagandaschau« allen Ernstes als »Aufklärer« zu bezeichnen. Wir wissen doch allzu gut, wohin dieser Verschwörungsunsinn, der vom eigentlichen Problem wunderbar ablenkt, letzten Endes führen kann: Die Ruinen von Auschwitz — als Mahnmal — sind zum Glück noch nicht vollkommen beseitigt.

    Liebe Grüße!

  9. Mensch epikur — da haste doch tatsächlich vergessen, das Mantra der Kapitalismus‐Überwinder im Vorspann runterzubeten. Das Verhalten gewisser Linker trägt da schon fast sektenartige, religiöse Züge — mit starken Erlöser‐Komplexen. Ich stimme PeWi da überwiegend zu. Was soll dieser Quark...? Mir wäre eine Welt ohne »Kapitalismus« auch lieber — aber wer sich darauf beschränkt, diesen einfach nur Scheiße zu finden und zu meinen, wenn der fort wäre, wäre die Menschheit von heut auf morgen nur noch lieb und nett zueinander — der ist entweder naiv — oder blöd! Und sich dann wundern, warum die ganzen Menschen innerhalb »des Systems« einen als Spinner betrachten, dem man erst gar nicht zuhören muss...? »Der Kapitalismus« ist von Menschen gemacht — und er lebt alleine vom Handeln jener Menschen — diese Menschen bilden den Kapitalismus. Menschen, die von kleinauf ihr ganzes Leben genau darauf abgerichtet wurden. Eine Überwindung von heut auf morgen — ist absolut unmöglich. Und da rede ich noch nicht einmal von der räumlichen Bezugsgröße (global). Da müsste die Welt wegen einer Katastrophe astronomischen Ausmaßes quasi völlig in Trümmern liegen, sämtliche gesellschaftliche staatliche Strukturen zerfallen — um aus diesem Zyklus überhaupt irgendwie ausbrechen zu können. Aber auch dann werden die Menschen sicher nicht vernünftig, lieb und brav — sondern dann regiert wieder das Recht des Stärkeren — im Kampf ums Überleben holt sich der mit der größten Keule, was ihm seiner Meinung nach zusteht...!

    Es nervt mich persönlich genau auch deshalb, weil die Prediger und die Anbeter der »anti‐kapitalistischen« deus‐ex‐machina absolut keine auch nur annähernd schlüssige und herausgearbeitete Alternative aufzeigen! Wie PeWi fragt — was passiert denn »danach«...? Wie wird was produziert, wie werden die Menschen mit dem lebensnotwendigen versorgt usw.? Da kommt: nix. Spielen wir einfach mal mit dem Feuer und schauen, was passiert... aber selbst dass ist ja vollkommener Nonsens — weil eben nix derartiges geschehen wird. Also legt man die Hände in den Schoß, bis man dann einsam und verbittert mit 87 allein im Pflegeheim den Löffel abgibt... YEAH — hauptsache, zeit Lebens die reine Lehre propagiert — und man ruhig und gelassen, ohne den Finger zu rühren, dabei zugesehen hat, wie sich das verhasste System eben noch weiter ausgebreitet hat! Welches einem am Ende dann nämlich auch den Stecker gezogen hat...

  10. Dennis, widme Dich doch lieber Themen, von denen Du auch etwas verstehst — wie beispielsweise der Musik, der Straßenplanung in Entenhausen oder der Frage, wieviel Leere ein menschlicher Schädel verträgt, bevor auch das Nervensystem den Betrieb einstellt.

    Da ist die Gefahr ein wenig geringer, dass Du dich lächerlich machst. Du hast dort aber immerhin eine hübsche neoliberale Chance, ernstgenommen zu werden.

    Wohlmeinende Grüße!

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