Der pädagogische Happen (77)

-Muttis-

Wann immer man als pädagogische Fachkraft, vor allem mit Müttern redet, kommt früher oder später der narzisstische Egozentrismus zum Vorschein. Egal, um welches Thema es in der kindlichen Entwicklung oder in der Erziehung geht: Mütter beziehen es immer auf sich, auf ihre Erziehung und ihre Kinder. Immer.

Im positiven und im negativen Sinne. Ich habe das in rund 10 Jahren, in dutzenden von Elterngesprächen in der Grundschule, sowie im privaten Familien- und Verwandtenkreis nur so erlebt. Dabei habe ich vielfältige Methoden der Gesprächsführung angewendet.

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Die Bildungsromantiker

In den alternativen und freien Medien existiert eine regelrechte Bildungsromantik. Es werden Elfenbeinturm-Experten und selbsternannte Kinderversteher (Buchautoren, Dozenten, Wissenschaftler, Bildungsexperten etc.) eingeladen und interviewt, die häufig eine bestimmte pädagogische Maßnahme, eine vermeintlich kreative Methode oder Didaktik, als zielführende Allheilmaßnahme aus der Bildungsmisere anpreisen. Wenn das alles mal so einfach wäre.

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Elternängste

Eine dunkle Gasse...

Es ist ein eher unbequemes Thema, das jedoch negative Folgen für die kindliche Entwicklung haben kann: die übertriebenen Ängste der Eltern. Um vorweg einem Missverständnis vorzubeugen: auch die Ängste der Eltern haben ihre Berechtigung und gehören zu einer gesunden Bindungs- und Erziehungsarbeit mit Kindern dazu.

In diesem Beitrag geht es jedoch um die übersteigerten und oft wenig zielführenden Panikreaktionen und Sorgen von Eltern, mit denen es, vor allem Lehrer, Erzieher, Therapeuten und Sozialpädagogen täglich zu tun haben.

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Der pädagogische Happen (76)

-digital verstrahlt-

Pädagoge: »Entschuldigen Sie, auf dem gesamten Schulgelände sind smartphones und auch smartwatches verboten.«

Mutter: (starrt auf ihr smartphone und schaut den Pädagogen nicht an) »Aber das gilt doch nur für die Kinder!«

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Der pädagogische Happen (69)

-Überforderung-

Immer mehr Eltern scheinen mit ihren Kindern überfordert zu sein. Wie ich zu dieser anekdotischen Analyse komme? Zahlreiche Erlebnisse und Elterngespräche aus rund 10 Jahren Schulalltag. Wie äußert sich diese »Überforderung«? Im folgenden einige Beispiele. Weiterlesen →

Kinder in Deutschland; Teil 54: Vertrauen

Drei wichtige Merkmale in der kindlichen Entwicklung werden in den letzten Jahren immer mehr vernachlässigt: Selbstwirksamkeit, Selbstverantwortung und Selbstständigkeit. Phänomene wie Überbehütung, »Elterntaxis«, Smartphone-Tracking sowie »Helikopter-Eltern«, die Kinder präventiv vor jeder vermeintlichen Gefahr und jedem Scheitern beschützen wollen, sorgen nachhaltig dafür, dass Kinder immer weniger Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zur Lebensbewältigung entwickeln können. Im sozialen Lebensraum Schule kann man das mittlerweile jeden Tag beobachten. Weiterlesen →

Kinder in Deutschland; Teil 53: Lehrermangel

Seit Jahren und Jahrzehnten wird in Deutschland ein Lehrermangel beklagt. Viele Stunden fallen aus. Schwimm- und Sportunterricht kann nicht stattfinden. Die Städte und Kommunen sind gezwungen, immer mehr Quereinsteiger einzustellen. In Berlin liegt die Quereinstiegs-Quote bei rund 50 Prozent. Über die Ursachen wird regelmäßig öffentlichkeitswirksam diskutiert und gestritten. Echte Reformen oder Verbesserungen finden jedoch nicht statt. Eine Spurensuche. Weiterlesen →

