»Im Jahre 1989 gab es in ganz Deutschland laut Deutscher Alpenverein (DAV) gerade einmal 20 Kletterhallen mit über 100 Quadratmetern Kletterfläche. Elf Jahre später waren es bereits 180 und 2015 schon 440.«
Ich war jetzt schon einige Male in einer Turnhalle an Felswänden klettern. Es ist durchaus nett und macht Laune. Dabei könnte man es schon belassen und diesen Beitrag hier schließen. Warum aber gerade dieser Sport zu so einem starken Trend geworden ist, verwundert mich absolut nicht. Denn er beinhaltet und symbolisiert alles, was unser neoliberale Zeitgeist ausmacht: Fitness-Selbstoptimierung. Ich gegen den Rest der (Natur-)Welt. Sozialdarwinismus. Den (Karriere-)Gipfel erstürmen. Leistung durch eigenverantwortliche (Muskel-)Kraft. Disziplin. Fleiß. Kein Mannschafts‑, Gruppen- oder Solidaritätsdenken, sondern nur der Ich-bezogene Wettbewerbsgedanke. Nicht zuletzt unterstützt der Sport die tief verinnerlichten Selbstbetrug-Narrative: »Du kannst alles schaffen im Leben, wenn Du es nur wirklich willst! Vom Tellerwäscher zum Millionär! Auf Deine Einstellung kommt es an!« Natürlich interpretiere ich hier wieder viel zu viel hinein. Es geht doch nur um ein bisschen klettern! :jaja:




Die chinesische Regierung hat die EU ‑und insbesondere Deutschland- für ihre Menschenrechtslage gerügt. Dabei ging es nicht nur um die Flüchtlingspolitik sowie angezündete Flüchtlingsheime, sondern auch um die EU-Frontex-Mauer, Geheimdienste, die außerhalb des Rechtsstaates agieren und um prügelnde Polizisten.
Wenn ich mich mit Freunden, der Familie oder mit Arbeitskollegen über Menschen wie beispielsweise Daniela Katzenberger, Dieter Bohlen oder Verona Pooth unterhalte, kommt irgendwann die Floskel, dass die alle ja doch irgendwie klug und clever seien, weil sie es schließlich geschafft hätten, irgendwie Geld zu machen. Echte Kenntnisse in Literatur, Musik, Kunst, Wissenschaft oder Kultur spielen bei der Bewertung von Menschen scheinbar nur noch insofern eine Rolle, wenn dieses Wissen irgendwie nützlich zur Geldvermehrung, im Beruf oder für den persönlichen Vorteil verwertet werden kann. Intelligent sei, wer sich oder irgendeinen Mist verkaufen kann. Ansonsten ist es per se unnützes Nerd-Wissen oder Klugscheißerei. Hierbei stelle ich mir folgende Fragen:
