Empfehlung: Linux Mint

Linux Mint 16 Petra

Linux Mint 16 Petra

Ich weiß, dass es den einen oder anderen Linux-User unter unseren Lesern gibt, für die dürfte der Beitrag nichts neues sein. Aber für alle die Windows oder MacOS benutzen und gar nicht so richtig wissen, warum sie das tun, empfehle ich doch einfach mal das genutzte Betriebssystem in Frage zu stellen. Denn wenn es keinen echten Grund gibt, warum man ein bestimmtes Betriebssystem benutzt, dann hat man mit ziemlich großer Sicherheit zu viel dafür bezahlt.

Und was ist günstiger als zu viel? Kostenlos, richtig. Linux Mint ist z.B. kostenlos. Wie fast alle Linux Distributionen. Es gibt auch noch andere die zu empfehlen wären, aber mit Linux Mint habe ich schon selbst gute Erfahrung gemacht und es ist auch das optimale OS für Leute die nicht viel Erfahrung mit Rechnern haben. Bis vor kurzem galt Linux ja eher als System für technik-affine Menschen, da man noch viel selbst konfigurieren musste. Aber Linux Mint ist nicht nur einfach zu bedienen, auch die Installation läuft fast von selbst und die wichtigsten Programme sind schon alle dabei: Browser, E‑Mail Client, Textverarbeitung, selbst Grafikprogramme wie Gimp oder Inkscape.

Jetzt wo der Support von Windows XP beendet wurde, wäre Linux Mint eine gute Alternative, da es auch sehr gut auf älteren Systemen läuft. Bei der Installation hat man auch die Wahl, dass sich Linux neben Windows installiert. So kann man es auch erst mal testen und hat zur Sicherheit immer noch sein altes System zur Verfügung. Wem das alles nicht überzeugt hat, hier noch ein Pinguin.

Foto: jtheripper

Foto: jtheripper

Presseblick (24)

Der Focus, und andere LeiDMedien, veröffentlichen eine dpa-meldung mit der Schlagzeile »Kurze Haftzeiten erschweren die Produktion im Gefängnis«. Die Insassen seien zu kurz im Gefängnis, hätten eine mangelnde Ausbildung und es fehle an ausgebildeten Schlossern und Druckern. Fachkräftemangel im Knast. Das heißt in der Konsequenz: Gefängnisstrafen drastisch erhöhen für Schlosser und Drucker. Hauptsache die Knast-Betriebe bleiben produktiv. Sind wir schon in Gaga-Land? Weiterlesen →

Europawahl 2014: Worthülsen-Lego

cdu_titel

Wir brauchen mehr Chancen für Jugendliche, damit sie eigenverantwortlicher handeln können. Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Leistung muss sich wieder lohnen. Steuern runter, Arbeitsplätze rauf. Europa ist eine Wertegemeinschaft. Wachstum schafft Wohlstand. Für ein nachhaltiges Wirtschaften. Wir stehen für eine moderne Familienpolitik. Sozial ist, was Arbeit schafft. Mit uns wird es keine neuen Schulden geben. Mehr Markt und mehr Freiheit. Und so weiter.

Wer noch nicht genug hat, darf sich aus dem Plastikwörter-Phrasen-Archiv sein ganz persönliches schimmeliges Süppchen kochen:

Bildung, Nachhaltigkeit, Europa, Wachstum, Familie, Arbeit, Zukunft, Gerechtigkeit, Verantwortung, Leistung, Demokratie, Wohlstand, modern, Arbeitsplätze, Markt, Umwelt, Marktwirtschaft, Chancen, Bürokratieabbau, Freiheit, Fairness, zeitgemäß, Schulden, Steuern, Deutschland, Menschen.

Kostenloser ZG-Filler


Ist das nicht großartig! gettyimages erlaubt Blogs nun die kostenlose Benutzung ihrer Bilder. Natürlich nicht alle und natürlich kann man sie nur einbetten. Ist ja aber auch kostenlos. D.h. was getty am anderen Ende macht, kann man nicht kontrollieren. Ist ja aber auch kostenlos. Sie könnten Werbung vor das Foto schalten, sie könnten es auch einfach wieder abschalten. Aber ist ja auch kostenlos. Und weil es ja kostenlos ist, musste ich es einfach mal testen. Wuff.

Die zehn Gebote des Neoliberalismus

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Du sollst nicht vergleichen, nachdenken oder kritisieren, sondern kaufen.
  3. Du sollst lügen, stehlen und betrügen, um bessere Geschäfte zu machen.
  4. Du sollst Dir die Welt messbar machen und alles in Geld- und Wareneinheiten zergliedern.
  5. Du sollst nicht mit Dir, der Natur und Deinen Mitmenschen in Einklang und Harmonie leben, sondern Deine Unzufriedenheit durch immer mehr Haben-Konsum kompensieren.
  6. Du sollst nicht hinterfragen, Dich gewerkschaftlich organisieren oder Dich in anderer Form gegen mich auflehnen.
  7. Du sollst Dich von Liebe, Solidarität und Empathie frei machen und stattdessen Eigennutz und Habgier verbreiten.
  8. Du sollst Deine erbärmliche Existenz stets der glanzvollen, unantastbaren und heiligen Dreifaltigkeit (Geld-Geiz-Gier) widmen.
  9. Du sollst Wettbewerb, Konkurrenz und Egoismus als naturwüchsig-menschliche Eigenschaften verinnerlichen.
  10. Du sollst Dich selbst, wie auch Deinen Nächsten benutzen.

