Vor einigen Tagen erhielten wir eine E‑Mail:
»Sehr geehrte ZG-Redaktion,
für meine Kunden suche ich hochwertige Artikelplätze mit thematischem Bezug. Ein konkretes Interesse meines Kunden auf Ihrer Seite zu buchen besteht bereits. So bin ich auf Ihre Seite aufmerksam geworden. Ich würde gern bei Ihnen einen thematisch passenden Artikel buchen.
Ich liefere Ihnen gern einen sehr hochwertigen und professionell geschriebenen Text, welcher von meiner hauptberuflichen Redakteurin aufwendig recherchiert und getextet wird. Alternativ können Sie aber auch gern den Text verfassen. Der Text sollte mindestens 2 Jahre online bleiben.
Bieten Sie so etwas an? Können Sie mir bitte ein Beispiel und Ihren Preis mailen? Haben Sie evtl. noch weitere Seiten, auf denen so etwas möglich ist?
Ich freue mich auf Ihr Feedback bis zum 30.06.2016. Ich danke Ihnen für Ihr Feedback.«
Patrick Tomforde — Online Marketing
www.performanceliebe.de
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Solche und ähnliche E‑Mails bekommen wir häufiger. In aller Regel ignorieren wir sie. Dieses Mal aber, haben meine Finger gejuckt: Weiterlesen
Wie kann man sich eine Deutschland-Fahne an sein Auto hängen, während die Bundesregierung ALG2 verschärfen, die Video-Überwachung ausweiten, Bürgerrechte abbauen, Waffen in Diktaturen liefern, widerspruchslos US-imperialistische Befehle befolgen und weiterhin primär Politik für die Reichen und Vermögenden und gegen die Bevölkerung machen will? Wie kann man stolz auf ein Land sein, in dem man zufällig geboren wurde? Wie kann man sich eine deutsche Nationalflagge an seinen Balkon pinnen und an eine tief verbundene, zwischenmenschliche und vor allem deutsche Solidarität glauben, während der deutsche (Berufs-)Alltag von Egoismus, Rücksichts- und Empathielosigkeit geprägt ist? Ich verstehe das alles nicht. Kann mir das mal bitte jemand erklären und mich zum national-völkischen Vaterlands-Patrioten (um-)erziehen?
Noch lange bevor das Thema Erziehung eine Rolle spielt, gibt es den Wunsch nach eigenen Kindern. Nach einer eigenen Familie. Bei Frauen ist dieser in der Regel deutlich ausgeprägter als bei Männern. Viele Liebesbeziehungen werden hierbei auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur beim ersten, sondern auch beim Wunsch nach einem zweiten oder sogar dritten Kind. Eltern‑, Mutti- und Frauen-Internetseiten sowie Foren sind voll mit Beiträgen von vermeintlich verzweifelten Frauen, die ihre Männer nicht dazu bringen können, so viele Kinder in die Welt zu setzen, wie sie gerne haben wollen. Und anstatt nach den
K: »Du Mama, magst Du mit mir Fußball spielen?«



In der Nacht von Freitag zu Samstag haben sich die Redaktionen der Nachdenkseiten, von RT Deutsch, Junge Welt, Neues Deutschland und KenFM komplett aufgelöst. Spiegel Online nannte es überfällig. Und auch einige mutmaßliche Linke begrüßten den Vorfall.