
-digital verstrahlt-
Pädagoge: »Entschuldigen Sie, auf dem gesamten Schulgelände sind smartphones und auch smartwatches verboten.«
Mutter: (starrt auf ihr smartphone und schaut den Pädagogen nicht an) »Aber das gilt doch nur für die Kinder!«

-digital verstrahlt-
Pädagoge: »Entschuldigen Sie, auf dem gesamten Schulgelände sind smartphones und auch smartwatches verboten.«
Mutter: (starrt auf ihr smartphone und schaut den Pädagogen nicht an) »Aber das gilt doch nur für die Kinder!«
Tagesschau und Bundesregierung sagen, wir haben ein Hitzeproblem. Also haben wir ein Hitzeproblem. Selbst wenn es nur einige Tage im Jahr über 40 Grad und maximal einige Wochen im Jahr heißer als 30 Grad in Deutschland sind, haben wir ein Hitzeproblem.
Die gesamte Gesellschaft soll und muss sich nun darauf einstellen. Die übergriffige, paternalistisch-politische Agenda will es so. Also muss es auch so gemacht werden. Diskussion abgelehnt. Punkt.

-Schulpflicht-
Mittlerweile gibt es immer öfter Forderungen nach einer Abschaffung der Schulpflicht. Die Schulen seien zu ideologisch, zu konformistisch ausgelegt und sie würden die Schüler verdummen. Weitere Argumente sind, dass zu viel Unterricht ausfallen und es einen eklatanten Lehrermangel geben würde. Also könne man die Schulpflicht auch abschaffen und die Kinder Zuhause unterrichten.
All diese Phänomene mag es geben, sind in der Gesamtbetrachtung der kindlichen Entwicklung aber weniger relevant, als man denkt. Denn hier sprechen, wieder einmal, politisch-aktivistische Erwachsene aus ihren Elfenbeintürmen, die weder im Namen der Kindesentwicklung sprechen, noch den Schulalltag selbst erleben.

-Sitzenbleiber-
Ein weiteres Thema, dass vielen unbequem ist ‑und ja nur der AfD nützt- ist nicht nur die steigende Quote der Klassen-Wiederholer in den Grundschulen, sondern auch die immer schlechter werdenden Kompetenzen der Erstklässler.
Immer mehr Kinder, die eingeschult werden, können nicht mehr ihren eigenen Namen schreiben, kennen weder Monate oder Wochentage, können die Zahlen von 1–20 nicht fehlerfrei aufsagen oder fließend deutsch sprechen.
Beim Thema »Schule« gibt es vor allem zwei dominante Sichtweisen. Die der etablierten Medien und der etablierten Politik sowie die der alternativen Medien und der Reformpädagogen. Die Einen instrumentalisieren Schulen als Bildungsanstalten für zukünftig-verwertbares Lohnarbeitsmaterial (»Humankapital«), das optional den Kindern gleichzeitig die gewünschte Weltsicht beibringen soll.
Die Anderen kritisieren vor allem staatliche Schulen als Anpassungs- und Unterwerfungsfabriken, bei denen unseren Kindern das selbstständige Denken gezielt abtrainiert werden soll. Deshalb befürworten sie nicht selten Privatschulen sowie reformpädagogische Ansätze.
Beide Analysen verkennen die eigentliche Perspektive: die tatsächliche Alltagswirklichkeit in Schulen.

-Aufmerksamkeit-
(Eine typische Deutsch-Unterrichtsstunde in der Grundschule. Die Lehrerin erklärt altersentsprechend, ausführlich, anschaulich und verständlich die bevorstehende Aufgabe.)
Lehrerin: »Liebe Kinder, habt Ihr dazu noch Fragen?«
(2−3 Kinder melden sich, fragen nach. Die Lehrerin antwortet.)
Lehrerin: »Gibt es jetzt noch Kinder, die nicht wissen, was sie in den nächsten 15 Minuten machen sollen?«
Vor einiger Zeit war ich auf einer Preisverleihung des Berliner Schülerzeitungswettbewerbs. Es wurden lange Reden von Politikern und Medienvertretern gehalten. Die Schülerzeitung unserer Schule hat auch einen Preis bekommen. Die Kinder haben sich sehr gefreut und waren sehr stolz. Meine Wenigkeit jedoch, kann die »Demokratie-Medien-Simulation« kaum noch ertragen.

-Fachkräftemangel-
Ariane Bemmer vom Tagesspiegel empört sich über den Fachkräftemangel in Kitas und Schulen. In der verqueren, aber leider mittlerweile üblichen Argumentation, werden Kinder zu Objekten, also zu Ressourcen gemacht. Die müsse man »hegen und pflegen«, weil sie doch »unsere Zukunft« seien. Von selbstbestimmten Subjekten mit eigenen Bedürfnissen, die auch in der Gegenwart ihre Daseinsberechtigung haben, ist ‑mal wieder- keine Rede.
Warum es überhaupt einen pädagogischen Fachkräftemangel gibt, was also die Ursachen sein könnten, wird überhaupt nicht thematisiert. Stattdessen glaubt die wohlbehütete Journalisten-Akademiker-Mittelschicht, man könne auch dieses Problem einfach mit Geld zuschütten. Weit gefehlt.

-Essen-
»Nur das Schulessen, das war echt pfui – das muss noch besser werden«
- tagesspiegel.de vom 20. September 2025
Es gibt kaum ein anderes Motiv, was bei Eltern in Kita und Schule ständig und bei den Kindern dagegen eigentlich nie ein Thema ist: das Essen. Deshalb ist es auch völlig realitätsfern und ‑schlicht gelogen- wenn nun der Tagesspiegel behauptet, dass sei für die Kinder irgendwie wichtig. Ich kann aus rund 10 Jahren Schulalltag, mit mehr als 600 Kindern inklusive jährlich 100 neuen Kindern, eindeutig sagen: ist es nicht!
»50 Prozent mehr Schulplatz-Klagen: Berliner Gericht zwingt Pankower Gymnasium zu Klassen mit 36 Kindern. [...] Der Berliner Schulplatzmangel hat zu einer höchst ungewöhnlichen Entscheidung des Verwaltungsgerichts geführt.«
- tagesspiegel.de vom 6. September 2025
Über den Elefanten im Raum will Niemand öffentlich reden. Spricht man mit Eltern oder Lehrern wird schnell klar, warum sich immer mehr Eltern der Einzugsgebiet-(Grund-)Schule für ihre Kinder verweigern. Warum sie sich stattdessen in ihre Wunschschule reinklagen, ihr Kind auf einer Privatschule anmelden oder versuchen, mit Ummelde-Tricks einen Schulwechsel zu erzwingen. Nur mit »Schulplatzmangel« hat das nun gar nichts zu tun.