»Westworld«: SJW

Die US-Serie »Westworld« ist mit guten und interessanten Ideen gestartet. Eine Sci-Fi-Dystopie in der es um Androiden, Überwachung, Transhumanismus und künstliche Intelligenzen geht. Leider gibt es kaum noch US-Produktionen, in der nicht versucht wird, ‑ganz im Sinne der Social Justice Warrior- die Zuschauer ideologisch umzuerziehen. Kurz: alte, weiße, Hetero-Männer sind das Grundübel der Welt und nicht-weiße, LGBTQ-Menschen und ‑Frauen sind die Rettung und Heilung der Welt. An sich würde mich das nicht weiter stören, da ich diese infantile Weltbetrachtung ignorieren kann, wenn es denn wenigstens glaubwürdige Charaktere, ein gutes Drehbuch und eine anständige Dramaturgie geben würde!

In der ersten Folge der vierten Staffel von »Westworld« wird mit vollem Genuss die pure Männerverachtung ausgelebt. Ein alter weißer Mann (»Man in Black«) mordet ohne Skrupel. Gut, er ist bereits als Antagonist der Serie etabliert. Ein weiterer alter weißer Mann wird brutal mit einer Axt von einer farbigen Frau (»Maeve«) ermordet. Anschließend hackt sie ihm den Kopf ab und nimmt ihn mit nach Hause. Der Chef von einer Hauptheldin (»Dolores«) ruft sie in sein Büro und ermahnt sie, sie müsse besser arbeiten, sonst würde er sie kündigen. Als»Dolores« sich zu einem Date überreden lässt, entpuppt dieser sich als empathieloser Vollidiot. Nebenbei wird sie auch noch von einem männlichen Stalker verfolgt.

Der weiße heterosexuelle »Caleb« (Aaron Paul) ist natürlich mit einer farbigen Frau zusammen, versagt aber trotzdem bei der Erziehung ihrer Tochter. Sie macht ihm ständig Vorwürfe und hält ihm Moralpredigten. Sie hat natürlich keinerlei Fehler, hält ihm aber ständig seine vor. Außerdem weiß sie natürlich viel besser, was genau in ihm vorgeht, als er selbst. Frauen können eben allen Männern direkt in die Seele blicken. Fehlt eigentlich nur noch eine Vergewaltigungsszene oder wie ein Mann einer wehrlosen Mutter ihr Kind wegnimmt oder ermordet. »Männer sind scheiße! Männer sind Schweine! Männer sind Täter!« Sexismus bleibt Sexismus.

Sorry, aber das war es für mich mit dieser Serie. Mein Kumpel, bei dem ich die erste Folge der vierten Staffel gesehen habe, will sich das auch nicht mehr antun. Die erste Staffel fing gut an. Showrunnerin Lisa Joy lebt aber mittlerweile ganz offensichtlich ihre große Aversion gegen Männer aus. Ich mag Sci-Fi sehr gerne. Ich habe aber wenig Spaß daran, mir am laufenden Band Superfrauen (»Mary Sue«) anzuschauen, die von bösen und dummen Männern umgeben sind, die dann teilweise von den vermeintlich guten Superfrauen auch noch brutal ermordet werden. Und nein, umgekehrt hätte ich auch keinen Spaß daran. Das kann weg. Dann lieber noch mal den Klassiker aus dem Jahre 1973 anschauen.


Social Justice Warrior (SJW)
Heulbojen. Nörgeltanten. Superfrauen.

Schwarze Pädagogik

Die »Schwarze Pädagogik« bezeichnet eine defizitorientierte Beziehungsarbeit, die durch Verbote, Strafen, Erniedrigung und Abwertung sowie verbaler und körperlicher Gewalt, das Kind in die gewünschte Richtung lenken und steuern will. Vielfalt, Individualität, Wertschätzung, Partizipation, Selbstbestimmung, Ganzheitlichkeit — das sind die Werte, die Kinder zu zufriedenen, selbstbewussten und glücklichen Menschen reifen lassen.

