Ich. Bin. Krankheit.

Je älter ich werde, desto mehr fällt mir auf, wie viele Menschen sich durch Krankheit definieren. Ich kenne mittlerweile eine stattliche Anzahl an Leuten, die fast täglich jammern, klagen, wimmern und stöhnen. Über Knie‐, Rücken‐, Kopf‐, Magen‐ oder sonstige -vorhandene oder eingebildete‐ Schmerzen. Es gibt regelrechte Krankheits‐Wettbewerbe, bei dem sich die Protagonisten gegenseitig mit dem vermeintlich schwereren Leid übertreffen wollen (Und ja, es sind meistens Frauen!). Ist diese Opferhaltung eine Flucht vor der Selbstbestimmung? Ein Weg für mehr Aufmerksamkeit? Ist es die Angst vor der Freiheit? Oder gar eine subtile Rebellion vor der neoliberalen Eigenverantwortung? Oder macht uns die tolle Lohnarbeit in Kombination mit der tollen Demokratie letztendlich nur alle kaputt? :WTF:


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