
Eine typische Kommentarspalte auf »zeit.de«
-Ausgewogenheit-
Woran erkennt man, dass Deutschland zunehmend ins Autoritäre und Totalitäre abdriftet? Daran, dass kaum noch eine differenzierte Sichtweise oder auch nur leichte Abweichungen der Erzählungen, von Regierung und Tagesschau, möglich sind. Grautöne. Abstufungen. Verhältnismäßigkeit. Augenmaß. Eine faire und ausgewogene Berichterstattung. Ein sowohl als auch. Ein Stehenlassen-Können der anderen Meinung: »audiatur et altera pars« (»man höre auch die andere Seite«). Das alles kann und will man nicht mehr.

Wie merk- und schmerzbefreit muss und darf man heute eigentlich noch sein?

Die Vize-Chefredakteurin beim Tagesspiegel, Marion Kaufmann, macht für 

Seit einiger Zeit entdecke ich immer häufiger Artikel und Beiträge, in denen weibliche Personen in der Öffentlichkeit über Liebe, Beziehungen, Sex oder Dating reden und schreiben. Häufig mit einem süffisanten Unterton, der in aller Regel lautet, dass die Männer an allem schuld sind und das die Welt für die Frauen so ungerecht sei. Allzu häufig bleibt die emotionale Beweisführung unwidersprochen stehen. Das will die Leserinnen-Zielgruppe wohl so. In dieser Reihe möchte ich ausgewählten Beiträgen eine männliche Perspektive hinzufügen.