In der Erziehungswissenschaft gilt die »Schwarze Pädagogik« als veraltet und weitestgehend für überwunden. Viele sind überzeugt, dass sie bei Kindern enorme Schäden angerichtet hat. In der Politik erfährt sie derweil seit rund Zwei Jahren eine neue Wiederauferstehung. Kriminalisierung, Sanktionen und Verbote. Spaziergänge, Demonstrationen, Krankenhausbesuche, freies Atmen in Innenräumen, tanzen, singen, feiern und vieles mehr, wird unter Bußgeld gestellt. Wer nicht genau das macht, was die Regierung sagt, wird bestraft.

»Vielleicht sind wir zu spät auf jene Menschen eingegangen, die Impf-Vorbehalte haben. Wir hätten ihnen früher erklären können, warum Impfen richtig und wichtig ist.“

Die neue ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger

Die ÖRR-Medien agieren hier als Disziplinierungs‑, Moralisierungs- und Volkserziehungsinstrumente, um den Menschen zu sagen, was sie zu denken haben (Framing). Der Maßnahmen-Staat reduziert hier die Bürger zu infantilen (Um-)Erziehungs-Objekten und negiert komplett ihre individuellen Bedürfnisse und Interessen. Die Regierung muss der Bevölkerung dienen und nicht umgekehrt. Ferner wird jeder, der sich auf universale Grund- und Menschenrechte beruft, oder es wagt eine kritische Meinung zu äußern, als unsolidarischer und unsozialer Aussätziger betrachtet, der aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden soll (2G).

Autoritäre Charaktere — die den Verlust der gewaltvollen Erziehungsform vermissen — fühlen sich im totalitären Impffaschismus pudelwohl. In ihrer Herrenmoral kann es nur eine Wahrheit geben. Jeder, der sie anzweifelt, verdient auch keine humanistische Behandlung mehr. Hier wird ein antidemokratischer Geist gepflegt, der nur in eine Richtung zeigen kann: in die Tyrannei.


Der pädagogische Happen
Furcht vor der Freiheit — der autoritäre Charakter

Der pädagogische Happen (34)

Nach Zwei Monaten »Lockdown« sehen viele Kinder ihre Lehrerinnen und Bezugserzieherinnen in den Kindergärten und Grundschulen wieder. Folgendes habe ich Live und in Farbe erlebt.

Kind: (6 Jahre, rennt auf Erzieherin zu, freut sich, sie wieder zu sehen.)

Pädagogin: (bestimmt) »Nein, Clara, Du muss Abstand halten! Wegen Corona!«

Kind: (hört nicht. Umarmt die Beine der Pädagogin weiter.)

Pädagogin: (wird lauter und strenger) »Ich habe Dir doch gesagt, Du sollst mich los lassen! Ich will kein Corona bekommen!«

Kind: (lässt los. Geht traurig weg.)


Eine weitere wahre Geschichte:

Zwei 6‑jährige Mädchen, die beste Freundinnen sind, wohnen im gleichen Haus. Eine im zweiten Stock. Die Andere im dritten Stock. Sie gehen in die gleiche Grundschule und in die gleiche erste Klasse. Sie haben sich seit über zwei Monaten nicht mehr gesehen, weil die Eltern es ihnen verboten haben. Wegen Corona. Auch im Wechselunterricht sehen sie sich nicht, weil sie in unterschiedliche Gruppen eingeteilt wurden. Als sie sich dann zufällig auf dem Schulparkplatz, nach über zwei Monaten wieder gesehen haben, rennen sie freudestrahlend aufeinander zu und umarmen sich ganz fest. Dann kommt eine Lehrerin und ruft laut: »Abstaaaaand!«


Der pädagogische Happen (1−33)