(Titel aus unbekannter Quelle übernommen)
Baron zu Guttenberg ist Deutschlands beliebtester Politiker, nun hat sein Image Kratzer bekommen. Seit Tagen wird in den Massenmedien berichtet, dass die Doktorarbeit unseres Verteidigungsministers ein Plagiat besonderer Güte sein soll. Er habe in über 50 Fällen falsch zitiert, die Quelle nicht angegeben und sogar ganze Passagen ohne Nennung des Autors kopiert. Nachdem Guttenberg offensichtlich versucht hatte, die Sache auszusitzen, die Medien aber nicht locker ließen, sagte er nun in einer Presseerklärung, dass er auf seinen Doktortitel verzichte. Wie auch immer diese Geschichte enden wird, mir stellen sich dazu folgende Überlegungen:
Gehört der Doktortitel in vermögenden Kreisen zum guten Ton und wird quasi eingekauft? Ist die wochenlange Medienpräsenz ein Zeichen dafür, welch großes Untertanenvolk die Deutschen sind, wenn ihnen soviel an Adel, Titel und Vermögen liegt? Oder müssen wir uns im Zeitalter des Internets an copy+paste bei Autoren, akademischen Arbeiten, Büchern usw. gewöhnen? Weiterlesen


Seit längerem beschäftigt mich das Thema der eigenen Prinzipien und Ideale. Insofern kann es heute etwas esoterisch werden. Ich denke, jeder Mensch hat sich im Laufe seines Lebens Gedanken über Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden, Liebe und über den Sinn des Lebens gemacht. Mich interessiert hierbei, wie und warum soviele Menschen diese Gedanken aufgegeben haben? Ist der Glaube und der Kampf für eine bessere Welt weniger sinnerfüllend und wertvoll als Konsum, Habendenken und Lohnarbeit?
Im Rückblick ist mir auch aufgefallen, wie viel wir mit Rot-Grün angepackt und geleistet haben. Darauf bin ich stolz, und auch Gerhard Schröder hat allen Grund dazu. Bloß: Als aufrechter Linker darf man ja alles Mögliche sagen, aber auf keinen Fall, ich war erfolgreich.