ZG-Rückblick: Dschungelcamping

Vor gut zehn Jahren gab es einen Aufschrei durch die Medienlandschaft als sich ein Zlatko mit einer Menge Kameras in einem Container einschliessen ließ. Heute heißt es, aus was weiß ich für einer Quelle, jeder vierte Akademiker schaue regelmäßig das Dschungelcamp. Wobei wohl auch ergänzend erwähnt wurde, dass sich dies auf alle überhaupt regelmäßig fernsehschauenden Akademiker bezieht und wenn ich mal spekulieren darf, vermute ich auch, dass diese alle in der Medienbranche arbeiten. Wie auch immer, neulich sitzt im öffentlich rechtlichen Fernsehen Markus Lanz, seines Zeichens regelmäßig Dschungelcamp schauender Akademiker, in seiner Sendung zusammen mit einigen »Promis«, die fast alle keinen direkten Bezug zum Thema zu haben scheinen, und tauscht Meinungen über die »Camper« aus. Es scheint so, als seien wir endlich endgültig über die medienethische Diskussion hinaus und endlich können und wollen alle mitsprechen beim Thema. Wieso eigentlich? Egal, jetzt müssen die ZG’ler auch ran, ob sie wollen oder nicht.

(Nebenbei ist das ganze schon wieder vorbei und nach letzten Informationen scheint jemand »gewonnen« zu haben, dessen Namen ich noch nie gehört habe) Weiterlesen →

Sprachrohr der Macht

SpiegelOnline beweist wieder einmal, dass die Redaktion ein Lakai der Macht ist:

Einflussreiche Finanzexperten rechnen beim Spitzentreffen in Davos mit einem schnellen Ende der Schuldenkrise. [...] Die Elite der globalen Finanzwelt ist sich nahezu einig: Europa ist auf dem besten Weg, seine Schuldenkrise zu überwinden. [...] Das ist die Quintessenz dessen, was die meisten Großen der Branche in diesen Tagen beim Weltwirtschaftsforum in Davos der Öffentlichkeit mitteilen wollen.

»Einflussreiche Finanzexperten, die Elite, die Großen der Branche« — das soll Respekt einflößen und die Glaubwürdigkeit der Aussagen erhöhen.  Weiter unten im Artikel werden dann der Deutsche Bank Chef Ackermann, Chef der US-Investmentbank JP Morgan Chase, Zurich-Financial-Finanzchef Wemmer sowie die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro erwähnt. Das sind also die Großen, die Mächtigen, die Herrschenden. Nur was sie sagen oder entscheiden, ist von Bedeutung. Kritische oder gegenteilige Meinungen ‑abseits der Großen und der Experten- gibt es in dem Artikel nicht.

Ein Skalpell zum Schmusen

Gerade im Web entdeckt. Das muss man nicht mehr kommentieren, oder? Obwohl, vielleicht ein Zitat von SpiegelOnline vom 13. Juni 2006, gefällig?

Die Opfer der Fettklempner landen mit inneren Blutungen, Gefäßverschlüssen oder durchsiebten Organen auf den Intensivstationen, wo Mediziner tage- und wochenlang mit gewaltigem Aufwand um ihr Leben ringen.

Gleich anrufen und einen Termin vereinbaren! :bulle:

Alles ist Meinung

Alles ist Meinung. Das Streben nach Objektivität und das Ideal der Versachlichung und Neutralität ist ein demagogischer Schachzug, um das ideologische Denken hinter den Aussagen zu verstecken. Jetzt werden vielleicht einige einwenden, dass die Wissenschaft der Forschung verpflichtet sei und demnach zumindest versuche, objektiv und empirisch vorzugehen. Schließlich wird jedem Studenten einer Sozialwissenschaft nahegelegt, im Laufe seines Studiums stets empirisch, objektiv und wertfrei zu sein. Andere werden vielleicht behaupten, meine These sei zu radikal und ich versuche eh nur das Meinungsbloggen hochzuschreiben. Mag sein. Weiterlesen →

Der Fall Carsten Maschmeyer

Klaus Baum hat schon einiges zum Multi-Millionär Carsten Maschmeyer geschrieben. Sein Vermögen wird auf über 650 Millionen Euro geschätzt. Der Finanzdienstleister ist tief in Kumpanei, Filz und Korruption verstrickt. Gerhard Schröder, Christian Wulff, Thomas Gottschalk, Guido Westerwelle und viele andere Prominente nennen ihn einen »Freund«. Seine Frau Veronica Ferres findet sicher seinen Charakter ganz toll und nicht sein Geld.  Wer wirklich reich werden will in Deutschland, muss skrupellos, kriminell und rücksichtslos sein. Der folgende Film klärt über den Fall Maschmeyer auf. Unter anderem gibt es ein sehr aufschlußreiches Interview mit Albrecht Müller von den Nachdenkseiten (ab Minute 20:24).

Maschmeyer wehrte sich juristisch bis aufs Äußerste gegen diesen Beitrag! Ein Fortsetzungsvideo gibt es hier!

Online-Jugendberatung

Der gemeinnützige Verein jungundjetzt e.V. ist eine engagierte Online-Beratungsstelle für Jugendliche bis 25 Jahren. Ein Großteil der Jugendlichen heute wagen den Schritt in eine Beratungsstelle nicht mehr, sind aber online unterwegs. Jungundjetzt e.V. schließt diese Lücke und versteht sich als Brücke zwischen virtueller und realer Welt. Jeder Jugendliche kann eine email an Jugendnotmail schreiben und wird innerhalb von 24 Stunden von ehrenamtlich engagierten Beratern und Psychologen eine Antwort erhalten. Alles natürlich kostenlos.

Neusprech: Ausbildungsunfähigkeit

»Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass jeder junge Mensch, der ausbildungswillig und ausbildungsfähig ist, ein Qualifizierungsangebot erhält, das zu einem Berufsabschluss führt.«

- Berufsbildungsbericht 2010, herausgegeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Seite 3

Seit Jahren beklagen Unternehmen, dass viele Jugendliche nicht mehr ausbildungsfähig seien. Gemeint sind damit mangelnde schulische Leistungen, vor allem in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Angeblich seien jedes Jahr 25–50% aller Schulabgänger nicht ausbildungsreif. Die Zahlen schwanken, je nachdem ob die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) oder sich die Bundesregierung zu diesem Thema äußern. Weiterlesen →

Eröffnung des Computerspielemuseums

Am 20. Januar 2011, also diesen Donnerstag, eröffnet das Computerspielemuseum in Berlin mit seiner Dauerausstellung »Computerspiele. Evolution eines Mediums.« Als Begleiter dieser Entwicklung werde ich mir das natürlich bei Gelegenheit mal anschauen und dann vielleicht auch noch mal ausführlicher berichten. Es gibt auf jeden Fall eine große Sammlung an Hard- und Software zu bestaunen. Das Ganze hoffentlich unterhaltsam aufbereitet. Wer noch mehr Infos braucht, schaut bitte auf computerspielemuseum.de nach.

Auch noch ganz nett auf der Website ist die »History of Video Games« unter timeline.computerspielemuseum.de