Grabrede

grabrede_titel

Liebe Fangemeinde,

voller Glück hat uns die Nachricht vom Tode unserer hassgeliebten Freundin erreicht. Tief in unserem Herzen haben wir sie immer verachtet. Philosophen und Wissenschaftler wollten sie immer zu etwas Besonderem machen. Faktisch wurden wegen ihr kleine und große Konflikte ausgetragen, Menschen getötet, Völker abgeschlachtet. Jeder beanspruchte sie für sich, doch letztlich gehörte sie keinem.

Heute ist sie endlich nach langwieriger Krankheit im Kreise ihrer ungeliebten Kinder verreckt. Sie wurde jahrzehntelang rechtmäßig unterdrückt, misshandelt und gefoltert. Keinem ist sie mehr von Nutzen, jedem nur noch lästig. Zuneigung und Liebe hat sie sich nie verdienen können. Sie war wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Niemand wird sie vermissen. Bitte bleibe lange tot, verdammte Wahrheit.

Presseblick (23)

Die Wirtschaftswoche schreibt über »die Traumberufe unserer Kinder«. Erläutert wird eine Umfrage des Jugendforscher-Teams iconKIDS&Youth im Auftrag von LEGO City. Kinder sollen und müssen schließlich funktionieren: zuerst nur als Konsumenten, später zusätzlich als Steuerzahler und Lohnarbeiter. »73 Prozent der Kinder wissen schon ganz genau, welchen Beruf sie einmal ergreifen wollen.« Nur leider sinke mit zunehmenden Alter die Zuversicht, den gewünschten Beruf auch zu bekommen, so die Redakteurin Miriam Bax. Das liege natürlich nicht an unserem Arbeitsmarkt, bei dem auf ca. eine Million offener Stellen (sehr optimistisch gerechnet) ungeschönt sechs bis sieben Millionen Erwerbslose treffen, sondern daran, dass man »Ausschreibungen für Profifußballer oder Geheimagenten« in den Jobbörsen vergeblich suche. Es gibt kaum eine frustrierendere Frage für Kinder als »Was möchtest Du später einmal werden?«. Bei dem Arbeitsmarkt sind die meisten am Ende froh, überhaupt eine Lohnarbeit gefunden zu haben. Weiterlesen →

Heute keine Kritik

Ihr habt jetzt echt mal genug genörgelt! Ihr kleiner, möchtegern-elitärer-Blog-Netzwerk-Haufen. Ihr denkt echt, Ihr seid was Besseres, hm? Dabei seid Ihr nur abgefuckte Klugscheißer, Besserwisser und Pseudo-Politiker. Ständig nur am Meckern, wie schlecht doch alles ist. Zumindest müsst Ihr in Deutschland nicht hungern. Geht doch mal nach Afrika, denen geht es wirklich schlecht. Seid froh, dass es euch so gut geht, hier in Deutschland. Wenn Ihr wenigstens mal sagen würdet, wie man es besser machen kann, aber nein, nur am Dauer-Kritisieren. Typisch, diese linksverbohrten Gutmenschen-Dogmatiker! Ihr seid Träumer und Spinner. Wir sind nicht bei »wünsch Dir was«, sondern bei »so isses«. Weiterlesen →

Der Anschlag (5)

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will Hartz 5 einführen. Das neue Gesetz sieht vor, dass sich jeder Bedürftige bei Antragstellung ein Gehirnimplantat einsetzen lassen muss, wenn er eine finanzielle Unterstützung erhalten möchte. Dieser soll eine reibungslose Überwachung der Bedarfsgemeinschaften sicherstellen. Wer beispielsweise Geld unter seinem Kopfkissen versteckt oder sich in irgendeiner Form kritisch gegenüber dem Jobcenter äußert, muss zukünftig mit einer sofortigen 100 Prozent Sanktion (ohne Lebensmittel-Gutscheinen) rechnen. Mit Ausnahme der Linkspartei begrüßten alle Parteien diesen Vorschlag.

Eine gemeinsame Forschungsarbeit von Apple, Samsung, BMW, Adidas, Sony und Microsoft bestätigt nun, was viele Deutsche schon immer wussten: nur wer mindestens ein eigenes smartphone, ein Auto, Markenschuhe und Markenkleidung, ein Fernsehgerät und einen Computer besitzen würde, der sei auch glücklich. An der repräsentativen Glücksstudie haben bundesweit insgesamt über 10.000 unabhängige Firmen-Lohnarbeiter teilgenommen.

Die Atomwaffen-Staaten USA, Israel und Frankreich drohen dem Iran offen mit einem nuklearen Erstschlag, sollte der Staat sich weigern, die Entwicklung eigener Atomwaffen zu stoppen. Nuklearwaffen dürften nur die Guten haben. Und der Iran sei ein Schurkenstaat, so die USA, die gerade einen Neo-Naniten-Laser entwickeln, der eine gesamte Nation auslöschen kann, die Infrastruktur jedoch unberührt lässt.