»Betriebsratsverseuchte Mitarbeiter«
07. Dezember 2009 von epikur
Ein starker Anwärter für das Unwort des Jahres 2009 ist der Begriff »betriebsratsverseuchte Mitarbeiter«. Am 19. Januar 2010 wird das Unwort des Jahres 2009 gekürt werden. Dieser Begriff zeigt wieder einmal, wie die derzeitige Sprache in Deutschland durch herrschende Interessen korrumpiert wird. Menschen, die sich für Arbeitnehmer-Interessen einsetzen, sind schlicht krank, verseucht — müssen geheilt oder entsorgt werden. Im Jahr 2008 wurde der Begriff »notleidende Banken« zum Unwort des Jahres gekürt. In einer Zeit, in der Lohnarbeiter wegen 1,30€ Pfandbons oder wegen Frikadellen entlassen werden und in der die Repressalien gegenüber Lohnarbeitern ständig zunehmen, in der Banken verantwortlich für eine Wirtschaftskrise sind, die tausende Existenzen an den finanziellen Ruin bringen wird — versuchen Begriffe wie »notleidende Banken« und »betriebsratsverseuchte Mitarbeiter« eine Monopolisierung der Wirklichkeitsdeutung voranzutreiben, jenseits der Realität.
Ein starker Anwärter für das Unwort des Jahres 2009 ist der Begriff »betriebsratsverseuchte Mitarbeiter«. Am 19. Januar 2010 wird das Unwort des Jahres 2009 gekürt werden. Dieser Begriff zeigt wieder einmal, wie die derzeitige Sprache in Deutschland durch herrschende Interessen korrumpiert wird. Menschen, die sich für Arbeitnehmer-Interessen einsetzen, sind schlicht krank, verseucht — müssen geheilt oder entsorgt werden. Im Jahr 2008 wurde der Begriff »notleidende Banken« zum Unwort des Jahres gekürt. In einer Zeit, in der Lohnarbeiter wegen 1,30€ Pfandbons oder wegen Frikadellen entlassen werden und in der die Repressalien gegenüber Lohnarbeitern ständig zunehmen, in der Banken verantwortlich für eine Wirtschaftskrise sind, die tausende Existenzen an den finanziellen Ruin bringen wird — versuchen Begriffe wie »notleidende Banken« und »betriebsratsverseuchte Mitarbeiter« eine Monopolisierung der Wirklichkeitsdeutung voranzutreiben, jenseits der Realität.
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