Werbemüll

Startseite der PC Games vom 20. Dezember 2019. Gleich vier Advertorials direkt in die Fresse.

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2019 beginnt der Konsumterror. Kaufen. Kaufen. Kaufen. Konsumverzicht ist ein Kapitalverbrechen. Bescheidenheit ist wettbewerbsschädigend. Besonders nervig sind die »Advertorials« oder euphemistisch »Native Advertising«. Dabei hat der Bundesgerichtshof (BGH) bereits im Jahr 2014 entschieden:

»Redaktionelle Pressebeiträge, für die ein Unternehmen ein Entgelt bezahlt, müssen als Anzeige gekennzeichnet werden.«

Und wen interessiert das? Keine Sau! Sie machen einfach überall weiter. Müllen uns mit ihrem Werbedreck zu, vergiften unsere Hirne, benebeln unser Denken, beuten unsere Emotionen aus und wollen uns Bedürfnisse einimpfen, die uns unglücklich machen, damit wir immer und immer und immer wieder neue Scheisse kaufen. Ich habe erst vor kurzem meine Wohnung komplett entrümpelt und ohne Ende Zeug weggeworfen. Neues wird nicht mehr hinzukommen. Ein tolles Gefühl. :jaja:


Kommerzielle Propaganda
Ziegenjournalismus (1): Advertorials
Werbung – die Geißel der Menschheit

Der Anschlag (40)

anschlag_teaserNach dem Vorbild von Early Access in der Videospielindustrie sowie dem Lizenz-Modell, bei denen man digitale Produkte nicht besitzt, sondern faktisch nur mietet — will nun auch die Bau‑, Stahl‑, Immobilien- und Autoindustrie unfertige Produkte und Dienstleistungen anbieten. »Für die Kunden habe es den Vorteil, die Entwicklung hautnah mit zu erleben«, so ein Industriesprecher.

Die Bundeswehr hat große Nachwuchs-Probleme. Da weder Marketing-Kampagnen, noch Hauptschüler und Schulabbrecher die Lücke füllen können, will die Armee nun dazu übergehen, Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen zu rekrutieren. Diese sollen dann vor allem an der Front eingesetzt werden.

Wegen dem zunehmendem Elektrosmog in Bus und Bahnen, wollen die entsprechenden Nahverkehrsbetriebe, flächendeckend in Deutschland, ein Smartphone-Verbot in ihren Fahrzeugen durchsetzen. Dagegen protestieren Millionen von Menschen fast täglich in allen Großstädten Deutschlands.

(Bisherige Folgen)

Kaufen. Wegwerfen. Kaufen.

Vor einigen Tagen ist ein Gutachten im Auftrag der Grünen durch die Presse gegangen, das Industrie und Unternehmen möglichst schnell wieder vergessen wollen: geplanter Verschleiß von Geräten als Massenphänomen. Hersteller bauen absichtlich mangelhafte Bestandteile ein oder es werden technische Tricks verwendet, um die Lebensdauer von Einzelteilen zu begrenzen.

In der Studie der »geplanten Obsoleszenz« (geplantes alt werden/abnutzen) betonen Stefan Schridde und Christian Kreis: »Je stärker die Gewinn- und Kapitalmarktorientierung, die auf Renditemaximierung setzt, desto anfälliger sind tendenziell Unternehmen, auf die Strategie geplanten Verschleißes zu setzen, da sie rein ökonomisch gesehen für das einzelne Unternehmen, wie oben gezeigt, unschlagbare Vorteile verschafft.«

Ein Social Media Shitstorm blieb aus. Viele dürfte das ohnehin nicht schockieren, unsere Wirtschaftsordnung ist schließlich auf Ausbeutung, kurzfristigen Profit und Konsum ausgelegt. Und wenn man dafür Kriege um Rohstoffe beginnt, bergeweise Müll fabriziert, die Umwelt verpestet oder Schrottprodukte produziert, damit man möglichst schnell wieder »neue, hochmoderne, auf dem Neuesten Stand der Technik« gefertigte Produkte kaufen soll, dann ist das eben so. Dem Profit darf sich nichts unterordnen. Qualität schon gar nicht!