Die bürgerlichen Wahrheitsmedien (aber leider auch viele alternative Medien) liefern in der Corona-Krise ein ganz trauriges Bild ab. Die Aufgabe der Massenmedien (ganz besonders der Öffentlich-Rechtlichen) war und ist es, ein möglichst breites Spektrum an Berichten, Beiträgen, Analysen, Reportagen und Meinungen abzubilden. Das gilt im Normalzustand genauso wie in Krisenzeiten. Wenn seit Wochen ein (!) medizinischer Experte (der dann auch noch für den Grimme-Online-Award nominiert wird) das gesamte politische Handeln bestimmt und 120 weltweit renommierte Ärzte als Spinner und Verschwörungstheoretiker denunziert werden, weil sie es gewagt haben, eine andere Sichtweise und Analyse zu veröffentlichen, dann haben wir es mit einer medialen Gleichschaltung erster Güte zu tun.
Das Phänomen ist indes nicht neu. Erinnern wir uns an die Syrien‑, Masernimpfung‑, Ukraine‑, Russland-, Weselsky‑, DPA- oder Griechenland-Berichterstattung. Die Nachrichtenagenturen und die großen Lei(D)medien geben den Takt vor und alle Anderen marschieren mit. Alternative Sichtweisen werden aggressiv weggebissen, medial gelyncht, auf Youtube gelöscht, in die Psychiatrie verfrachtet oder mit häßlichen Etiketten beklebt: Populist! Nazi! Verschwörungstheoretiker! Antisemit! Putinversteher! Eso-Spinner! Alu-Hut! Im folgenden eine aktuelle Presseschau zur viel gelobten breiten Öffentlichkeit. Dabei ist insbesondere die CIA-Kampfvokabel »Verschwörungstheoretiker« wieder in aller Munde. Weiterlesen


Denunziation, Diffamierung und Diskriminierung unliebsamer Personen und Inhalte hat in Deutschland schon lange Tradition. In der 
Der südkoreanische Spielfilm von Bong Joon-ho aus dem Jahr 2019, ist sicher kein Geheimtipp mehr. Schließlich hat er eine Fülle an Auszeichnungen und insgesamt vier Oscars abgeräumt. Viele bezeichnen ihn als Beitrag zum Klassenkampf oder als verschnörkelte Kapitalismuskritik. Das wird dem Film aber nur in Teilen gerecht. Denn er erzählt und visualisiert auf vielen (Meta-)Ebenen, durch die Bildsprache sowie im Subtext, was Erich Fromm schon im Jahr 1976 mit »Haben oder Sein« verdeutlichen wollte. Achtung Spoiler!