Auf faz.net wird behauptet, dass Unternehmen um die Gunst von Familien buhlen würden. Es gebe bereits 584 Betriebskindergärten und jedes dritte Unternehmen unterstütze seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung, sagt Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Die Lügen-Propaganda der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat jedoch einen Freud’schen Versprecher: »Bestehende Hindernisse für eine stärkere Berufstätigkeit beseitigen, sei in jedem Fall ein wichtiges Ziel, betonte Hundt«. Kinder als »Hindernisse«, die »beseitigt« werden müssen.
Auf gamestar.de wird über die kommende Fortsetzung der Thief-Reihe geschrieben. Der Producer Stefan Roy erklärt: »Wir müssen eng mit dem Marketing zusammenarbeiten um sicherzugehen, dass die Botschaft des Spiels klar ankommt«. Genau das ist das fundamentale Problem der mangelnden Qualität vieler PC- und Konsolenspiele sowie vieler anderer (Medien-)Produkte: statt in die Produktentwicklung zu investieren und auf sie zu hören, wird in die Werbung und in die Öffentlichkeitsarbeit Geld gepumpt. Es ist eben nicht wichtig, ob das Produkt qualitativ hochwertig ist, wichtig ist, es als »gut« verkaufen zu können. Weiterlesen
Zahlreiche Agenturen, Fachbücher und selbsternannte Internet-Experten ranken und zanken sich um das neuzeitliche Phänomen »Social Media«. Es bringe die Menschen näher, ermögliche eine direkte Kommunikation und symbolisiere das digitale Zeitalter in Form des Mit-Mach-Webs (Web 2.0). Meist sind damit konkret Facebook, Twitter, Youtube, Weblogs, Foren, Bewertungsportale und Wikis gemeint. In aller Regel überbieten sich die Gurus gegenseitig mit Lobgesängen über die sozialen Netzwerke. Eindeutige Abgrenzungen, was genau nun Social Media sei und was nicht, gibt es nicht. Im Allgemeinen gilt dann die Devise: alles was irgendwie eine private Meinung darstelle, gehöre zum Social Media. Von dieser begrifflichen Schwammigkeit profitieren vor allem Unternehmen. 

